Gourmand-Düfte sind nicht nur aufgrund ihrer kostbaren Ingredienzen äußerst attraktiv.
Ihre Aura legt sich wie eine zweite Schicht um die Haut und wirkt sofort warm, einhüllend und fast greifbar. Oft werden die Kompositionen mit Vanille, Kakao, Tonkabohne oder Kaffee angereichert, was ihnen eine fast mysteriöse, dichte und einhüllende Note verleiht. Dabei entwickeln sie Tiefe und Substanz und entfalten sich sukzessive. Genau das macht sie so unwiderstehlich. Gourmand-Düfte sind zeitlos und unabhängig von der Saison. Sie verbinden Vertrautheit und Raffinesse mit einer klaren, reduzierten Struktur und regen unterschwellig den Sinn des Genießens an.
Was sind Gourmand-Düfte?
Der aus dem Französischen stammende Begriff „Gourmand“ beschreibt jemanden, der Qualität bei Essen und Wein zu schätzen weiß. In der Parfümerie sind es Düfte, die an essbare Noten erinnern. Typische Ingredienzen sind Vanille, Tonkabohne, Kakao, Kaffee, Karamell oder Honig. Diese werden durch Holz, Leder, Gewürze oder mineralische Akkorde gebrochen. So entstehen Düfte, die warm wirken, charmant sind und gleichzeitig Tiefe und Struktur haben.
Weshalb liegen Gourmand-Düfte im Trend?
Gourmand-Düfte schaffen Tiefe und Intimität und riechen nicht unbedingt so süß, wie man denkt. Denn was heute als Gourmand bezeichnet wird, hat wenig mit Zucker zu tun, sondern mehr mit Rohstoffen. Zu den kostbareren Ingredienzen zählen Vanille, Kakao, Tonkabohne oder Mandel. Es sind Naturstoffe, die aufwendig gewonnen werden, teilweise selten sind und in ihrer Qualität stark variieren. Die Kompositionen sind ruhig, kontrolliert und fast architektonisch aufgebaut. Vanille oder Kakao werden nicht mit Zucker gleichgesetzt und Kaffee wird nicht milchig, sondern geröstet. Gourmand-Düfte sind strukturiert und fallen in die Kategorie wärmerer, dichter, fast samtiger Düfte, die sich sinnlich geben und weniger verspielt sind, als wir anfangs vielleicht dachten.
Quelle:
www.gq-magazin.de



