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UmweltNews kompakt: 27 Tote bei Brand in Bangkoker Pub

News kompakt: 27 Tote bei Brand in Bangkoker Pub

Bei einem verheerenden Feuer in einem Lokal in Bangkok sind mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Wie Thailands Behörden mitteilten, wurden 63 weitere Personen verletzt, von ⁠ihnen lebensgefährlich⁠. Blockierte Notausgänge erschwerten den Gästen die Flucht aus dem brennenden Gebäude.

Das Feuer war gegen Mitternacht Ortszeit in dem Pub in einem belebten Viertel im Norden der thailändischen Hauptstadt ausgebrochen. Ersten Einschätzungen der Katastrophenschutzbehörde zufolge löste ein Kurzschluss in einer Klimaanlage den Brand aus.

Wieder Angriffe im Krieg zwischen USA und Iran

Die Vereinigten Staaten haben erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Streitkräfte hätten in der Nacht weitere Attacken gestartet, teilte das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM mit. Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen.

Iran 2026 | Rauch und Feuerschweif eines Projektils kurz nach dem Start in nächtlicher Umgebung (12.07.2026)
Start eines US-Projektils in der Nacht Bild: U.S. Central Command/Handout/REUTERS

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten ebenfalls mit Attacken. Ziel waren wieder mit den USA verbündete Nahost-Staaten. Bahrain, Kuwait und Jordanien melden, feindliche Projektile abgewehrt zu haben.

Weiterer US-Ebola-Patient jetzt in Deutschland

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist erneut ein mit Ebola infizierter US-Bürger aus dem Kongo in Zentralafrika nach Deutschland geflogen worden. Die Person sei in der Nacht auf dem Flughafen Frankfurt (am Main) gelandet und dann in die Universitätsklinik der Metropole im Bundesland Hessen gefahren worden. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesministeriums für Gesundheit der dpa.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite. Die Person wurde demnach positiv auf die dort derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des lebensgefährlichen Virus getestet. Vor zwei Monaten war ein an Ebola erkrankter US-Bürger in die deutsche Hauptstadt Berlin gebracht worden.

Ukraine: Ablösung der Regierungschefin

Mit einer Regierungsumbildung will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Land auf die Herausforderungen im fünften Kriegsjahr einstellen. Die Ukraine sei dabei, ihre “politische Strategie zu ändern”, erklärte Selenskyj. Unter anderen sollen nach seinen Angaben Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko und auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden ausgetauscht werden. Er sei Swyrydenko “dankbar für ihre klare, verlässliche und effektive Arbeit”, betonte der Staatschef.

Ukraine Kyjiw 2025 | Julia Swyrydenko am Rednerpult im Parlament (17.07.2027)
Regierungschefin Swyrydenko nach ihrer Ernennung vor einem Jahr im Parlament in KyjiwBild: Vadym Sarakhan/AP Photo/picture alliance

Die 40-Jährige hatte das Amt der Regierungschefin erst vor einem Jahr übernommen, zuvor war sie Wirtschaftsministerin. Neue Namen nannte Selenskyj nicht. Umbildungen des Kabinetts bedürfen der Zustimmung des Parlaments, wobei sich die Abgeordneten seit Beginn des russischen Angriffskriegs 2022 weitgehend hinter den Präsidenten gestellt haben.

In Paris kommt an diesem Montag die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine zu Beratungen zusammen. Die deutsche Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz bestätigt.

Entscheidung über Ungarns Präsident Sulyok

In Budapest stimmt Ungarns Parlament an diesem Montag über ein umstrittenes Vorhaben des neuen Regierungschefs Péter Magyar ab. Er will Staatspräsident Támas Sulyok mittels einer Verfassungsänderung absetzen. Magyars Tisza-Partei hatte bei der Parlamentswahl im April eine Zweidrittelmehrheit errungen. Damit hat der ungarische Regierungschef die Möglichkeit, Änderungen der Verfassung durchzusetzen.

Ungarn Budapest 2026 | Tamás Sulyok und Péter Magyar stehen sich gegenüber und geben sich offenbar die Hand (nicht im Bild zu sehen) (09.05.2026)
Ungarns Präsident Sulyok (l.) und Premier Magyar (im Mai)Bild: David Balogh/Xinhua/picture alliance

Der seit 2024 amtierende Sulyok gilt als Vertrauter des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán. Der Rechtspopulist war im Mai dieses Jahres von Magyar abgelöst worden. Zuletzt mehrte sich die Kritik, eine Absetzung Sulyoks könne einen gefährlichen Präzedenzfall in Ungarn schaffen. Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wandte sich gegen den Plan. Die Regierung in Budapest argumentiert hingegen, Sulyok habe einen – so wörtlich – “schweren Vertrauensverlust” erlitten.

Steinmeier rechtfertigt Bellevue-Sanierungskosten

Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die hohen Kosten für die Renovierung seines Berliner Amtssitzes verteidigt. Ohne die Sanierung könne das Schloss Bellevue “in dieser Form nicht länger als repräsentativer Sitz genutzt werden”, sagte er dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Steinmeier wies darauf hin, dass das Gebäude schon fast 250 Jahre alt ist. Mittlerweile sei unter anderem die Tragfähigkeit der Zimmerdecken eingeschränkt, berichtete der Bundespräsident. Zudem gehe es bei dem Bauvorhaben um weitere Gebäude und Sicherheitseinrichtungen.

Das Präsidialamt gibt die Gesamtkosten auf seiner Internetseite mit mindestens 600 Millionen Euro an, das ZDF bezifferte die erwartbaren Ausgaben sogar auf insgesamt eine Milliarde Euro. In den nächsten Jahren residiert das deutsche Staatsoberhaupt in einem Ausweichgebäude am Berliner Spreebogen. Steinmeiers Amtszeit endet bereits im Frühjahr 2027.

AR/wa/se (dpa, afp, rtr, ap, ZDF)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.


Quelle:

www.dw.com