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Sport90.+10! Olise macht nächstes Bayern-Comeback perfekt

90.+10! Olise macht nächstes Bayern-Comeback perfekt

Stand: 02.05.2026 • 18:05 Uhr

Den Bayern ist nicht beizukommen. Allerdings braucht der Meister gegen Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Heidenheim beim 3:3 (1:2) am Samstag eine Menge Glück, eine lange Nachspielzeit und Michael Olise, um eine Niederlage abzuwenden.

Der eingewechselte Franzose traf in der zehnten Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Zuvor war Heidenheim durch Tore von Budu Zivzivadze (22., 76.) und Eren Dinkci (31.) erst 2:0 und dann 3:2 in Führung gegangen. Den doppelten Rückstand hatte zunächst Leon Goretzka (44., 57.) mit einem Doppelpack ausgeglichen.

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Nach dem 4:3 in Mainz und dem 4:5 bei Paris Saint-Germain unter der Woche im Halbfinal-Hinspiel der Champions League lieferten die Bayern das nächste Spektakel – aber zum zweiten Mal in Folge ohne wirkliches Happyend. Und elf Gegentore in drei Pflichtspielen sind auch nicht gerade Bayern-like.

Für Schlusslicht Heidenheim wird die Luft nach dem 100. Bundesliga-Spiel immer dünner. Mit 23 Punkten bleibt der FCH Letzter und braucht schon viel Schützenhilfe, um noch den VfL Wolfsburg (25 Punkte) und St. Pauli (26) zu überholen. Beide spielen am Sonntag.

Bayern startet dominant, aber ohne Druck

Auch mit sieben Änderungen in der Startelf gegenüber dem Spektakel in Paris unter der Woche war der Meister gegen den Tabellenletzten sofort das dominante Team. Aber irgendwie fehlte der Elf von Vincent Kompany der letzte Schwung, um die Gäste auch in Verlegenheit zu bringen.

Ein 22-Meter-Schuss von Goretzka (9.) war lange Zeit das einzige, was die Münchener auf das Tor brachten.

Zwei Heidenheim-Tore machen den Münchenern Beine

Es brauchte also wieder einen Rückstand, um die Bayern auf Touren zu bringen. Und Heidenheim machte da natürlich gerne mit. Mit dem ersten Torschuss ging der Außenseiter in Führung. Marnon Busch hob einen Abpraller nach einer Ecke zurück in den Strafraum. Dort schaltete Zivzidadze am schnellsten und drückte den Ball im Sprung aus fünf Metern an Jonas Urbig vorbei zum 1:0 rechts unten ins Tor. Für Zivzidadze war es das vierte Tor in den jüngsten vier Spielen.

Budu Zivzivadze gelang bei Bayern München ein Doppelpack.

Und auch der zweite Versuch der Mannschaft von Trainer Frank Schmidt saß. Wieder hatte Busch die richtige Idee, spielte gegen eine aufgerückte Bayern-Abwehr in die Tiefe. Dinkci startete durch, spitzelte den Ball etwas glücklich am herausstürmenden Urbig vorbei und dann zum 2:0 ins leere Tor.

Leon Goretzka zaubert einen Freistoß zum Anschlusstreffer rein

Bei den Bayern-Anhängern brandete erstmals Applaus auf, als sich nach 38 Minuten die ersten Garde mit Harry Kane, Michael Olise, Luis Diaz und Co. zum Aufwärmen hinter das Münchener Tor begab. Denn Rückstände bringen die Bayern nicht ins Zweifeln. Nicht ein 0:3 in Mainz, nicht ein 2:5 in Paris – und natürlich auch kein 0:2 gegen Heidenheim.

Den ersten Schritt in Richtung Normalität machte Goretzka für die Gastgeber: Einen Freistoß von halblinks zirkelte er schön oben links zum 1:2 in den Winkel.

Vincent Kompany wechselt die Offensive komplett durch

Zur Pause schaltete Kompany seine Elf wieder in den Champions-Modus, brachte Joshua Kimmich, Kane, Olise und Diaz. Und sofort wurde der Druck größer. Heidenheim stand tief hinten drin, Bayern drückte. Es brauchte allerdings einen weiteren Standard für den Ausgleich. Wieder war es Goretzka. Dieses Mal stand er nach einer Ecke von rechts goldrichtig und drückte den Ball aus drei Metern zum 2:2 ins Gäste-Tor.

Es schien also alles in die Richtung zu laufen, wie in der Vorwoche, als die Münchener in Mainz aus einem 0:3 noch ein 4:3 gemacht hatten. Wenig später lag schließlich die Bayern-Führung in der Luft. Doch ein Kimmich-Kracher aus 25 Metern landete nur am rechten Pfosten. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein.

Budu Zivzivadze trifft wie Khvicha Kvaratskhelia – und dann kommt Michael Olise

Doch dann kam wieder Zivzivadze. Bei einem Konter entwischte der Georgier über links und drehte dann im Strafraum in bester Manier seines Landsmanns Khvicha Kvaratskhelia von PSG den Ball von links im Strafraum oben rechts zum 3:2 ins Tor. Bis tief in die Nachspielzeit sah es so aus, als sollte den Bayern dieses Mal die letzte Antwort fehlen.

Dr Fußballgott hatte aber mal wieder eine andere Idee: Olise zog in genau so typischer Art und Weite vom rechten Strafraumeck ab und vom linken Pfosten prallte der Ball über den Hinterkopf von Heidenheims Torwart Diant Ramaj zum glücklichen 3:3 noch ins Tor.

Bayern: erst Paris, dann Wolfsvurg – Heidenheim gegen Köln

Die Münchener haben nun unter der Woche die große Aufgabe, gegen PSG im Halbfinal-Rückspiel der Champions League zurück zu kommen(Mittwoch, 21 Uhr). Danach sind sie am 33. Bundesliga-Spieltag beim VfL Wolfsburg und damit dem nächsten Kellerteam zu Gast (Samstag, 18.30 Uhr).

Heidenheims eventuell erst einmal letztes Bundesliga-Auswärtsspiel startet dann am Sonntag (17.30 Uhr) beim 1. FC Köln.

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Quelle:

www.sportschau.de