Trotz eines Rückstands zur Halbzeitpause hat sich Alemannia Aachen bei Jahn Regensburg durchgesetzt und seine Serie ausgebaut.
Aachen gewann zum Auftakt des 34. Spieltags am Freitagabend mit 3:1 (0:1) und blieb auch im achten Spiel in Serie ungeschlagen. Das zweitbeste Rückrunden-Team der 3. Liga festigte mit seinem 16. Saisonsieg Tabellenplatz sieben, hat aber angesichts von sechs Punkten Rückstand auf Platz drei nur noch theoretische Chancen, in den Aufstiegskampf einzugreifen.
Mit 14 Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze steht Zweitliga-Absteiger Regensburg als Zwölfter im “Niemandsland” der Tabelle. Nach der Regensburger Führung durch Eric Hottmann (34.) drehte Aachen die Partie durch zwei Treffer von Lars Gindorf (48./52.), der seine Saisontore 21 und 22 erzielte und seine Führung in der Torjägerliste der 3. Liga ausbaute. Den Schlusspunkt setzte Mika Schroers (87.) mit dem Treffer zum 3:1.
Bei der Rückkehr von Mersad Selimbegovic zum Jahn, bei dem er als Spieler und Trainer insgesamt 17 Jahre verbrachte, nahm Aachens Coach nach dem 3:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart II nur eine Änderung an der Startelf vor: Der zuletzt gelbgesperrte Pierre Nadjombe begann auf der linken Abwehrseite anstelle von Matti Wagner. Regensburgs Trainer Sascha Hildmann bot nach dem 2:2 gegen 1860 München Oscar Schönfelder und Lucas Hermes für Benedikt Bauer und John Posselt auf.
Dominante Aachener nutzen Chancen nicht
Aachen war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und hatte die erste Gelegenheit durch Nadjombe (4.), dessen Volley-Schuss von der Strafraumgrenze knapp links am Tor vorbeiflog. Bei einem Vorstoß über die rechte Seite passte Mika Schroers flach vor das Regensburger Tor, wo Niklas Castelle (14.) in letzter Sekunde noch geblockt wurde. Die Alemannia presste weiter hoch und blieb dominant, Regensburg bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Nach einem Steilpass von Joel da Silva Kiala lief Schroers (18.) allein auf das Tor von Regensburgs Keeper Felix Gebhardt zu und hatte viel Zeit, schoss aber deutlich am rechten Winkel vorbei.
Für den Jahn lief es auch personell nicht rund: Nachdem die Gastgeber in der 9. Minute bereits Benedikt Saller für den verletzten Philipp Müller eingewechselt hatten, fiel ab der 28. Minute auch Lucas Hermes angeschlagen aus. Für ihn kam Hottmann. Kurz darauf hatte Aachen die nächste dicke Chance. In zentraler Position bekam Schroers (30.) zehn Meter vor dem Jahn-Tor den Ball, doch seinen Flachschuss konnte Gebhardt mit dem Fuß abwehren.
34. Spieltag
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Regensburg trifft nach Freistoß
Der Chancen-Wucher Aachens rächte sich, als der Jahn die erste nennenswerten Torchance zur Führung nutzte – unter Mithilfe von Fotis Pseftis. Ein scharfe, vor das Tor gezogene Freistoß-Flanke von Adrian Fein wehrte Aachens Torhüter mit den Fäusten nur unzureichend ab, sodass Hottmann (34.) den Abpraller aus kurzer Distanz mit dem Kopf über die Linie drücken konnte.
Mit der Führung im Rücken waren die Hausherren besser im Spiel und traten mit mehr Selbstvertrauen auf. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld machte Hottmann (41.) Tempo und setzte den Ball aus 16 Metern an den rechten Pfosten, ehe auch Noel Eichinger den Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte.
Aachener Doppelschlag nach der Pause
Nach der Halbzeitpause drehte Aachen die Partie innerhalb von vier Minuten durch einen Doppelschlag von Gindorf (48./52.). Zunächst spitzelte Gindorf den Ball am herausgerückten Jahn-Verteidiger Oehmichen vorbei, lief auf Gebhardt zu und schob den Ball mit der Pike am Regensburger Torwart vorbei. Dann zog Gindorf nach einem Zuspiel von Nadjombe von der Strafraumkante ab und ließ Gebhardt mit seinem präzisen Flachschuss in die untere rechte Ecke keine Chance.
Regensburg hatte unmittelbar die Möglichkeit zum Ausgleich, als Schönfelder flach vor das Aachener Tor passte und der am ersten Pfosten frei stehende Christian Kühlwetter (55.) am glänzend parierenden Pseftis scheiterte. Mit zunehmender Spielzeit überließ Aachen den Hausherren mehr den Ball. Florian Dietz (76.) ließ für Regensburg den Ausgleich liegen, als er nach einer Hereingabe Schönfelders in der Mitte nur noch den Fuß hinhalten musste, den Ball jedoch nicht ordentlich erwischte.
Ein grober Schnitzer von Nicolas Oliveira sorgte schließlich für die Entscheidung, als er einen zu kurz geratenen Pass zu seinem weit vor dem eigenen Tor stehenden Keeper Gebhardt spielte. Schroers (87.) erlief die Kugel und schlenzte sie aus fast 40 Metern ins Tor.
Alemannia Aachen weiter im Höhenflug
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Unsere Quellen:
Spiel zwischen Regensburg und Aachen am 17.04. 2026 beim Streamingdienst “MagentaSport”
Sendung: WDR.de, “Aachen feiert nächsten Sieg gegen Regensburg”, 17.04.2026, 21:08 Uhr
Quelle:
www.sportschau.de


