Israels Vertreter beim Eurovision Song Contest, Yuval Raphael, ein Überlebender des tödlichen Angriffs der Hamas auf das Nova-Festival im Süden Israels am 7. Oktober 2023, hält auf diesem Handout-Foto, das Reuters am 23. Januar 2025 erhalten hat, eine israelische Flagge. Foto: „The Rising Star“, Channel Keshet 12/Handout über REUTERS
Roland Weissmann, Vorsitzender des Österreichischen Rundfunks (ORF), besuchte kürzlich Israel, um seine uneingeschränkte Unterstützung für die Aufnahme Israels in den 70. Eurovision Song Contest auszudrücken, der nächstes Jahr in Wien stattfinden wird, trotz der Forderungen, den jüdischen Staat aus dem Wettbewerb auszuschließen.
Weissman trifft sich mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog und dem Golan. Yochfaz, CEO des israelischen öffentlich-rechtlichen Senders Kan, fast einen Monat bevor die Europäische Rundfunkunion (EBU) ein Treffen abhält, um Israels Teilnahme an der Eurovision 2026 zu besprechen. SMehrere Länder – darunter die Niederlande, Spanien, Irland und Slowenien – haben bereits gefordert, Israel wegen seiner Militäraktionen im Gazastreifen während des Krieges mit der palästinensischen Terrorgruppe Hamas vom Wettbewerb auszuschließen.
Weissmann betonte bei seinem Treffen mit Herzog und Yochfaz, dass Israel „ein untrennbarer Teil des Eurovision Song Contest“ sei der Residenz des Präsidenten in Jerusalem, berichtete Kan am Sonntag.
„Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Israel vom Wettbewerb auszuschließen“, fügte Yochfaz hinzu, der auch anmerkte, dass Kan die EBU-Vorschriften einhält und dies auch weiterhin tun wird. Kan sagte in einer Erklärung, dass ORF und Kan zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass Israel in die Eurovision 2026 einbezogen wird, berichtete Ynet.
Die EBU sieht sich wachsendem Druck ausgesetzt, Israel von der Eurovision auszuschließen, die im Mai nächsten Jahres stattfindet, wobei einige Länder sogar damit drohen, sich aus dem Wettbewerb zurückzuziehen, wenn Israel teilnimmt. Im Oktober drückte Weissmann seine klare Unterstützung für die Teilnahme Israels am Wettbewerb aus, während Sepp Schellhorn, ein hochrangiger Beamter des österreichischen Außenministeriums, Kulturboykotte als „dumm und sinnlos“ bezeichnete. Auch die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger kritisierte Boykottbemühungen gegen Israel.
Ursprünglich war für die EBU-Mitglieder im November ein virtuelles Treffen geplant, um über die Aufnahme Israels in den Eurovision Song Contest im nächsten Jahr abzustimmen. Nach dem Waffenstillstands- und Geiselnahmeabkommen zwischen Israel und der Hamas sagte die EBU die Abstimmung ab und sagte, die Teilnahme Israels am Wettbewerb werde stattdessen bei einem persönlichen Treffen im Dezember besprochen.



