Werbungspot_imgspot_img

Revanche gelungen – Eisbären siegen in Spiel drei gegen Köln

Stand: 12.04.2026 • 20:16 Uhr

Die Eisbären Berlin haben das dritte Halbfinal-Spiel gegen die Kölner Haie für sich entschieden. Damit geht der amtierende Meister in der Best-of-7-Serie mit 2:1 in Führung.

Eisbären Berlin siegen im dritten Halbfinal-Spiel mit 4:2 gegen Kölner Haie
Liegen in Best-of-7-Serie nun mit 2:1 in Führung
Ergebnis hätte noch höher ausfallen können

Die Eisbären Berlin haben sich in der Best-of-7-Serie des Halbfinals um die deutsche Eishockey-Meisterschaft zurückgemeldet und die Kölner Haie mit 4:2 besiegt. Zwei Tage nach dem enttäuschenden 1:5 in Köln zeigte der amtierende Meister dabei eine durchgehend starke Leistung.

Viele Chancen, keine Tore

Die Eisbären begannen mit Jake Hildebrand im Tor. Es war der erste Playoff-Einsatz des zuvor verletzten Stammkeepers von Beginn an. Viel zu tun bekam der 32-Jährige aber zunächst nicht. Die Eisbären übernahmen sofort die Initiative und bestimmten das Spielgeschehen fast über das komplette erste Drittel hinweg. Die Gäste aus Köln versuchten mit viel Härte dagegen zu halten. Zuweilen zu viel Härte. So wie in der dritten Minute, als Brady Austin gegen Berlin Manuel Wiederer die Fäuste auspackte.

Zwei Minuten später war es Leo Pföderl, der die erste richtige gute Torchance für die Eisbären hatte. Seinen Schuss nach Bullygewinn konnte Kölns Torhüter Janne Juvonen aber gut parieren. Ebenso wie drei Minuten später, als Ty Ronning zwar schön freigespielt wurde, aber zu zentral abschloss. In der Folge setzten sich die Berliner immer wieder gut fest vor dem Haie-Tor, kamen nach 20 Minuten auf 14 zu vier Torschüsse, ohne jedoch wirklich klare Chancen herauszuspielen.

Choreo der Eisbären-Fans im Spiel gegen Köln (imago images/O.Behrendt)

Pföderl mit einer Premiere

Das änderte sich mit Beginn des Mitteldrittels. Nach 124 gespielten Sekunden war es Leo Pföderl, der seinem ersten Playoff-Tor in der laufenden Saison das 1:0 für die Eisbären erzielte. Nach überlegt ausgespieltem Powerplay war es ein zackiger Schlagschuss Pföderls, der zum Erfolg führte. Und während die Eisbären im zweiten Drittel des letzten Spiels in Köln nahezu auseinanderbrachen, behielten sie am Sonntag auch weiterhin die Oberhand.

Einzig die Tore fehlten. So scheiterte allein Ty Ronning zwei Mal (25. und 28. Minute) in aussichtsreicher Position. Erst in den letzten Minuten dieser zweiten 20 Minuten kamen die Kölner stärker auf und zu Abschlüssen. Doch auch dank eines aufmerksamen Jake Hildebrand im Eisbären-Tor blieb das Gegentor aus.

Plötzlich zittern die Eisbären

Mit 40 zu zehn Torschüssen aus Sicht der Eisbären ging es in das Schlussdrittel, das dann aber nur 80 Sekunden alt werden musste, um das zweite Berliner Tor zu sehen. Nach einem Schuss von Marcel Noebels war es dabei Jonas Müller, der den Puck aus kürzester Distanz über die Linie drückte.

Der Knoten schien nun geplatzt, denn nur vier Minuten später erhöhte Les Lancaster mit einem gewaltigen Schuss auf 3:0. Und die Eisbären ließen nicht locker, erspielten sich weiter gute Chancen. Doch immer wieder war Kölns Schlussmann Janne Juvonen zur Stelle und parierte ein ums andere Mal herausragend.

Statt einer noch höheren Führung wurde es dadurch tatsächlich noch einmal spannend. Denn wie aus dem Nichts verkürzten die Kölner zunächst durch Dominik Bokk (53.). Die Gäste nahmen anschließend den Torhüter aus der Partie und kamen durch einen abgefälschten Distanzschuss von Oliwer Kaski auch noch zum 2:3 (56.). Zwei Minuten vor Schluss der Partie beruhigte dann aber Leo Pföderl alle Eisbären-Nerven, als er den Puck aus dem eigenen Drittel heraus zum 4:2 im verlassenen Kölner Tor unterbrachte.

Eisbären-Goalie Hildebrand: “Fantastisch gespielt”

Trotz der engen Schlussphase zeigte sich Eisbären-Goalie Jake Hildebrand direkt nach Spielende regelrecht euphorisch am Mikrofon von Magenta Sport: “Das Team hat fantastisch gespielt. Ich kann das gar nicht richtig ausdrücken, wie gut die Mannschaft vor mir gespielt hat. Wir haben unglaublich ausgeschaut heute.”

Weiter geht’s in der Halbfinale-Serie am Mittwoch, den 15. April (19:30 Uhr), in Köln.

Sendung: rbb UM6, 12.04.2026, 18:21 Uhr

Audio: rbb UM6, 12.04.2026, Johanna Rüdiger


Quelle:

www.sportschau.de