Legenden und Extreme: von Tank bis Crash
Natürlich fehlen aber auch die bekannten Klassiker nicht. Modelle wie Tank, Santos, Baignoire oder Cintrée zeigen, wie Cartier funktionale Eleganz immer wieder neu definiert hat. Doch wirklich außergewöhnlich wird die Sammlung dort, wo Cartier mit Formen experimentiert: Im Zentrum steht eine der begehrtesten Uhren überhaupt: die Cartier Crash aus London von 1987. Mit ihrem bewusst verzerrten, fast “geschmolzenen” Gehäuse gilt sie als radikalster Entwurf der Marke. Nur wenige Exemplare wurden gefertigt, was ihre Schätzung von bis zu 800.000 Dollar (umgerechnet gut 680.000 Euro) erklärt.
Ebenso spannend sind die weniger bekannten Stücke aus der sogenannten London-Phase zwischen den späten 60er- und frühen 70er-Jahren, zu denen Modelle wie die Asymétrique, Octagonal oder Pebble zählen.
Warum Cartier heute relevanter ist denn je
Der Titel der Auktion – “The Shapes of Cartier” – ist bewusst gewählt. Denn kaum eine Marke hat das Thema Gehäuseform so konsequent erforscht wie Cartier. Diese Designorientierung erlebt aktuell eine neue Wertschätzung. Vintage-Cartier-Uhren gelten unter Sammler:innen als besonders anspruchsvoll, weil sie Wissen über Herkunft, Atelier und Referenzen erfordern – und nicht allein über Materialwert oder Komplikationen definiert werden.
Quelle:
www.gq-magazin.de



