Die Seniorenunion kritisiert die Aussagen von Kanzler Merz zur Rente. Diese müsse nach 45 Beitragsjahren höher sein als die Grundsicherung, so der Bundesvorsitzende Hüppe. Der Anreiz zu arbeiten, würde sonst verloren gehen.
Nach den christlichen Arbeitnehmern in der CDU, den CDU-Ministerpräsidenten aus Thüringen und Sachsen-Anhalt kritisiert jetzt auch die Seniorenunion die Kanzleräußerungen zur Rente. Es sei der Vereinigung wichtig, dass jeder, der 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt habe, spürbar mehr als die Grundsicherung im Alter erhalte, sagte der Bundesvorsitzende, Hubert Hüppe, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.
Andernfalls sei der Anreiz, zu arbeiten statt Bürgergeld zu beziehen, noch geringer, erklärte Hüppe. “Das würde zusätzlich die Schwarzarbeit fördern”, so der Vorsitzende der Seniorenunion.
Rente künftig nur noch Basissicherung?
Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Merz hatte am Montag bei einer Veranstaltung des Bankenverbands gesagt, die Rente könne künftig allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter. Auch der Ökonom und Berater von Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD), Südekum, widersprach dem Kanzler. Die gesetzliche Rente sei keine reine Basisabsicherung, sondern für viele alte Menschen die einzige Einkommensquelle, sagte er der “Rheinischen Post”.
Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, hatte dem Kanzler zuvor vorgeworfen, die Bürger zu verunsichern. “Wir müssen aufhören, den Menschen Angst zu machen”, sagte Radtke.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass die gesetzliche Rente eine staatliche Leistung sei, für die die Menschen eingezahlt hätten. “Wenn man denen jetzt die Botschaft sendet, es gibt nur noch so etwas wie eine Grundsicherung im Alter, dann finde ich diese Botschaft nicht in Ordnung“.
Laut einer neuen repräsentativen Umfrage des Civey-Instituts für das Portal web.de haben nach den Merzäußerungen zwei Drittel aller Deutschen Angst vor Altersarmut. Besonders groß ist die Sorge dabei unter anderen bei der Gruppe der 18- bis 29-jährigen sowie Befragten mit Kindern im Haushalt.
Quelle:
www.tagesschau.de




