Trump redet erneut über eine Übernahme – Kubas Präsident Díaz-Canel hält dagegen und versucht, die internationale Gemeinschaft zu mobilisieren. Zuvor protestierten in Havanna Hunderttausende gegen die Drohungen und Sanktionen der USA.
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat wiederholte Drohungen einer Übernahme Kubas durch die USA verurteilt. Die internationale Gemeinschaft müsse diese zur Kenntnis nehmen und gemeinsam mit der US-Bevölkerung entscheiden, ob ein solcher “drastischer krimineller Akt zugelassen” werden dürfe. US-Präsident Donald Trumps erneute Androhung militärischer Gewalt habe ein “gefährliches und beispielloses Niveau” erreicht, erklärte er auf der Plattform X.
Trump hatte bei einer Rede in Florida am Freitag gesagt, die USA würden Kuba “fast sofort übernehmen”. Er hatte zuletzt wiederholt über eine Übernahme Kubas gesprochen und etwa gedroht, dort “vorbeischauen” zu wollen, wenn der Iran-Krieg vorüber sei. Am Freitag hatte die US-Regierung auch Sanktionen gegen den sozialistischen Staat ausgeweitet.
Kuba leidet unter schwerer Wirtschaftskrise
Am Freitag hatten in der Hauptstadt Havanna nach offiziellen Angaben mehr als 500.000 Menschen Kubaner gegen das US-Embargo und die Drohungen der Trump-Regierung protestiert. Auch Präsident Díaz-Canel schloss sich den Protesten an.
Kuba leidet derzeit unter einer schweren Wirtschaftskrise. Verschärft wird die Lage durch massive Energieknappheit, weil die US-Regierung seit Januar eine Ölblockade gegen das Land verhängt hat.
Quelle:
www.tagesschau.de



