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Sport40. Hamburg-Marathon: Fitwi schreibt Geschichte, Kipkoech läuft Rekord

40. Hamburg-Marathon: Fitwi schreibt Geschichte, Kipkoech läuft Rekord

Stand: 26.04.2026 • 12:02 Uhr

Othmane El-Goumri hat die 40. Ausgabe des Hamburgs-Marathons gewonnen, Samuel Fitwi wurde ganz starker Zweiter. Der Deutsche schrieb ebenso Geschichte wie Brillian Kipkoech bei den Frauen. Zehntausende Zuschauer feuern die rund 20.000 Hobbyathleten frenetisch an und machen das Jubiläum zu einem Fest.

Othmane El-Goumri war nicht zu halten auf den letzten Metern des Hamburg-Marathons. Der Marokkaner zog unwiderstehlich davon und gewann etwas überraschend in 2:04:24 Stunden die 40. Ausgabe der Traditionsveranstaltung.

Fitwi läuft zweitbeste deutsche Marathon-Zeit

Nur 21 Sekunden dahinter kam unter großem Jubel Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier) als Zweiter ins Ziel und lief als erster Deutscher nach 27 Jahren wieder auf das Treppchen in Hamburg. 2:04:45 Stunden bedeuteten persönliche Bestzeit für den 30-Jährigen und die bislang zweitbeste Zeit eines deutschen Athleten.

Im Ziel feierte Fitwi mit der Deutschland-Flagge über den Schultern ausgelassen seinen Coup. “Ich bin sehr, sehr glücklich”, sagte der Deutsche im NDR Interview. “Das Wetter hat mitgespielt, die Stimmung ist super, die Stadt ist toll. Auf jeden Fall wird heute noch ein bisschen gefeiert.”

Den zweiten deutschen Sieg bei dem Laufspektakel in der Hansestadt seit Jörg Peter 1991 verpasste Fitwi knapp. Unter die Top-Drei in Hamburg war zuletzt Carsten Eich 1999 ebenfalls mit Platz zwei gelaufen. Fitwi war beim Marathon in Valencia 2024 in 2:04:56 Stunden deutschen Rekord gelaufen, Ende des Vorjahres verbesserte allerdings Vizeweltmeister Amanal Petros die nationale Bestmarke auf 2:04:03 Stunden.

Aus deutscher Sicht legte in Hamburg zudem Aaron Bienenfeld (Düsseldorf Athletics) ein tolles Debüt hin, zeigte vom Start weg ein beherztes Rennen und wurde in 2:08:47 Stunden 16.

Kipkoech sorgt für Begeisterung

Bei den Frauen sorgte Siegerin Brillian Kipkoech für Begeisterungsstürme im Ziel. Die Kenianerin legte ein sensationelles Rennen hin und stellte in 2:17:05 Stunden einen Streckenrekord auf. Bei Tabea Themann (Hamburg Running) war die Freude ebenfalls grenzenlos. Als Achte in 2:30:32 Stunden lief sie Hamburger Rekord und sicherte sich den Meistertitel. “Ich bin überwältigt”, sagte Themann im NDR Interview.

Zehntausende Zuschauer an der Strecke

Über das ganze Marathon-Wochenende bewegten sich rund 46.000 Menschen durch die Straßen der Hansestadt. 20.000 Läufer und Läuferinnen hatten allein für die “Königsdisziplin”, die 42,195 Kilometer, gemeldet. Zehntausende Zuschauer säumen bei strahlendem Sonnenschein einmal mehr die malerische Strecke durch Hamburg, feuerten die Profis an und tragen aktuell noch Tausende Hobbyathleten ins Ziel.

Sportsenator Grote: “Stimmung ist sensationell”

Andy Grote (SPD), der das Rennen am frühen Morgen angeglast hatte, zeigte sich im NDR Interview an der Strecke begeistert: “Die Stimmung ist sensationell, die ganze Stadt geht mit. Keine andere Veranstaltung wird in Hamburg so gefeiert”, sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator. “Ganz viele auch internationale Läufer sagen, dass sie so eine Stimmung nur hier haben, darauf können wir schon ein bisschen stolz sein.”

“Das ist ein Vorgeschmack darauf, wie es sein könnte mit Olympia in Hamburg.”

Hamburgs Sportsenator Andy Grote (SPD)

Mit Blick auf die Olympiabewerbung der Hansestadt, in der auch die reibungslose Ausrichtung von Sport-Großveranstaltungen ein wichtiges Kriterium sind, hob Grote “die Verbindung aus Sport- und Stadt-Erlebnis” hervor. “Das ist ein Vorgeschmack darauf, wie es sein könnte mit Olympia in Hamburg.” Am 31. Mai stimmen die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt darüber ab, ob Hamburg sich für die Olympischen Spiele bewirbt.


Quelle:

www.sportschau.de

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