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2. Bundesliga: Bochum bestraft Braunschweigs mutigen Auftritt

Stand: 12.04.2026 • 17:14 Uhr

Der VfL Bochum hat sich am 70. Geburtstag von Ehrenmitglied Herbert Grönemeyer mit einem Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig aus dem akuten Abstiegskampf befreit. Braunschweig spielte mutig, war aber zu fehleranfällig und rutschte so auf den Abstiegsrelegationsplatz der 2. Fußball-Bundesliga.

Beim 4:1 (2:0) am Sonntag trafen Gerrit Holtmann (13. Minute), Koji Miyoshi (45.+5), Farid Alfa-Ruprecht und Philipp Hofmann (90.+5) für den VfL Bochum. Lino Tempelmann konnte das Spiel mit seinem ersten Saisontor für Braunschweig kurz vor Schluss (84.) nicht mehr richtig spannend machen.

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Bochums Trainer Uwe Rösler sprach am Sportschau-Mikrofon von einer “geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der einige noch herausgeragt haben. Individuell und mannschaftstechnisch war das eine sehr, sehr gute Leistung heute”.

Sein Gegenüber Lars Kornetka verwies auf einen starken Start seines Teams, “es waren mit die besten 15 Minuten, seit ich da bin. Es war genauso, wie wir uns das vorgestellt haben, wir hatten das Spiel auch im Griff”. Das 0:1 sei dann wie ein “Schlag in die Fresse” gewesen. Als Fazit ziehe er heraus: “Die Jungs haben gewollt. Selbst bis zur letzten Minute, als das Spiel schon entschieden war, haben wir noch weitergespielt, weil die Jungs an sich und an uns glauben. Und das werden wir bis zum Ende der Saison beibehalten.”

Mutige Braunschweiger Umstellung

Kornetka war es nach seiner Übernahme eigentlich gelungen, die Eintracht zu stabilisieren. Die abstiegsbedrohten Braunschweiger hatten seit seinem Amtsantritt ligaweit nicht nur die wenigsten Gegentore, sondern sogar die wenigsten Torschüsse zugelassen. In Bochum sollte eine Doppelspitze aus Jovan Mijatovic und Erencan Yadimci jetzt noch für mehr eigene Torgefahr sorgen.

“Wir haben was aufzuholen”, erklärte Kornetka die taktische Umstellung vor dem Spiel. “Wir wollen nach vorne agieren, wir wollen früh Druck machen.” Und der Plan schien erstmal aufzugehen. Nach 21 Sekunden brachte Mijatovic den Ball zum ersten Mal scharf in den Strafraum, aber Mehmet Aydin war etwas überhastet im Abschluss und schoss den Ball weit über die Latte.

Braunschweig gehört die Anfangsphase, Bochum das erste Tor

Auch in den Folgeminuten war Braunschweig die spielbestimmende Mannschaft. Den Führungstreffer gab es aber auf der anderen Seite. Dem wieder etwas zu überhasteten Aydin misslang eine eigentlich simple Klärung und so landete der Ball vor dem schnell schaltenden Philipp Hofmann. Hofmann hätte selbst den Abschluss suchen können, gab den Ball aber an Gerrit Holtmann weiter, der aus 15 Metern flach ins lange Eck zum 1:0 traf (13.).

Gerrit Holtmann (l.) bedankt sich am uneigennützigen Vorlagengeber Philipp Hofmann (r.)

VAR-Unterbrechung nach kuriosem Foul

In der 30. Minute traf Hofmann dann selbst. Doch weil sein Teamkollege Mats Pannewig abseits des Geschehens ausrutschte und so versehentlich Max Marie zu Fall brachte, wurde der Treffer nach langer VAR-Unterbrechung wieder einkassiert. Braunschweig gelang in dieser Phase kaum etwas. Ein direkter Freistoß von Mijatovic an den rechten Pfosten war die einzige ernsthafte Torannäherung (38.).

Kurz vor der Pause erhöhte dann der VfL. Hofmann kontrollierte einen unsauberen Pass von Koji Miyoshi im Strafraum und schirmte den Ball daraufhin mit seinem bulligen Körper ab. Miyoshi, der seinem Pass hinterher in den Strafraum gefolgt war, pflückte sich den Ball von Hofmanns Füßen und verwandelte mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel zum 2:0 (45.+5).

Koji Miyoshi trifft sehenswert in den Knick.

Braunschweig bleibt mutig, Bochum bleibt eiskalt

Auch nach der Pause blieb Braunschweig mutig. Die Eintracht stand hoch und presste früh, während sich Bochum zurückzog, auf Fehler wartete und dann einen Konter nach dem anderen fuhr.

In der 50. und 52. Minute vergab Holtmann in wenigen Minuten zwei Mal die Chance auf die Vorentscheidung. Nach Braunschweiger Patzern konnte er zweimal von seinem linken Flügel aus alleine aufs Tor zulaufen, aber er scheiterte jeweils im Eins-gegen-Eins am starken Ron-Thorben Hoffmann im Braunschweiger Tor.

Die Vorentscheidung gelang dann Farid Alfa-Ruprecht, der in der 55. Minute für den mit Nackenschmerzen ausgewechselten Holtmann ins Spiel kam. Mal wieder gingen die Braunschweiger nicht konsequent genug auf den Ball und waren dann hinten unsortiert. Alfa-Ruprecht kam nach etwas Kuddelmuddel an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss und sorgte für das 3:0 (68.).

Braunschweig trifft, kommt aber nicht mehr ran

Der Braunschweiger Druck wurde erst in der 84. Minute belohnt. Nach mehreren abgeblockten und gehaltenen Torschüssen erzwang Lino Tempelmann mit seinem zweiten Versuch aus etwa zehn Metern das Tor.

Kurz kam Nervosität auf den Bochumer Rängen auf, aber Braunschweig wurde ein geforderter Strafstoß in der Nachspielzeit nicht gewährt. Dafür gab es den Pfiff im anderen Strafraum. Leon Bell Bell hatte Callum Marshall ungeschickt zu Fall gebracht. Hofmann trat an und verwandelte zum 4:1-Endstand.

Bochum in Dresden, Braunschweig gegen Hertha

Bochum ist am Samstagmittag bei Tabellennachbar Dynamo Dresden zu Gast (13 Uhr). Braunschweig empfängt am Sonntagmittag Hertha BSC (13.30 Uhr).

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Quelle:

www.sportschau.de