Wer kennt die Szene aus „Jurassic Park“ nicht? Tim und Lex verstecken sich in einer Großküche vor zwei hungrigen Velociraptoren und entkommen den schlauen Dinosauriern nur mit Mühe und Not. Dass diese Art gar nicht so groß war, wie im Film dargestellt, sondern wohl kleiner als ein Truthahn, verzeihen Fans gerne. Zumal Interessierte im Bildband „Unter Dinos“ nachlesen können, dass es tatsächlich ein Tier mit vergleichbar großen Krallen gegeben hat: den Utahraptor.
Der Bildband funktioniert auch unabhängig von der gleichnamigen BBC-Serie, koproduziert von ZDF und France Télévisions. Er nimmt die Lesenden mit auf eine Reise zu aktuellen Ausgrabungen etwa im US-amerikanischen Bundesstaat Utah und dem kanadischen Alberta. Die Erzählung ist gegliedert in sechs Kapitel über ausgewählte Arten, ihre Lebensräume und ihr Sozialverhalten. So erfahren Lesende etwa, dass ein Albertosaurus nicht allein, sondern im Rudel jagte und lebte. Fehlen darf natürlich auch der Publikumsliebling Tyrannosaurus rex nicht. Ihm und dem zur gleichen Zeit lebenden Triceratops ist ein ganzes Kapitel gewidmet. Außerdem lernen wir die Menschen kennen, denen wir all unser Wissen über Dinosaurier zu verdanken haben: Der Bildband berichtet einerseits über neue wissenschaftliche Erkenntnisse der heute aktiven interdisziplinären Forschungsteams. Er ist andererseits eine Hommage an die Pionierinnen und Pioniere der Paläontologie. Salome Berblinger
Andrew Cohen, Helen Thomas, Kirsty WilsonUnter DinosVerlag Dorling Kindersley, 256 S., € 29,95ISBN 978–3–8310–5252–3
Quelle:
www.wissenschaft.de



