Die beiden Präsidenten identifizierten neue Prioritäten für die Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Industrie, Verkehr, Wasser- und Energiemanagement, digitale Entwicklung und kultureller Austausch und unterstrichen damit den hohen Stellenwert der bilateralen Beziehungen als strategische Partnerschaft und Allianz.
Beide Präsidenten betonten, wie wichtig es sei, die vielfältige Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der globalen Unsicherheit zu beschleunigen. Tokajew wies darauf hin, dass man bei den bilateralen Gesprächen konkrete Bereiche für den Ausbau der politischen, wirtschaftlichen und sektoralen Zusammenarbeit identifiziert habe. Der Handel sei weiterhin eine Schlüsselpriorität. Die Präsidenten bekräftigten ihre Entschlossenheit, den bilateralen Handelsumsatz bis 2030 auf 10 Milliarden US-Dollar zu steigern. Tokayev betonte die Notwendigkeit, gehandelte Waren zu diversifizieren, Nicht-Ressourcen-Exporte auszuweiten und die aktive Arbeit von Mechanismen wie dem neu gegründeten Rat der Regionalleiter, dem Business Council und dem gemeinsamen Handelsunternehmen UzKazTrade sicherzustellen.
Beide Präsidenten betonten die Notwendigkeit, die Zölle zu optimieren, die Verfahren zu rationalisieren und die Grenzinfrastruktur zu modernisieren. Tokayev betonte, dass die Regierungen weiterhin regulatorische und logistische Hindernisse abbauen müssen, um die Lieferketten zu stärken.
Die Präsidenten erörterten gemeinsame Anstrengungen zur Entwicklung der Transkaspischen Internationalen Transportroute (TITR), des Nord-Süd-Korridors und der Transitrouten durch Afghanistan. Tokajew lud Usbekistan ein, sich an Projekten in den Häfen Aktau und Kuryk zu beteiligen, um die Zusammenarbeit innerhalb der Transkaspischen Route zu stärken und neue Logistikkapazitäten zu entwickeln. Die Zusammenarbeit im Wasser- und Energiebereich war ein zentrales Thema, insbesondere da beide Länder vor wachsenden Herausforderungen bei der Bewirtschaftung gemeinsamer Wasserressourcen stehen. Tokajew forderte einen koordinierten Ansatz für die Wasserbewirtschaftung und schlug vor, dass beide Regierungen systemische Maßnahmen zur Harmonisierung der Wasserpolitik vorbereiten sollten. Tokajew betonte auch die Ausweitung der Zusammenarbeit bei Seltenerdmetallen und schlug vor, dass eine neu eingerichtete Arbeitsgruppe konkrete Empfehlungen für eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit bei der Gewinnung und Verarbeitung entwickeln sollte.
Ein weiterer Schwerpunkt war die digitale Transformation. Kasachstan treibt eine ehrgeizige nationale Digitalisierungsagenda voran, einschließlich der Eröffnung des internationalen Zentrums Alem.ai, der Einrichtung einer spezialisierten Forschungsuniversität und der Bereitstellung eines nationalen Supercomputers. Tokayev lud usbekische Unternehmen ein, die Zusammenarbeit in den Bereichen künstliche Intelligenz und digitale Technologien zu vertiefen, und verwies auf das erfolgreiche Beispiel der Zusammenarbeit zwischen Astana Hub und dem IT Park Usbekistan.



