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SportDie Finals 2026 in Hannover - Sportarten, Sendezeiten, Livestreams

Die Finals 2026 in Hannover – Sportarten, Sendezeiten, Livestreams


FAQ

Stand: 14.04.2026 • 14:40 Uhr

Vom 23. bis 26. Juli finden in Hannover die Finals 2026 statt. Bei der sechsten Ausgabe des Multisportevents werden in zehn unterschiedlichen Sportstätten 143 Meistertitel in 24 Sportarten vergeben.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay formulierte schon bei der ersten Präsentation große Pläne: “Es ist die größte Sportveranstaltung in der Stadt seit der Fußball-WM 2006. Und wir wollen den Menschen ein weiteres Sommermärchen schenken.”

Der Großteil der Wettkämpfe findet mitten in der Stadt statt, die meisten Veranstaltungen können kostenlos in den Wettkampfstätten verfolgt werden. Vom Stabhochsprung auf dem Opernplatz, Rapid Surfen auf der Leinewelle bis zum Breaking im Neuen Rathaus. Die Leichtathletik-Wettkämpfe gehören zwar zu den Finals, finden bis auf den Stabhochsprung aber in Bochum-Wattenscheid statt.

Premiere für die Finals war 2019 in Berlin. 2020 musste die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Im vergangenen Jahr wurde das Multisportevent mit 20 Sportarten in Dresden ausgetragen. Im kommenden Jahr ist Stuttgart Gastgeber.

Welche Sportarten sind dabei?

Wie schon bei den vergangenen Ausgaben werden auch bei den Finals 2026 Meisterschaften in ganz unterschiedlichen Sportarten ausgetragen – vom Traditionellen bis hin zu Trendsportarten. So wird wieder geturnt (Geräte und Trampolin), gerudert, gesegelt oder mit dem Bogen geschossen. Es wird aber auch auf Tempo geklettert, BMX gefahren und viel gekämpft.

Im Vergleich zu Dresden sind mit Beachvolleyball (Vereinsmeisterschaften), BMX Flatland, Gewichtheben, Ju-Jutsu, Judo, Karate, Rapid Surfen, Schwimmen, Segeln und Windsurfen gleich zehn neue Sportarten mit dabei. Die Schwimmer warten sogar mit einem Novum auf: In Hannover werden erstmals Sprint- und Lagenmeisterschaften ausgetragen.

Sportakrobatik, Lacrosse, Faustball und Wowball, Badminton, Fechten und Stand-up-Paddling stehen hingegen nicht mehr im “offiziellen” Sport-Programm der Finals.

Wieso finden die Leichtathletik-Wettkämpfe in Bochum statt?

Die deutschen Meisterschaften vergibt der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV). Das Problem: In Hannover gibt es kein geeignetes Stadion. Eine Austragung im nahen Braunschweig wäre möglich gewesen, die Löwenstadt hatte sich aber nicht um eine Austragung beworben.

Den Zuschlag bekam Bochum mit dem gerade renovierten Lohrheidestadion im Stadtbezirk Wattenscheid. Die deutschen Meisterschaften sind die erste große Veranstaltung seit der feierlichen Eröffnung des Stadions.

Mit dem Termin am 25. und 26. Juli passen sie zeitlich ins Programm. In Hannover finden an den beiden Tagen davor die Stabhochsprungwettbewerbe vor besonderer Kulisse in der Innenstadt statt – und sollen ein Appetitmacher für die folgenden Wettbewerbe in Wattenscheid sein.

Wo werden die Wettkämpfe ausgetragen?

In Hannover werden die Wettbewerbe an neun verschiedenen Orten ausgetragen – dazu das Lohrheidestadion in Bochum. Das Zentrum der Veranstaltung sind die Hannoveraner Innenstadt (Opernplatz, Neues Rathaus) mit dem nahen Maschsee und dem Gelände rund um das 96-Stadion samt Olympia-Stützpunkt. Hier steigt der Großteil der Veranstaltungen – vom Schwimmen bis zum Speed-Klettern.

Knapp zehn Kilometer sind es bis zur ZAG Arena, in der normalerweise die Handballer der TSV Hannover-Burgdorf ihre Heimspiele austragen. Hier haben bei den Finals die Veranstaltungen im Turnen ihre Heimat. In der Region Hannover (35 km entfernt) werden die Wettkämpfe im Coastal Rowing, Triathlon, Segeln und Windsurfen ausgetragen – auf und am Steinhuder Meer.

Die Wettkampfstätten in Hannover

Ort
Sportarten

Enercity Leinewelle

Rapid Surfen

Erika-Fisch-Stadion

7er-Rugby, Flag Football

Maschsee

Kanu, Rudern

Neues Rathaus

3×3 Basketball, Breaking, Bogenschießen, BMX Flatland

Opernplatz

Speed-Klettern, Beachvolleyball, Stabhochsprung

Stadionbad

Schwimmen

Steinhuder Meer

Coastal Rowing, Triathlon, Segeln, Windsurfen

Swiss Life Hall

Gewichtheben, Judo, Ju-Jutsu, Karate

ZAG Arena

Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik, Trampolin-Turnen

Lohrheidestadion Bochum

Leichtathletik

Die “Finals-Meile” soll entlang der Culemannstraße und im Maschpark die nördlichen und südlichen Wettkampfstandorte miteinander verbinden. Die Veranstalter planen “einen durchgängigen Erlebnisbereich”, sodass der Weg zwischen den unterschiedlichen Venues zu einer “Mitmachstrecke” für alle wird.

Gibt es Besonderheiten bei den Wettkämpfen?

Um sich den Gegebenheiten vor Ort anzupassen und um attraktivere Wettkämpfe anzubieten, haben mehrere Verbände extra für die Finals Wettkampfformen entwickelt. In Hannover werden erstmals deutsche Sprintmeisterschaften über die 50m-Strecken in allen vier Schwimmarten gesucht. Und das in einem Eliminationsformat mit mehreren Läufen an einem Abend. Dazu gibt es noch deutsche Lagenmeisterschaften mit einer Kombinationswertung von Rennen über 100 und 200 m sowie über 400 und 800 m.

Die Ruderstrecke ist auf 350 m begrenzt. Die Titel werden im Einer ebenfalls in Eliminationsrennen vergeben. In der Achter-Konkurrenz finden zunächst Time Trials statt.

Die Kanustrecke ist 160 m lang. Hier finden K.o.-Rennen auf jeweils zwei Bahnen statt. Gepaddelt wird sowohl im Einer und Zweier, im Kajak und Canadier und auch im Para-Kanu.

Beim Windsurfen gibt es als neues Format den Teamsprint mit drei Athletinnen und Athleten in einer Staffelentscheidung. Das klassische Kursrennen findet separat statt.

TV und Livestream – Wie kann ich die Finals verfolgen?

Wer die Wettbewerbe in Hannover live vor Ort sehen will, kann dies fast überall kostenlos tun. Das haben die Veranstalter bereits mitgeteilt, aber auch einige Ausnahmen benannt: Eintrittskarten müssen beim Beachvolleyball, Schwimmen und auch für die Wettkämpfe in der ZAG Arena gekauft werden. Dort finden Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolin-Turnen statt. Wer ein Ticket kauft, kann dieses in Hannover auch als Fahrkarte im ÖPNV benutzen.

“Multisport-Events wie die Finals begeistern nicht nur im klassischen Fernsehen, sondern über alle Ausspielwege hinweg.”

ARD-Programmkoordinator Axel Balkausky

Für die Duelle beim 3×3 wird es aller Voraussicht nach erst ab dem Halbfinale Eintrittskarten geben. Für die Leichtathletik in Bochum müssen auch Tickets gekauft werden.

Wer die Wettkämpfe vor dem Fernseher oder mobil verfolgen möchte, kommt ebenfalls auf seine Kosten. ARD und ZDF übertragen an allen vier Tagen live im TV, darüber hinaus wird es zahlreiche Livestreams auf sportschau.de und in der ARD Mediathek geben. Insgesamt planen die Sender mit rund 100 Stunden Livestreaming und mit bis zu sechs Streams gleichzeitig.

Wie werden die Sportarten ausgewählt?

Damit Sportarten Teil der Finals sein können, gibt es zwei grundlegende Voraussetzungen: Es müssen deutsche Meisterschaften ausgetragen werden und es müssen die besten Athletinnen und Athleten teilnehmen. Das führte zum Beispiel dazu, dass die Olympia-Sportart Lacrosse nicht im Sportprogramm auftaucht. Deutsche Meisterschaften wären möglich gewesen. Die besten Spielerinnen und Spieler werden jedoch bei der zeitgleich stattfindenden EM antreten.

Multisportevent mit 143 deutschen Meistertiteln

Pfeil rechts

Insgesamt hat es deutlich mehr Bewerber um einen Platz bei den Finals gegeben, als Sportarten vorgesehen sind. Die Entscheidung treffen alle beteiligten Parteien gemeinsam. Kernsportarten sollen genauso dabei sein wie Trendsportarten und solche, die in der Region besonders beliebt sind. Im Fall von Hannover zum Beispiel Rugby.

Welchen Stellenwert haben die Finals für die Sportlerinnen und Sportlern?

Dadurch, dass die Finals bei den Sportverbänden einen hohen Stellenwert haben, sollen die jeweils besten Sportlerinnen und Sportler dabei sein. Im Schwimmen (EM im August in Paris) und bei der Leichtathletik (EM im August in Birmingham) sind die deutschen Meisterschaften ein gern genommener Leistungstest auf dem Weg zu den Saison-Höhepunkten. In vielen anderen Sportarten ist es ähnlich, teilweise sind die Finals aber auch schon selbst der Saisonhöhepunkt.

Wichtig: Sowohl im Rudern als auch beim Beachvolleyball finden in Hannover Vereinsmeisterschaften statt. Das kann dazu führen, dass die alltäglichen Partner und Partnerinnen (zum Beispiel im Deutschland-Achter) bei den Finals gegeneinander antreten lässt.

Welche Stars sind mit dabei?

Der Verbände haben angekündigt, dass die besten Athletinnen und Athleten ihrer Sportarten in Hannover dabei sein werden. Gleiches gilt für die Leichtathletik in Bochum. Beim Schwimmen gehen Stand jetzt die Olympiasieger Florian Wellbrock und Lukas Mertens genauso an den Start wie Weltmeisterin Anna Elendt. Im Beachvolleyball sollen Cinja Tilllmann, Svenja Müller und Nils Ehlers dabei sein. Ob Clemens Wickler (Schulter) rechtzeitig fit wird, ist noch nicht abzusehen.

Auf unterschiedliche Boote verteilt sind die Ruderer des Deutschland-Achters dabei. In der Rhythmischen Sportgymnastik tritt Olympiasiegerin Darja Varfolomeev an.

Insgesamt nehmen fast 4.000 Athletinnen und Athleten teil. Hinzu kommt ein Betreuerstab samt Coaches von 1.400 Personen.

Gibt es Para-Sport bei den Finals in Hannover?

Die Veranstalter haben sich eng mit dem Deutschen Behinderten Sportbund (DBS) abgestimmt. Dieses Mal sind Rudern, Kanu und Bogenschießen fester Bestandteil des Sportprogramms und werden auf denselben Sportanlagen ausgetragen. Die Titel sind auch bei der Gesamtzahl eingerechnet. Die Veranstalter hoffen, dass es künftig noch mehr Sportarten werden.


Quelle:

www.sportschau.de

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