Elektrisch, Schall oder oszillierend: Das sind die Zahnbürsten im Überblick
Die drei Arten der elektrischen Zahnbürste und wie sie Ihre Zähne reinigen im Überblick:
Oszillierende Zahnbürsten: Die rotierende elektrische Zahnbürste ist mit einem kleinen, runden Bürstenkopf ausgestattet. Dieser putzt die Zähne mit ca. 8.000 Kreisbewegungen pro Minute – der Klassiker der elektrischen Zahnbürsten.Schallzahnbürsten: Die elektrische Zahnbürste mit einem länglichen Bürstenkopf – sie rotieren bis zu 62.000 Mal pro Minute. Diese Vibration sorgt für ein sanfteres Zähneputzen, da kaum Druck auf die Zähne ausgeübt werden muss. Fun Fact: Schallzahnbürsten putzen nicht die Zähne mit Ultraschallwellen. Der Name kommt vom Klang der Vibration.Smarte Zahnbürsten: Dank neuester Technologien sind viele elektrische Zahnbürsten bereits smart. Wem das sture Zähneputzen nicht reicht, der greift zu einer smarten Zahnbürste, um Daten über das Putzverhalten und den Putzdruck zu erhalten – ein Nice-to-have für die Technik-Fans der heutigen Zeit.Ultraschall-Zahnbürsten: Ultraschall-Zahnbürsten arbeiten mit hochfrequenten Schwingungen, die weit über denen herkömmlicher Schallzahnbürsten liegen – oft über 1,6 Millionen Schwingungen pro Sekunde. Statt durch mechanische Bewegung reinigen sie vor allem durch Mikrobläschen, die selbst in feinste Zahnzwischenräume vordringen und Plaque sowie Bakterien besonders sanft entfernen – ideal für empfindliches Zahnfleisch oder Träger von Zahnspangen.
Worauf muss ich beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste achten?
Wichtig sind ein sanfter, aber leistungsstarker Putzmechanismus (Schall- oder Rotationsbürste), ein Drucksensor, verschiedene Reinigungsmodi und ein Akku mit langer Laufzeit. Auch Wechselköpfe sollten leicht erhältlich sein.
Dr. Katharina Broos
Sich für das richtige Modell zu entscheiden, ist gar nicht so leicht. Vielleicht stehen auch Sie gerade vor der Frage: Worauf muss ich beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste achten? Wir haben hier einige Kriterien für Sie zusammengestellt, die Sie in Ihre Kaufentscheidung mit einfließen lassen können:
Oszillierend-rotierend oder Schall: Insgesamt unterscheidet man bei elektrischen Zahnbürsten zwischen zwei Hauptmodellen mit verschiedenen Funktionsweisen und Reinigungsmethoden.Verfügt die elektrische Zahnbürste über einen Timer? Besonders praktisch ist es, wenn das Modell über ein integriertes Putzzeit-Signal verfügt. Um die Zähne optimal zu reinigen, sollte morgens und abends für jeweils zwei bis drei Minuten geputzt werden. Die besten elektrischen Zahnbürsten signalisieren Ihnen circa alle 30 Sekunden, dass Sie zum nächsten Zahnabschnitt wechseln sollen.Wollen Sie eine smarte Zahnbürste? Manche elektrische Zahnbürsten lassen sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und senden darüber Daten an eine dazugehörige App. Dort können mithilfe einer Statistik, das Putzverhalten und der Druck getrackt werden. Dies kann das eigene Zahnputzverhalten positiv beeinflussen, jedoch muss jede:r für sich selbst entscheiden, ob eine solche Funktion gewünscht ist.Wie lange hält der Akku? Wer viel unterwegs ist, sollte auf jeden Fall auf eine elektrische Zahnbürste mit langer Akkulaufzeit setzen. Hier unterscheiden sich die Modelle der verschiedenen Hersteller zum Großteil sehr. Dieser Faktor sollte bei der Kaufentscheidung unbedingt mit einbezogen werden. Am besten wählt man ein Modell, das mithilfe einer LED-Anzeige den Akkustand anzeigt.
Welche Zusatzfunktionen sind bei elektrischen Zahnbürsten sinnvoll?
Ein Drucksensor schützt das Zahnfleisch, ein Timer stellt sicher, dass man wirklich zwei Minuten putzt. Smarte Apps können zusätzlich helfen, Putzmuster zu optimieren – das ist besonders für Technikliebhaber spannend.
Dr. Katharina Broos
Zu den Must-haves bei einer elektrischen Zahnbürste zählen unserer Meinung nach eine Andruckkontrolle, ein Timer mit Intervall-Funktion sowie verschiedene Putzmodi. Mit diesen Grundfunktionen lässt sich ein solides Putzergebnis erzielen, das individuelle Bedürfnisse wie zum Beispiel empfindliches Zahnfleisch, Zahnfleischrückgang oder sensible Zähne berücksichtigt. Jede gute elektrische Zahnbürste hat wechselbare Bürstenköpfe, sodass zwischen weich, mittel und hart gewechselt werden kann. Zu den nützlichen (aber nicht zwingend notwendigen) Zusatzfunktionen zählen eine Bluetooth-Verbindung mit App-Anschluss. Auch eine LED-Anzeige ist nicht entscheidend, kann aber durchaus praktisch sein, um sich den Akkustand oder das gewählte Putzprogramm anzeigen zu lassen. Praktisch ist natürlich auch ein Etui, in dem die elektrische Zahnbürste unterwegs verstaut werden kann.
Welche elektrische Zahnbürste empfehlen Zahnärzt:innen?
Ich empfehle Schallzahnbürsten oder die rotierenden Modelle. IMMER mit Drucksensor und den weichsten Borstenköpfen für eine schonende und trotzdem gründliche Reinigung.
Dr. Katharina Broos
Viele Zahnärzt:innen empfehlen aber Modelle von Philips oder Oral-B, da es sich dabei um die etablierten Marken auf dem Markt handelt, die nachweislich effektive Plaque entfernen und die Mundgesundheit verbessern. Hoch im Kurs stehen bei Zahnärzt:innen auch Schallzahnbürsten. Der Grund: Die superschnelle Vibration sorgt dafür, dass sich Bakterien an Zähnen auch da lösen, wo andere Zahnbürsten gar nicht erst Zugang finden. Insbesondere die Zahnzwischenräume bleiben gerne ungeputzt. Ob freiliegende Zahnhälse, Parodontitis, hohe Kariesbildung oder Zahnfleischverletzungen – eine Schallzahnbürste ist schonender und effektiver als andere Zahnbürsten.
Wann muss man den Bürstenkopf der elektrischen Zahnbürste wechseln?
In der Regel sollten Sie die Bürste spätestens alle drei Monate austauschen. Doch auch schon davor sollte man den Bürstenkopf regelmäßig auf Abnutzungserscheinungen überprüfen, denn wenn die Borsten sehr abgenutzt sind, reinigen sie weniger effektiv. Ausgefranste oder verbogene Borsten mindern nicht nur die Reinigungsleistung, sondern können auch ein Verletzungsrisiko für empfindliches Zahnfleisch darstellen. Manche Modelle verfügen zudem über Indikator-Borsten, die sich mit der Zeit verfärben. Zum Beispiel verblassen bei Oral-B mit der Zeit die blauen Borsten und zeigen so an, wann es Zeit ist zu wechseln.
Folgekosten von elektrischen Zahnbürsten
Neben dem Kaufpreis entstehen bei elektrischen Zahnbürsten laufende Folgekosten für Ersatzbürsten. In der Regel empfehlen Hersteller, den Bürstenkopf etwa alle drei Monate zu wechseln – das entspricht vier Aufsteckbürsten pro Jahr. Je nach Modell, Lieferumfang und gewähltem Bürstenkopf-System können dafür pro Jahr zusätzliche Kosten im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich anfallen, also häufig Kosten zwischen ca. 20 und 60 Euro.
Wie hoch der Betrag tatsächlich ausfällt, hängt auch vom Lieferumfang ab. Einige Premium-Modelle enthalten bereits mehrere Bürstenköpfe, sodass im ersten Jahr kein Nachkaufen nötig ist. Zudem unterscheiden sich die Preise zwischen Original-Bürsten und kompatiblen Alternativen teilweise deutlich. Wer Multipacks nutzt oder Angebote abpasst, kann die laufenden Kosten spürbar reduzieren.
Alle FAQs beantwortet:
Sind oszillierende Zahnbürsten oder Schallzahnbürsten besser?
Beide Technologien reinigen effektiv, aber oszillierende Bürsten sind besonders gründlich bei Plaque an einzelnen Zähnen, während Schallzahnbürsten durch ihre sanften Vibrationen auch schwer erreichbare Stellen gut erreichen.
Sind elektrische Zahnbürsten besser als manuelle Zahnbürsten?
Ja, elektrische Zahnbürsten entfernen in der Regel mehr Plaque und helfen durch integrierte Timer und Bewegungen dabei, die Zähne gleichmäßig und gründlich zu putzen.
Wie lange sollte man mit einer elektrischen Zahnbürste die Zähne putzen?
Zwei Minuten sind ideal – viele Modelle helfen mit einem eingebauten Timer dabei, diese empfohlene Putzdauer einfach einzuhalten.
Ist Philips oder Oral-B besser?
Ob man sich für eine Zahnbürste von Philips oder Oral-B entscheidet, kommt auf die persönlichen Vorlieben und Bedürfnisse an. Generell lässt sich sagen, dass beide Marken in unserem Test sehr gut abschneiden und mit ihren unterschiedlichen Modellen die Tester:innen überzeugen. Der größte Unterschied zwischen den beiden Marken sind die Funktionsweisen der elektrischen Zahnbürsten: Philips Sonicare Zahnbürsten arbeiten mit Schalltechnologie. Oral-B hingegen verwendet oszillierend-rotierende Bewegungen. Beide Arten reinigen die Zähne effektiv und sanft.
Welche elektrische Zahnbürste reinigt besser – rotierend oder Schall?
Schallzahnbürsten reinigen durch ihre sanfte Vibration besser und schonender. Sie erzeugen bis zu 62.000 Bürstenbewegungen pro Minute oder mehr, während eine rotierende elektrische Zahnbürste nur 7.000 bis 10.000 schafft.
Kann ich eine elektrische Zahnbürste unter der Dusche benutzen?
Die meisten elektrischen Zahnbürsten sind wasserdicht und können laut Hersteller unter der Dusche genutzt werden. Das sind Modelle mit IP-Zertifizierung, z. B. IPX7. Ladegerät und Netzteile müssen aber trocken bleiben.
Brauchen elektrische Zahnbürsten viel Strom?
Nein, den Stromverbrauch einer elektrischen Zahnbürste merkt man auf der Stromrechnung so gut wie gar nicht. Für optimale Energieeffizienz kann man den Ladesockel aber ausstecken, sobald die Zahnbürste vollgeladen ist.
Kann eine elektrische Zahnbürste Zahnstein entfernen?
Nein, bestehenden Zahnstein kann eine elektrische Zahnbürste nicht entfernen. Das ist nur bei einer professionellen Zahnreinigung möglich. Sie entfernt jedoch wirksam weichen Zahnbelag, also Plaque, und kann so Zahnstein vorbeugen. Da Plaque bereits nach etwa 24 bis 48 Stunden verhärten kann, ist regelmäßiges und gründliches Zähneputzen besonders wichtig.
Quelle:
www.gq-magazin.de



