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SportFür die Knicks zählen nur die NBA Finals

Für die Knicks zählen nur die NBA Finals

Stand: 05.05.2026 • 11:46 Uhr

Die New York Knicks schaffen zum Auftakt des Conference-Halbfinals gegen Philadelphia den nächsten Statement-Sieg. Die Knicks haben sich in die Rolle des Top-Favoriten im Osten gespielt und die Ambitionen auf den lange ersehnten Einzug in die NBA Finals untermauert.

Angeführt von ihrem Superstar Jalen Brunson legten die Knicks in Spiel eins der Best-of-seven-Serie gegen die Philadelphia 76ers einen souveränen 137:98-Sieg vor. Die Partie im Madison Squre Garden war im Grunde schon zur Halbzeit entschieden. Regisseur Brunson hatte den Gästen 27 seiner insgesamt 35 Punkte schon nach zwei Vierteln eingeschenkt, für eine 23-Punkte-Halbzeitführung. Auch der deutsche Center Ariel Hukporti durfte sich auszeichnen, kam auf fünf Punkte und starke neun Rebounds.

NBA, Conference-Halbfinale

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Knicks mit Playoff-Rekord – dritter hoher Sieg in Folge

Für die Knicks war es der vierte Erfolg in Serie in den diesjährigen Playoffs und der nächste hohe Sieg: Die vergangenen vier Spiele haben die New Yorker mit einem Vorsprung von insgesamt 135 Punkten gewonnen, das entspricht einem Schnitt von 33 Punkten pro Spiel. Sie sind zudem laut NBA-Statistiken das erste Team, das drei Playoff-Spiele nacheinander mit jeweils mehr als 25 Punkten Vorsprung gewinnen konnte.

Den souveränen Auftaktsieg der Serie verfolgte wie gewohnt viel Prominenz im Madison Square Garden: Hollywood-Jungstar Timothee Chalamet ließ für das Spiel gegen die 76ers sogar die seit Tagen gehypte Met Gala sausen, wie die “New York Post” vermeldete. Chalamet verstärkt neuerdings das Star-Aufgebot in Reihe eins, neben den etablierten A-List-Fans wie Tina Fey, Ben Stiller und Spike Lee, der schon seit Ewigkeiten bei den Spielen in Reihe eins sitzt und längst zum Klub-Inventar gehört – inklusive legendärer Trash-Talk-Duelle mit Indianas Reggie Miller in den 1990ern.

Sehnsucht der Knicks nach dem NBA-Titel

Noch länger warten die Knicks auf einen Titel in der NBA, 1973 gewannen sie zuletzt die Meisterschaft. Im vergangenen Jahr wurden die Knicks auf dem Weg in die Finals einmal mehr vom alten Rivalen aus Indiana gestoppt. Doch die Pacers sind ebenso aus dem Rennen wie die Boston Celtics, der Rekordmeister schied in der ersten Playoff-Runde gegen Philadelphia aus. Der Weg in der Eastern Conference scheint damit für die Knicks frei zu sein, die Chance auf den ersten Einzug in die NBA Finals seit 1999 so groß wie nie.

Klubbesitzer James Dolan hatte in einem Radio-Interview zu Beginn des Jahres den Conference-Titel als Pflichtziel ausgerufen. Damit nicht genug: Der Kader sei stark genug, auch den NBA-Titel zu gewinnen. Wenn das Team die Finals erreichen sollte, so der Boss der Knicks, dann sollten sie auch gewinnen.

Ein erneutes vorzeitiges Aus dürfte wohl auch eine umfassende Renovierung des teuren Kaders bedeuten. “Mit dieser Frage befassen wir uns erst gar nicht”, sagte Coach Mike Brown vor dem Playoff-Start gegenüber der “New York Times“: “Jeder in der Kabine hat einen Siegeswillen, den ich so noch nicht erlebt habe. Wir sehen nichts als gegeben an. Wir sind hier, um den Titel zu gewinnen.”

Knicks-Offensive rollt auch in den Playoffs

Ihre gute Form aus der regulären Saison mit 53 Siegen, die beste Bilanz der vergangenen zehn Jahre, haben die Knicks offenbar mit in die Postseason genommen. Die Knicks beeindrucken mit einer eingespielten und vor allem sehr effizienten Offensive: OG Anunoby brauchte für seine 18 Punkte nur acht Versuche aus dem Feld. Insgesamt kamen die Knicks auf eine hervorragende Trefferquote von 63 Prozent aus dem Spiel, versenkten 51 Prozent der Dreipunktwürfe im Korb. Aber auch in der Verteidigung, traditionell ein entscheidender Faktor für einen Titelanwärter, gehören die Knicks in den Playoffs bislang zu den drei Teams mit dem besten “Defensive Rating“. Diese Statistik erfasst, wie viele Punkte ein Team im Schnitt bei Angriffen des Gegners zulässt.

Joel Embiid mit Ansage an die Sixers-Fans: “Wir brauchen euch”

Auch gegen die 76ers gelten die Knicks als klarer Favorit. Mit einem Sieg in Spiel zwei, ebenfalls im heimischen Madison Square Garden, könnte New York mit einer beruhigenden 2:0-Führung nach Philadelphia reisen. Dort sorgte man sich schon vor dem Start der Serie um den Heimvorteil: Die Knicks haben viele Fans, von New York nach Philadelphia sind es nicht einmal zwei Stunden Fahrt. 76ers-Anführer Joel Embiid erinnerte an die Playoff-Serie vor zwei Jahren. Damals habe sich das Spiel in Philadelphia so angefühlt, “als wären wir im Madison Square Garden East”, so Embiid. Phillys “Big Man” appellierte an die Fans, ihre Karten nicht an Knicks-Fans zu verkaufen. “Wir brauchen euch, wir brauchen euren Support.”


Quelle:

www.sportschau.de