Israelischer Minister: Die Türkei stellt die „größte Bedrohung“ für Israel dar
Der türkische Präsident Tayyip Erdogan nimmt am 30. Oktober 2025 an einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz im Präsidentenpalast in Ankara, Türkei, teil. Foto: REUTERS/Umit Bektas
i24 News – Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten und Bekämpfung von Antisemitismus, Amichai Chikli, warnte in einem Interview mit dem israelischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dass die Türkei derzeit „die größte Bedrohung für den Staat Israel“ darstelle.
Er kritisierte insbesondere den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Außenminister Hakan Fidan dafür, dass sie in der Region „eine sehr aggressive Außenpolitik“ verfolgten.
Chikli wies darauf hin, dass die wachsende Militärpräsenz der Türkei in Nordsyrien, einschließlich des Baus von Stützpunkten zur Unterstützung dschihadistischer Kräfte unter der Führung von al-Julani, ein direktes Sicherheitsrisiko für Israel darstelle. „Israel muss erkennen, dass das Böse aus dem Norden kommen wird“, sagte er und betonte die strategischen Risiken, die von den Aktivitäten und dem Einfluss Ankaras ausgehen.
Der Minister forderte Israel auf, seine politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu regionalen Partnern zu stärken, und hob Zypern, Griechenland und Italien als wichtige Verbündete hervor.
Er forderte eine verstärkte Zusammenarbeit im gesamten östlichen Mittelmeerraum, um regionalen Bedrohungen entgegenzuwirken und Israels Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen zu stärken.
In Verteidigungsfragen bekräftigte Chikli den Widerstand Israels gegen den Verkauf von F-35-Kampfflugzeugen an Länder in der Region und erklärte, dass solche Geschäfte nur in Betracht gezogen werden könnten, wenn sie mit umfassenderen Normalisierungsabkommen mit Israel verknüpft seien.
Er sprach auch über die feste Haltung Israels zur palästinensischen Staatlichkeit und sagte, dass die Schaffung eines neuen palästinensischen Staates nicht als Teil eines möglichen Normalisierungsabkommens mit Saudi-Arabien akzeptiert werde.


