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SportGeorg Zimmermann triumphiert beim Radklassiker

Georg Zimmermann triumphiert beim Radklassiker

Stand: 01.05.2026 • 17:28 Uhr

Deutscher Festtag beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt: Georg Zimmermann feiert “den größten Erfolg” seiner Karriere.

Imposanter Heimsieg beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt. Der Deutsche Meister Georg Zimmermann setzte sich am 1. Mai in einem spannenden Finale vor der Alten Oper durch. Der 28-Jährige vom Team Lotto-Intermarché gewann aus einer zwölfköpfigen Spitzengruppe heraus im Zielsprint, das große Feld der Verfolger war nur wenige Sekunden dahinter herangebraust. Zimmermann ist damit der erste deutsche Gewinner beim hessischen Radklassiker seit Pascal Ackermann im Jahr 2019.

“Für einen Augenblick habe ich mir gedacht, dass ich mich verpokert habe”, sagte Zimmermann im hr-Interview mit Blick auf den engen Zielsprint. “Bei 300 Meter bin ich dann mit richtig Schwung losgefahren. Dann habe ich alles auf die Pedale geworfen, was noch drin war. Es ist der größte Sieg meiner Karriere. Ich bin unfassbar stolz und erschöpft.”

Bereits vor dem Rennen hatte John Degenkolb für einen ersten (deutschen) Höhepunkt gesorgt. Der 37-Jährige aus Oberursel (Taunus) verkündete, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag noch einmal um ein Jahr verlängern und daher auch am 1. Mai 2027 bestenfalls in Eschborn am Start stehen wird. Während der 211 Kilometer durch den Taunus, das Frankfurter Umland und die City spielte Degenkolb dagegen keine entscheidende Rolle – zur Mitte des Rennens fiel er aus dem Hauptfeld zurück.

Rutsch sichert sich das Bergtrikot

Schon bei der anfänglichen Durchfahrt durch die Frankfurter Innenstadt hatten die ersten Fahrer versucht, dem Peloton zu entkommen. Mit Erfolg. Ein Quintett konnte sich absetzen, darunter der hessische Lokalmatador Jonas Rutsch. Der Erbacher (Odenwald) war es dann auch, der viel Führungsarbeit leistete und den Vorsprung der Ausreißer zwischenzeitlich auf fast sieben Minuten anwachsen ließ. Bis zur Rennhälfte nahm das Hauptfeld den Status quo recht gelassen hin.

Mit der ersten Überfahrt am steilen Mammolshainer Stich und der folgenden Feldberg-Erklimmung wurde das Tempo jedoch angezogen – der Vorsprung der Führenden schrumpfte rasend schnell. Rutsch erreichte dennoch sein persönliches Ziel. Zwar konnte er am Ende nicht um den Tagessieg mitfahren, die Fluchtgruppe aber führte er stets als Führender über die Erhöhungen. Bedeutete: Er sicherte sich das Bergtrikot. Ein Ausrufezeichen des Südhessen. 67 Kilometer vor dem Ziel wurden die Ausreißer um Rutsch dann von einer kleinen Verfolgergruppe einkassiert.

Jonas Rutsch hat Spaß am Mammolshainer Berg

Belgien-Duo probiert’s – und scheitert

Aus dieser heraus setzten sich die Belgier Tim Wellens, der schon Etappensieger bei allen großen Rundfahrten war, und Emiel Verstrynge ab. Sie läuteten die heiße Rennphase ein. Im Hauptfeld, das die letzten 50 Kilometer mit mehr als einer Minute Rückstand anging, übernahm vor allem das Team von Top-Favorit Tom Pidcock die Nachführarbeit. Das sollte sich auszahlen.

An der letzten Überfahrt am Mammolshainer Stich wurden nun auch Wellens und Verstrynge wieder eingeholt und überholt. Eine Gruppe von zwölf Fahrern um Pidcock und Pello Bilbao, ein weiterer Mitfavorit, raste von nun an die letzten 35 Kilometer auf das Ziel in Frankfurt zu. Auch vertreten: Georg Zimmermann. Der Halter des hiesigen Meistertrikots hatte im Schlusssprint nicht nur die besten Beine, sondern auch die effektivste Taktik.


Quelle:

www.sportschau.de

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