Anschauen: Umweltdemonstranten stürmen den Cop30-Veranstaltungsort in Brasilien; Konflikt mit der Sicherheit
Am späten Dienstagabend kam es auf der Cop30-Klimakonferenz in Belém, Brasilien, zu Spannungen, nachdem eine Gruppe indigener und nicht-indigener Demonstranten in das Hauptkonferenzzentrum eingedrungen war, was zu Handgreiflichkeiten mit Sicherheitspersonal führte. Rund 50 Demonstranten, von denen einige traditionelle Federkopfbedeckungen trugen, beschädigten Berichten zufolge eine Tür, bevor sie den Eingang durchbrachen und durch Metalldetektoren in die Blaue Zone gelangten – einen Sperrbereich, der akkreditierten Delegierten vorbehalten war, wie The Guardian berichtete.
Als die Menschenmenge eintrat, intervenierte der UN-Sicherheitsdienst und löste kurze körperliche Auseinandersetzungen und hitzige verbale Auseinandersetzungen aus. Ein Demonstrant entrollte ein Transparent mit der Aufschrift „Unsere Wälder stehen nicht zum Verkauf“, während andere T-Shirts mit der Aufschrift „Juntos“ („Gemeinsam“) trugen.Sicherheitskräfte entfernten die Gruppe schließlich vom Gelände. Nach Angaben eines UN-Klimasprechers erlitten zwei Wachen leichte Verletzungen und es wurden in der Einrichtung nur begrenzte Schäden gemeldet. Feuerwehrleute richteten später einen Sicherheitsbereich am Eingang ein. Die Identität der Beteiligten bleibt unklar. Juan Carlos Monterrey-Gómez, ein panamaischer Klimaunterhändler, der den Vorfall beobachtete, bemerkte: „Endlich ist hier etwas passiert.“ Agustin Ocaña von der Global Youth Coalition sagte, einige Demonstranten riefen: „Ohne uns können sie nicht für uns entscheiden“, und unterstrich damit ihre Frustration über die ihrer Meinung nach unzureichende Vertretung der indigenen Bevölkerung. Er fügte hinzu, dass die Spannungen durch Beschwerden über die Finanzierungsprioritäten angeheizt würden – insbesondere die Entwicklungsausgaben in Belém zu Lasten wesentlicher kommunaler Dienste. Die UN bestätigten, dass brasilianische und UN-Sicherheitsteams die Situation eingedämmt und eine Untersuchung eingeleitet hatten. Die Konferenzsitzungen wurden ohne größere Störungen fortgesetzt. Der diesjährige, in Brasilien ausgerichtete Cop zeichnete sich dadurch aus, dass er die Beteiligung der Zivilgesellschaft und öffentliche Demonstrationen förderte. Indigene Gruppen und NGOs sind weiterhin stark vertreten und bilden ein Gegengewicht zum Einfluss der Unternehmen. Eine Reihe von Nebenveranstaltungen – darunter ein Volksgipfel und eine Jugendkundgebung – sind später in dieser Woche geplant, vor einer für Samstag geplanten Großdemonstration.


