3 Diagramme zeigen, wo sich Jamie Dimons Kredit-„Kakerlaken“ auf dem Markt verstecken könnten
Laut Rosenberg Research gibt es Anzeichen dafür, dass Jamie Dimon Recht haben könnte, wenn es darum geht, dass auf dem Schuldenmarkt Kakerlaken lauern.
Das Forschungsunternehmen wies auf Anzeichen einer wachsenden Not bei den Krediten von Privathaushalten und Unternehmen hin.
Verbraucher und Unternehmen stehen unter Druck und geraten bei Zahlungen in Verzug.
Jamie Dimon könnte mit den Kakerlaken recht haben.
Der JPMorgan-Chef warnte die Märkte kürzlich, dass sich auf dem Kreditmarkt Probleme zusammenbrauen könnten. Seine Argumentation? „Es gibt immer mehr als eine Kakerlake, wenn man eine sieht“, sagte er.
Dimon äußerte sich zu den jüngsten aufsehenerregenden Misserfolgen des Autoteileherstellers First Brands und des Subprime-Autokreditgebers Tricolor Holdings. Laut Rosenberg Research gibt es jedoch Anzeichen dafür, dass der von Dimon angedeutete Befall bereits weiter verbreitet ist.
„Jamie Dimon scheint zunehmend Recht zu haben – es gibt immer mehr als eine ‚Kakerlake‘, wenn sich bei Haushalten und im Unternehmenssektor Anzeichen von Kreditproblemen häufen“, sagte das Unternehmen diese Woche und verwies auf die wichtigsten Anzeichen von Kreditproblemen, die es beobachtete.
Hier sind die Warnzeichen dafür, dass Kreditkakerlaken lauern könnten:
Immer mehr Kredite geraten in den Status „Verspätung“.
Der Saldo der Kredite, die neu in Verzug geraten sind oder bei denen Kreditnehmer mindestens 30 Tage mit ihren Zahlungen im Rückstand sind, stieg im dritten Quartal auf 5,3 %. Nach Angaben der New Yorker Fed ist das die höchste Rate neuer Zahlungsausfälle seit 2014.
Hier ist die Aufschlüsselung nach Kreditart für das dritte Quartal:
Immer mehr Verbraucher geraten auch in die sogenannte „schwere“ Kriminalität, bei der Kreditzahlungen 90 Tage oder mehr verspätet erfolgen.
Der Prozentsatz der Kredite, die in schwere Zahlungsausfälle übergingen, stieg im letzten Quartal auf 3 %, was ebenfalls den höchsten Wert seit mehr als einem Jahrzehnt darstellt.
Hier ist die Aufschlüsselung nach Kreditart für das letzte Quartal:
„Einfach ausgedrückt: Der Verbraucher ist gestresst. Immer mehr Haushalte müssen Gelder für die Bedienung ihrer Schulden abziehen und sich von diskretionären Ausgaben trennen, da die Kreditkosten weiterhin hoch sind“, schrieb das Unternehmen.
Auch die Konzerne stehen stärker unter Druck. Der Prozentsatz der Unternehmenskredite, die als notleidend gelten, sei im Jahr 2022 sprunghaft angestiegen und sei seitdem hoch geblieben, sagte Rosenberg unter Berufung auf Daten von Bloomberg Intelligence.

