Melatonin wirkt bei Ihnen nicht? Diese 7 Fehler können dafür sorgen, dass das Schlafhormon bei Ihnen keine Wirkung zeigt.
Melatonin ist als Schlafhormon bekannt (auch wenn es noch viel mehr positive Wirkungen hat), das dabei helfen soll, den zirkadianen Rhythmus und somit die eigene Schlafroutine zu regulieren. Deshalb wird es oftmals bei Jetlag oder jenen Menschen mit vorübergehenden Schlafstörungen empfohlen.
Der Körper produziert Melatonin zwar auf natürliche Weise nachts und generell bei Dunkelheit auch selbst, doch es gibt durchaus Faktoren, die diese Produktion beeinträchtigen können. In solchen Fällen wird die Einnahme von Schlafmitteln vielfach empfohlen. Natürlich sollten Sie allerdings zuvor mit einer:einem Ärzt:in sprechen.
Das sollten Sie unbedingt über Melatonin wissen
Denn so wie bei jedem Nahrungsergänzungsmittel gibt es einige Dinge zu beachten. Zunächst wird dringend von einer langfristigen Einnahme abgeraten, da mögliche Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen und Tagesmüdigkeit eintreten können. Darüber hinaus ist es natürlich kein Wundermittel, das bei allen funktioniert und jegliche Schlafprobleme lösen kann.
7 Ursachen, warum Melatonin nicht richtig wirkt
#1: Sie nehmen es zur falschen Zeit ein
Melatonin benötigt zwischen 20 und 40 Minuten, um zu wirken. Die maximale Wirkung setzt erst nach einer Stunde ein, der Stoff an sich bleibt dann noch mehrere Stunden lang im Körper. Daher ist ein richtiges Timing essenziell.
Es wird empfohlen, das Präparat 1 bis 2 Stunden vor dem Schlafengehen einzunehmen. So kann es genau zum richtigen Zeitpunkt wirken, und gleichzeitig kann man vermeiden, dass man am nächsten Tag müde und träge ist (da es noch nicht vom Körper ausgeschieden wurde).
#2: Die Dosierung ist falsch
Es kann auch sein, dass Ihr Melatonin-Präparat nicht richtig wirkt, da Sie es schlicht falsch dosieren. Der Grund dafür ist ganz einfach: Nicht jeder Mensch benötigt die gleiche Menge an Melatonin. In der Regel werden 1 bis 3 Milligramm pro Nacht empfohlen, wobei eine zu niedrige Dosis potenziell nicht aushelfen und für Schläfrigkeit am nächsten Tag sorgen kann. Außerdem kann eine zu hohe Dosierung auf Dauer auch die generelle Reaktion des Körpers auf das Ergänzungsmittel beeinflussen. Sprich: Es wirkt nicht richtig.
#3: Ihre Schlafroutine ist ungesund
Melatonin ist kein Wundermittel. Sollte Ihre Schlafroutine an sich eher kontraproduktiv sein, dann kann Melatonin diese Missstände nicht gänzlich ausgleichen. Es gibt viele Dinge, die unseren Schlafrhythmus stören und das Einschlafen deutlich erschweren. Allen voran ist es natürlich die Bildschirmzeit am Smartphone, aber auch das Einschlafen beim Fernsehschauen oder mit angeschaltetem Licht im Raum ist alles andere als optimal. Blaues Licht hemmt die Melatoninproduktion und macht uns wacher. Ein Kaffee vor der Bettzeit ist genauso wenig hilfreich. Bei solchen Angewohnheiten kann Ihnen auch das beste Melatonin-Nahrungsergänzungsmittel nicht wirklich weiterhelfen.
Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle. Es gibt Lebensmittel, die die Melatoninproduktion fördern (Milch, Sauerkirschen, Pilze, Haferflocken etc.) und eben jene, die eher eine negative Auswirkung auf den Schlaf haben können (Fast Food, Alkohol, Kaffee, scharfes Essen, etc.).
Quelle:
www.gq-magazin.de



