JAKARTA: Ein Vulkan auf der ostindonesischen Insel Halmahera brach am Samstag aus und spuckte eine fünf Kilometer hohe Aschewolke aus, teilte die Vulkanologiebehörde des Landes (PVMBG) mit, während die Katastrophenschutzbehörde vor möglichen Sturzfluten und kaltem Lavastrom warnte. Der Ausbruch des Vulkans Ibu um 11:03 Uhr (0203 GMT) folgte einer Reihe von Ausbrüchen im Mai, nachdem die Behörden ab April einen Anstieg der vulkanischen Aktivität festgestellt hatten, was zur Evakuierung von sieben nahegelegenen Dörfern führte. „Die Aschesäule ist grau, von dichter Intensität und neigt sich nach Südwesten“, sagte die Behörde und fügte hinzu, dass Anwohner und Touristen einen Abstand von mindestens 7 Kilometern zum aktiven Krater einhalten sollten. Von der Behörde geteilte Aufnahmen zeigten, wie der Vulkan Asche spuckte, die immer dichter wurde und sich schließlich zerstreute. Die indonesische Katastrophenschutzbehörde BNPB forderte die lokalen Behörden auf, mit sekundären Katastrophen wie Sturzfluten und kaltem Lavastrom zu rechnen. Analysen der nationalen Wetterdienstbehörde zeigen, dass in der Region mäßige bis starke Regenfälle möglich sind, allerdings wurde nicht gesagt, wann. „Wenn sich Material vom Ausbruch angesammelt hat, sollte es sofort weggeräumt werden, da es gefährlich ist. Bei starkem Regen kann es zu Sturzfluten kommen, die Schäden und viele Todesopfer fordern“, hatte Suharyanto, der Chef der BNPB, am Freitag in einer Erklärung erklärt. Der Vulkan befindet sich seit dem 16. Mai auf der höchsten Alarmstufe der PVMBG. Die jüngste Aktivität des Mount Ibu folgt einer Reihe von Ausbrüchen anderer Vulkane in Indonesien, das am pazifischen „Ring of Fire“ liegt und 127 aktive Vulkane hat. Sturzfluten und kalter Lavastrom vom Mount Marapi, einem der aktivsten Vulkane in der Provinz Westsumatra, überfluteten nach sintflutartigen Regenfällen am 11. Mai mehrere nahe gelegene Bezirke und töteten mindestens 67 Menschen, 20 Menschen werden noch vermisst.
Ausbruch des indonesischen Vulkans Ibu: Katastrophenschutz warnt vor möglichen Überschwemmungen und kaltem Lavastrom



