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Für den Frieden / Weltweit beten viele Menschen gemeinsam mit Papst Leo XIV.

Weltweit beteiligen sich viele Kirchen, Gemeinden und Organisationen am Aufruf des Papstes zu einer Gebetswache für den Frieden. Leo XIV. hatte dazu eingeladen, insbesondere mit Blick auf den jüngsten Krieg in Nahost, für den Frieden zu beten. Er selbst wird an diesem Samstag um 18 Uhr im Petersdom ein Rosenkranzgebet für den Frieden leiten, das unter anderem von Vatican News live übertragen wird.

Bistümer, Gemeinden und Organisationen in der ganzen Welt kündigten unterdessen ihre Beteiligung an der Friedensinitiative des Papstes an. Ebenso schloss sich die in vielen Ländern aktive katholische Gemeinschaft Sant’Egidio dem Appell an. Die Friedensbewegung Pax Christi, die derzeit in Rom tagt, wird mit dem Papst im Petersdom beten.

Brasilien mit Gebetswache seiner Zeit voraus

In Brasiliens Metropole Rio de Janeiro hatten bereits Menschen rund um die berühmte Christusstatue eine ganze Nacht lang für Frieden gebetet. Mit dem neunstündigen Gebet folge man dem an Ostern erfolgten Aufruf von Papst Leo, erklärte die Verwaltung des weltbekannten Baudenkmals.

Auch die Menschen in der Ukraine schließen sich der Friedenswache an, so das Oberhaupt der dortigen griechisch-katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, gegenüber Vatikanmedien. Für die Ukraine, die erst an diesem Sonntag das Osterfest begeht, sei es bereits das fünfte seit Beginn der russischen Invasion, sagte der Geistliche. Umso wichtiger sei es, für ein Ende der Kampfhandlungen zu beten.

Argentinien, Kolumbien, Libanon

In Argentinien rief die Bischofskonferenz Gemeinden und Familien auf, Gebetszeiten zu fördern, “um den Herrn um ein Ende der Konflikte und die Gnade eines echten Dialogs zwischen den Nationen zu bitten”. Auch in Kolumbien bekräftigte die Bischofskonferenz den Appell des Papstes. Jede Anstrengung zum Frieden sei wertvoll, besonders wenn sie einem Volk entspringe, das sich nach Versöhnung und Frieden sehnt, heißt es in der Botschaft der Bischöfe mit Bezug auf den Libanon.

Im Libanon selbst verfasste der maronitische Kardinal Bechara Boutros Rai ein Rundschreiben an die Gläubigen. In einer von Kriegen, Konflikten und Leid geprägten Welt sei die Kirche mehr denn je aufgerufen, “eine Stimme des Gebets und der Hoffnung, ein Zeugnis des Glaubens angesichts von Gewalt, Spaltung und Verzweiflung” zu sein, schrieb er an Priester, Ordensleute und Gläubige der maronitischen Kirche im Libanon, den Papst Leo XIV. Anfang Dezember besucht hatte.

Italien und Deutschland

In ganz Italien hatten sich zahlreiche Diözesen dem Aufruf des Papstes angeschlossen und Initiativen und Gebetszeiten organisiert. Unter anderem wird der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi, in seiner Bischofskirche in Bologna um 19.30 Uhr ein Abendgebet für den Frieden leiten.

In Deutschland schlossen sich laut Informationen der Deutschen Bischofskonferenz mehrere Bistümer dem Friedensgebet an. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki bat die Gläubigen im Erzbistum, sich dem Aufruf des Papstes anzuschließen. “Es ist wichtig, dass wir den leidgeprüften Menschen im Libanon unsere Solidarität zeigen. Die täglichen Berichte über Gewalt, Zerstörung und das Leid unschuldiger Menschen erschüttern mich immer wieder zutiefst”, erklärte Woelki.

Im Hamburger Mariendom werde das Friedensgebet in der Vorabendmesse aufgegriffen, teilte das Erzbistum in den Sozialen Medien mit und lud zum Mitbeten zu Hause, im Gottesdienst, im Stream oder den Kommentarspalten auf.


Quelle:

www.domradio.de