Der österreichische Militärbischof Werner Freistetter hat die geplante Wehrdienstreform seines Landes begrüßt. Das sogenannte “6+3”-Modell und eine bessere Ausstattung des Dienstes seien ein “wichtiges Signal für die Sicherheit der Soldaten und die Anerkennung ihres Dienstes”, sagte Freistetter der Wiener Nachrichtenagentur Kathpress.
“Die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa lässt uns keine Zeit für Verzögerungen. Die Sicherheit unseres Landes und das Wohl jener, die ihren Dienst an der Gemeinschaft leisten, müssen im Mittelpunkt stehen”, betonte Freistetter.
Am Montag hatte sich die Regierung in Wien auf ein Modell für den Grundwehrdienst geeinigt, das nach einer sechsmonatigen Ausbildung drei Monate verpflichtende Übungen vorsieht. Weitere Neuerungen: Die Vergütung für Wehrdienstleistende steigt auf 1.000 Euro pro Monat, zudem wird Urlaub eingeführt.
Ausdruck der Fürsorgepflicht
Der Militärbischof sagte, den Grundwehrdienst um die Militärübungen zu ergänzen, sei ein “wichtiger und praxisnaher Schritt nach vorne”.
Eine vertiefte Ausbildung sei eine Frage der Fürsorgepflicht. Aus der Geschichte wisse man, “dass mangelhaft ausgebildete Soldaten im Ernstfall das höchste Risiko tragen”, sagte Freistetter. “Wer junge Menschen in den Dienst der Landesverteidigung ruft, muss sie so ausbilden, dass sie bestmöglich geschützt und handlungsfähig sind.”
Auch der höhere Sold und die Einführung eines Urlaubsanspruchs seien “ein längst überfälliges Zeichen der gesellschaftlichen Wertschätzung”, so der Bischof. Die Militärseelsorge wolle den Dienstleistenden “als unabhängige, vertrauliche Stütze zur Seite stehen” und Ansprechpartner in Orientierungsfragen oder bei Problemen im Dienstalltag sein.
Quelle:
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