Fast 90 Prozent dieser Kinder leben in Afrika südlich der Sahara und in Südasien, aber selbst in Ländern mit hohem Einkommen leben 23 Prozent von einem Einkommen, das deutlich unter dem ihrer Altersgenossen liegt.
„Das muss nicht so sein“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. „Wenn sich Regierungen dazu verpflichten, die Kinderarmut durch die Umsetzung wirksamer Maßnahmen zu beenden, können sie Kindern eine Welt voller Möglichkeiten eröffnen.“
Der Bericht stützt sich auf Daten aus mehr als 130 Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen und bewertet die Benachteiligung in sechs Bereichen: Bildung, Gesundheit, Ernährung, Wohnen, Sanitärversorgung und Wasser.
Warum es wichtig ist
Armut beeinträchtigt die Gesundheit, Entwicklung und das Lernen von Kindern und führt zu schlechteren Beschäftigungsaussichten, einer kürzeren Lebenserwartung und einer höheren Rate an Depressionen und Angstzuständen.
UNICEF stellt fest, dass in mindestens drei der untersuchten Gebiete 118 Millionen Kinder benachteiligt sind. Diese Ergebnisse sind darauf zurückzuführen, dass viele Regierungen ihre Auslandshilfe reduzieren. Die Agentur warnt davor, dass durch Budgetkürzungen bis zum nächsten Jahr sechs Millionen weitere Kinder von der Schule ferngehalten werden könnten.
Das diesjährige Thema des Weltkindertages „Mein Tag, meine Rechte“ beleuchtet die Stimmen von Kindern und ihre gelebten Erfahrungen.
Ergebnisse
Die Kinderarmut ist am stärksten in Afrika südlich der Sahara und Südasien konzentriert. In Ländern mit niedrigem Einkommen haben 65 Prozent der Kinder keinen Zugang zu Toiletten, was ihre Gefährdung durch Krankheiten erhöht. Die Benachteiligung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist von 51 Prozent im Jahr 2013 auf 41 Prozent im Jahr 2023 gesunken, aber der Fortschritt stagniert aufgrund von Konflikten, klimatischen Belastungen, Technologieunterschieden und Finanzierungskürzungen. Nationale Politik kann die Ergebnisse verändern: Tansania hat die sogenannte multidimensionale Kinderarmut zwischen 2000 und 2023 um 46 Prozent und Bangladesch um 32 Prozent reduziert, dank staatlicher Sozialschutzprogramme.
Wie man Kinderarmut reduzieren kann
Machen Sie die Beendigung der Kinderarmut zu einer nationalen Priorität. Berücksichtigen Sie die Bedürfnisse von Kindern in der Wirtschaftspolitik und im Haushalt. Bereitstellung von Sozialschutzprogrammen, einschließlich Bargeldunterstützung für Familien. Erweitern Sie den Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen: Bildung, Gesundheitsversorgung, Wasser, Sanitärversorgung, Ernährung und Wohnen. Fördern Sie menschenwürdige Arbeit für Eltern und Erziehungsberechtigte, um die Stabilität des Haushalts zu stärken.
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