Der irakische Social-Media-Influencer Om Fahad wurde in Bagdad tödlich erschossen
NEU-DELHI: Eine prominente irakische Social-Media-Influencerin, Om Fahad, wurde am Freitag vor ihrem Wohnsitz in Bagdad getötet, wie irakische Sicherheitsbeamte im Gespräch mit AFP sagten. Berichten zufolge hat ein Schütze auf einem Motorrad Om Fahad angegriffen, während sie in ihrem Auto saß Bezirk Zayouna. Der Angreifer, dessen Identität weiterhin unbekannt ist, näherte sich angeblich unter dem Deckmantel einer Lebensmittellieferung, bevor er den Angriff verübte. Om Fahad erlangte auf Plattformen wie TikTok Popularität für ihre unbeschwerten Videos mit irakischer Musik und ihren Tänzen, oft in figurbetonter Kleidung gekleidet. Ihr Inhalt sorgte jedoch für Kontroversen und führte im Februar 2023 zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe für das Teilen von Videos, die angeblich unanständige Äußerungen enthielten, die die Bescheidenheit und die öffentliche Moral in Frage stellten. Die irakische Regierung arbeitet aktiv daran, Social-Media-Inhalte zu regulieren, die sie als widersprüchlich empfindet mit irakischen Werten. Dazu gehört die Überwachung von Plattformen wie TikTok und YouTube, was zur Verhaftung mehrerer Influencer führte. Trotz anhaltender Jahre des Krieges und der konfessionellen Auseinandersetzungen nach der US-Invasion im Jahr 2003, die Saddam Hussein stürzte, hat der Irak Fortschritte in Richtung einer scheinbaren Stabilität gemacht. Allerdings sind die bürgerlichen Freiheiten, insbesondere für Frauen, sexuelle Minderheiten und andere Randgruppen, in der konservativen Gesellschaft weiterhin eingeschränkt.


