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VerteidigungDeutsche Bahn macht erstmals seit 2019 Gewinn

Deutsche Bahn macht erstmals seit 2019 Gewinn

Aufgrund von Kostensenkungen und hoher Nachfrage ist die Deutsche Bahn (DB) erstmals seit sieben Jahren wieder zurück in der Gewinnzone. Unter dem Strich verzeichnete der bundeseigene Konzern nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr ein Plus von 147 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro.

Die Zahl der Reisenden legte ebenfalls um 1,8 Prozent zu, und zwar auf 960 Millionen. Das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 17 Millionen Fahrgäste mehr. Die  Bahn sieht den Hauptgrund für das kräftige Plus in den hohen Kraftstoffpreisen in Deutschland. Viele Pendler und Fernreisende seien vom Auto auf den Zug umgestiegen.

Bahnchefin Palla spricht von Erfolg

Die seit Oktober amtierende Bahnchefin Evelyn Palla sieht den Konzern “im ersten Halbjahr 2026 gut vorangekommen”. “Wir haben eine wichtige Wegmarke erreicht. Auch wenn bei der Sanierung der Schiene nichts schnell geht, liefern wir jetzt Schritt für Schritt, was wir versprochen haben”, erklärte sie.

Deutschland Berlin 2026 | DB-Chefin Evelyn Palla
DB-Chefin Evelyn Palla (Juli 2026) Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa/picture alliance

2026 bezeichnet die Bahn als “Super-Baujahr”: Im ersten Halbjahr seien 14.000 Baustellen fertiggestellt worden. Das Baugeschehen spiegelt sich auch in den Investitionen wider: Sie legten um 18 Prozent zu auf 8,7 Milliarden Euro – “der höchste Halbjahreswert in der Geschichte der DB”. Das meiste Geld gaben Bund und die Bahn selbst. Die Netto-Schulden der DB stiegen daher um eine Milliarde Euro auf 21,6 Milliarden Euro.

Eine Schwachstelle: die Pünktlichkeit

Unter den vielen Baustellen leidet die Pünktlichkeit. Im Fernverkehr der DB waren es nur 59 Prozent der Züge, die weniger als sechs Minuten zu spät kamen – was bei der Bahn noch als pünktlich gilt. Im Gesamtjahr 2025 betrug die Pünktlichkeit hier 60,1 Prozent. Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeit zwischen Januar und Juni mit 88,2 Prozent höher.

Deutschland Frankfurt am Main 2026 | Reisende im Hauptbahnhof
Reisende im Hauptbahnhof Frankfurt am Main (Juni 2026) Bild: Andreas Arnold/dpa/picture alliance

Neben den Baustellen und dem maroden Schienennetz trugen auch der Wintereinbruch im Januar und Februar sowie die Hitzewelle im Juni zu den schlechten Pünktlichkeitswerten bei, wie die Bahn erläuterte.

Palla betont immer wieder, dass es noch etwa zehn Jahre dauern werde, bis der Bahnverkehr zuverlässig und stabil läuft. Unter dem Titel “DB 2035” leitete die Bahnchefin im vergangenen Jahr einen umfangreichen Konzernumbau ein. Dieser umfasst auch Stellenstreichungen und andere Sparmaßnahmen. Im Fernverkehr läuft ein eigenes Sanierungsprogramm.

se/pgr (rtr, afp, dpa) 

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Quelle:

www.dw.com