Die Europäische Union ist weitgehend auf dem richtigen Weg, ihre Ziele zur Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen für 2030 zu erreichen. Laut dem neuesten „Trends and Projections“-Bericht der Europäischen Umweltagentur, der im November 2025 veröffentlicht wurde, sind die Netto-Treibhausgasemissionen der EU im Jahr 2024 um 2,5 % gesunken, was einer Gesamtreduzierung von 37 % im Vergleich zum Niveau von 1990 entspricht. Die EU-Mitgliedstaaten gehen insgesamt davon aus, bis 2030 eine Nettoemissionsreduzierung von 54 % gegenüber dem Niveau von 1990 zu erreichen, was dem gesetzlich festgelegten Ziel von 55 % sehr nahe kommt, vorausgesetzt, die aktuelle und geplante Politik wird vollständig umgesetzt.
Die Netto-Treibhausgasemissionen der EU (ohne internationalen Luft- und Seeverkehr) sind um mehr als 39 % zurückgegangen. Darüber hinaus ist die EU auf dem besten Weg, bis 2030 mindestens 42,5 % erneuerbare Energien zu nutzen, obwohl jüngste Daten darauf hindeuten, dass dieses Ziel knapp verfehlt werden könnte (rund 41 %). Dieser Fortschritt zeigt eine starke Übereinstimmung mit den klimarechtlichen Zielen der EU hin zu einer klimaneutralen Zukunft.
Auf globaler Ebene zeigen einige Regionen wie die EU zwar vielversprechende Trends, das Gesamtbild ist jedoch gemischter. In einem UNEP-Bericht wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass viele wichtige Sektoren weltweit im Jahr 2024 einen Emissionsanstieg verzeichneten und dass die globalen Emissionen unter der derzeitigen Politik nicht ausreichend zurückgehen werden, um das im Pariser Abkommen vereinbarte 1,5°C-Ziel zu erreichen. Die Emissionen der G20-Länder werden voraussichtlich sinken, jedoch nicht in dem weltweit erforderlichen Ausmaß.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EU weitgehend auf dem richtigen Weg ist, ihre Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 zu erreichen, wobei die Nettoreduktionen auf der Grundlage aktueller Prognosen und politischer Umsetzungen nahe dem 55-Prozent-Ziel liegen. Weltweit sind Emissionsreduzierungen weniger optimistisch, da viele Länder noch stärkere Verpflichtungen und Maßnahmen zur Erreichung der Ziele für 2030 benötigen.
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