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News kompakt: Forderungen und Drohungen vor Iran-Gesprächen

Unmittelbar vor Beginn der geplanten Friedensgespräche in Pakistan zwischen den USA und dem Iran haben beide Kriegsparteien auf ihren jeweiligen Forderungen beharrt. Für den Iran steht ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon im Vordergrund. Die USA fordern die vollständige Öffnung der Straße von Hormus.

Die von Vizepräsident JD Vance geführte US-Delegation und die iranischen Unterhändler unter der Leitung von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf stehen vor schwierigen Verhandlungen. Erste Gespräche dürften wohl indirekt stattfinden, mit Pakistan als Vermittler zwischen den beiden Seiten. Sollte es Fortschritte geben, könnte es auch zu direkten Verhandlungen kommen.

UN-Generalsekretär António Guterres rief die Unterhändler beider Kriegsparteien dazu auf, sich ernsthaft um eine dauerhafte Beilegung des Konflikts zu bemühen. Sie müssten die Gespräche in Pakistan als Chance nutzen, “um sich in gutem Glauben um eine dauerhafte und umfassende Einigung zu bemühen”, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. 

Artemis-2-Mission ist erfolgreich beendet

Nach ihrer historischen Mond-Umrundung sind die vier Astronauten der Artemis-2-Mission zurück auf der Erde. Die von Fallschirmen abgebremste “Orion”-Raumkapsel mit der Crew an Bord landete wie geplant am Freitagnachmittag (Ortszeit) vor der kalifornischen Küste im Pazifischen Ozean. Das zeigten Live-Aufnahmen der US-Weltraumbehörde NASA. Dort halfen Spezialteams den US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Kanadier Jeremy Hansen aus der Kapsel. Diese hatten sich 406.773 Kilometer von ​der Erde entfernt – weiter als jeder andere Mensch.

Winkende Astronautin Christina Koch, gestützt von zwei US-Marine-Soldaten
Alle sicher gelandet und glücklich – hier die einzige Astronautin der Artemis-2-Crew, Christina KochBild: Bill Ingalls/NASA/Anadolu/picture alliance

NASA-Chef Jared Isaacman sprach von einer perfekten Mission. Das sei erst der Anfang – für das Jahr 2028 sei eine Mondlandung geplant, betonte Isaacman.

Kurze Feuerpause im Ukraine-Krieg beginnt Samstagnachmittag

Anlässlich des orthodoxen Osterfestes soll im Ukraine-Krieg am Nachmittag eine knapp eineinhalbtägige Waffenruhe beginnen. Nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin endet die Feuerpause mit Ablauf des Sonntags. Der Kreml sprach von einer humanitären Geste. Orthodoxe Christen in der Ukraine und in Russland feiern Ostern an diesem Sonntag. In dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hat es bereits mehrere Versuche einer zeitlich begrenzten Waffenruhe an Feiertagen gegeben – beide Seiten warfen sich dann aber Verstöße vor.

In der Nacht gab es weiter russischen Angriffe auf die Ukraine, wobei ukrainischen Angaben ​zufolge ein Mensch ⁠getötet und mindestens acht weitere verletzt wurden. In der südlichen Region Odessa beschädigten russische Drohnen zudem ein ⁠Umspannwerk, wie die Behörden ​mitteilten.

EU identifiziert Hunderte Sicherheitsrisiken durch neues Grenzsystem

Seit Einführung des elektronischen Schengen-Einreisesystems (EES) im Oktober hat die EU rund 27.000 Drittstaatenangehörigen die Einreise verweigert. Mehr als 700 Personen wurden nach Angaben der EU-Kommission als Sicherheitsrisiko eingestuft. Insgesamt erfasste das System bislang 51,5 Millionen Ein- und Ausreisen.

Das EES wurde im Oktober vergangenen Jahres eingeführt, um Ein- und Ausreisen von Drittstaatlern genauer zu dokumentieren. Es ersetzt den bisherigen Passstempel durch biometrische Daten wie Gesichtsaufnahmen und Fingerabdrücke. Ziel ist es, Aufenthaltsüberschreitungen und Einreiseverbote besser nachzuvollziehen sowie den Datenzugriff zu beschleunigen. Dadurch soll auch die Bekämpfung von grenzüberschreitender Kriminalität und Terrorismus verbessert werden.

Tesla bringt erstes Fahrassistenzsystem nach Europa

Tesla führt in den Niederlanden als erstem Land in Europa die fortgeschrittene Version seines Fahrassistenzsystems ein. Vor der Zulassung habe Tesla seine Software in ganz Europa intern getestet, teilte der US-Elektroautobauer mit. Man bemühe sich um die Erlaubnis der Behörden in weiteren europäischen Ländern. In den USA können Tesla-Fahrer die Software, bei der der Mensch am Steuer weiter die Verantwortung trägt, schon seit Jahren nutzen. Vor allem in der Anfangszeit berichteten sie von vielen Fehlern, inzwischen verweist Tesla-Chef Elon Musk auf weitreichende Verbesserungen. 

Robo-Taxis – supercool oder megagefährlich?

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Trump-Regierung legt Pläne für 76 Meter hohen Triumphbogen vor

Die US-Regierung hat Pläne für einen riesigen Triumphbogen in der Hauptstadt Washington vorgestellt. Es werde weltweit der größte und schönste Triumphbogen, schreibt US-Präsident Donald Trump über das Projekt auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Die Pläne sehen einen 76 Meter hohen Triumphbogen vor, der von einer goldenen Engelsfigur und zwei Adler-Statuen gekrönt wird. In goldenen Buchstaben sollen zwei Schriftzüge auf dem Triumphbogen stehen: “One Nation Under God” – Eine Nation unter Gott – und “Liberty And Justice For All” – Freiheit und Gerechtigkeit für jeden. Das Denkmal, das vom Pariser Triumphbogen inspiriert ist, soll gegenüber dem berühmten Lincoln Memorial errichtet werden.

Triumphbogen-Modell
Modell des Triumphbogens – noch ohne goldene SchriftzügeBild: Jim Lo scalzo/newscom/picture alliance

Der Triumphbogen ist Teil der Bemühungen von Trump, sich in der US-Hauptstadt zu verewigen. Der Präsident hat bereits das Kulturzentrum Kennedy Center in Trump-Kennedy Center umbenennen lassen und lässt derzeit einen riesigen Ballsaal neben dem Weißen Haus errichten.

fab/pgr/jj (dpa, afp, rtr, ap)

Dieser Artikel wurde um 9.00 Uhr (MESZ) erstellt und wird nicht weiter aktualisiert.


Quelle:

www.dw.com