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SportSG Flensburg-Handewitt ringt Rhein-Neckar Löwen nieder

SG Flensburg-Handewitt ringt Rhein-Neckar Löwen nieder

Stand: 11.04.2026 • 21:51 Uhr

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat sich am Samstagabend mit 36:33 (18:18) bei den Rhein-Neckar Löwen durchgesetzt und damit den zweiten Tabellenplatz gefestigt. Damit sind sie gut im Rennen um eine Teilnahme an der Champions League.

Die SG wird an diesem 28. Spieltag auch nicht mehr vom zweiten Platz verdrängt werden können. Dem Team von Trainer Ales Pajovic gelang in Mannheim dank einer konzentrierten Leistung ein Sieg ohne Zittern. Angetrieben vom starken Rückraumspieler Lasse Möller, der mit neun Treffern auch erfolgreichster SG-Spieler war, rangen die Flensburger die Rhein-Neckar Löwen nieder.

“Wir haben Lösungen gefunden.”

“Wir sind eine Gruppe, haben richtig gut zusammengestanden und haben über 60 Minuten eine richtig starke Leistung gezeigt. Wir haben Lösungen gefunden”, sagte Lasse Möller im Interview mit dem NDR. “Ich bin einfach stolz auf die ganze Mannschaft, wie wir die Aufgaben lösen.” Die nächste steht erst am 24. April an, dann zu Hause gegen die MT Melsungen. Am kommenden Wochenende wird das Final Four um den DHB-Pokal ausgetragen, das die Flensburger verpasst haben.

Interesse an “Kiko” Costa

Abseits des Spielfeldes wird derweil am Team der Zukunft gearbeitet. Dass die Flensburger an der Verpflichtung eines portugiesischen Top-Stars sehr interessiert sind, bestätigte Sportchef Ljubomir Vranjes bei DYN. “Wir versuchen, ‘Kiko’ Costa zu bekommen”, erklärte der 52-Jährige. Der 21 Jahre alte Linkshänder Francisco “Kiko” Costa spielt derzeit für Sporting Lissabon im rechten Rückraum.

Flensburg arbeitet sich in die Partie hinein

Ein weiteres Mal musste Pajovic in Mannheim ohne seinen dänischen Weltklasse-Rückraumspieler Simon Pytlick auskommen, der spätestens im Sommer 2027 zu den Füchsen Berlin wechseln wird. Der 25-Jährige fehlte wegen muskulärer Probleme. Nach einem holprigen Start mit Fehlwürfen aus dem Rückraum (Marko Grgic und Lasse Möller) sowie einem aus der Nahwurfzone (Emil Jakobsen) gelang es den Flensburgern mit fortschreitender Spielzeit besser, den deutschen Nationaltorwart David Späth zu überwinden. Jakobsen traf nach einer Viertelstunde zum 8:8.

Auch durch einen zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand ließen sich die Schleswig-Holsteiner nicht berirren. Grgic sorgte mit dem 16:15 (26.) für die erste Führung seit dem 1:0. Deutlicher als mit einem Treffer konnten sich die Gäste zunächst aber nicht absetzen. Zur Pause war es dann nur ein 18:18.

SG behält die Nerven, Buric ein starker Rückhalt

Auch nach Wiederbeginn zeigte sich, dass die Flensburger Probleme damit hatten, die Kreisanspiele auf Jannik Kohlbacher zu unterbinden. Das 20:21 (35.) war der sechste Treffer (bei sieben Würfen) des deutschen Nationalspielers. Die Reaktion der Gäste darauf war dann aber ganz stark: zweimal Grgic sowie jeweils einmal Lasse Möller und Niclas Kirkelökke – und schon führte die SG mit 25:20.

Tore Rhein-Neckar Löwen: Kohlbacher (9), Thrastarson (7/2), Nothdurft (5), Sandell (3), Steenaerts (3), Timmermeister (2), Aspenbäck (2), Heymann (1), Baijens (1)Tore Flensburg-Handewitt: L. Möller (9), Grgić (7), Jakobsen (6/1), Kirkelökke (5), Golla (4), Novak (3), Tönnesen (1), Knutzen (1)Zuschauer: 13.200

Das war der entscheidende Zwischenspurt zum Gewinn der beiden Punkte. Die vom ehemaligen SG-Coach Maik Machulla trainierten Löwen kamen zwar noch einmal auf 29:32 heran. Für mehr Spannung in der Schlussphase konnten sie aber nicht sorgen. Was auch an SG-Torwart Benjamin Buric lag, der ein starker Rückhalt der Norddeutschen war. Der Bosnier wehrte unter anderem drei Siebenmeter ab und hatte am Ende eine gute Paradenquote von 33 Prozent.

Keine Klarheit bei Verteilung der Champions-League-Startplätze

Flensburg-Handewitt geht somit als Zweiter in die letzten sechs Spieltage. Die Bundesliga hat zur kommenden Saison drei Startplätze für die Champions League, die von 16 auf 24 Teams erweitert wird, sicher. Offen ist jedoch deren konkrete Verteilung. Neben der Bundesliga-Platzierung spielen dabei auch mögliche Titel in der Champions League und der European League eine Rolle, aus denen zusätzliche Ansprüche deutscher Clubs resultieren könnten.


Quelle:

www.sportschau.de

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