Der württembergische evangelische Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl hat US-Präsident Donald Trump Gotteslästerung vorgeworfen.
Die Veröffentlichung seines KI-Bildes als jesusgleicher Retter und Trumps Behauptung, Gott schütze ihn vor Attentaten, seien blasphemisch, sagte Gohl im Interview der “Stuttgarter Zeitung” von Dienstag. “Damit hat er den Bogen überspannt, das befremdet sogar seine christlichen Fans.” Der Bischof zog eine Linie zu Adolf Hitler, der nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat von Vorsehung gesprochen habe.
Aus christlicher Sicht kein gerechter Krieg
Gohl warf der US-Regierung Missbrauch von Religion vor, um den Iran-Krieg zu rechtfertigen. Aus christlicher Sicht könne es keinen gerechten Krieg geben.
Im Blick auf die hohen Zustimmungswerte für die AfD sagte der Landesbischof selbstkritisch, die Kirchen und die politischen Parteien müssten sich fragen, “ob wir rechtsorientierten Menschen zu wenig Heimat geben”. Nicht alles, was rechts ist, sei auch extrem. Wichtig sei daher immer, im Gespräch und im Austausch zu bleiben. Zugleich betonte Gohl, die AfD stehe für menschenverachtende Inhalte und wolle kirchliche Institutionen “kaputt machen”.
Quelle:
www.domradio.de



