Dass Orlando in den NBA-Playoffs doch noch an Detroit gescheitert ist, sagt viel aus über die Bedeutung von Franz Wagner. Die Magic stehen nun vor unbequemen Fragen.
Das Zwischenhoch der Orlando Magic währte nur kurz und endete mit einem harten Aufprall. Das entscheidende siebte Spiel im Erstrunden-Duell mit den Detroit Pistons ging am Sonntag 94:116 (49:60) verloren. Damit verlor Orlando die Serie mit 3:4 und die NBA-Playoffs sind für die deutschen Nationalspieler Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva bereits nach der ersten Runde vorbei – schon wieder.
NBA-Playoffs, 1. Runde
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“Das ist das dritte Mal nacheinander, dass wir es nicht über die erste Playoff-Runde geschafft haben. Die Antwort lautet also nein”, sagte Orlandos Star-Spieler Paolo Banchero auf die Frage, ob die Magic talentiert genug seien, um in der NBA erfolgreich zu sein. “Ich kann nicht behaupten, dass wir gut genug sind, um ins Endspiel oder ins Finale der Eastern Conference zu kommen.”
Auch Cheftrainer Jamahl Mosley angezählt
Auch in den vergangenen beiden Spielzeiten hatten die Magic immer wieder ihr Talent aufblitzen lassen, waren in der ersten Playoff-Runde jedoch ausgeschieden. Damit könnte es im Sommer zu einem Umbruch kommen.
“Wir haben nun Zeit, zu reflektieren und uns Gedanken darüber zu machen, welche Änderungen wir möglicherweise vornehmen können”, sagte Orlandos Cheftrainer Jamahl Mosley. Das könnte auch Mosley selbst betreffen, denn die Magic präsentierten sich über die gesamte Saison zu inkonstant, schafften es nur knapp in die Playoffs.
Orlando kurz vor einer dicken Überraschung
Auch für Franz Wagner verlief die Saison frustrierend, wegen Verletzungen konnte Wagner nur 34 Partien absolvieren. Orlandos schwache Regular Season deutete schon an, wie wichtig der Welt- und Europameister für das Team ist. Die Finalserie gegen Detroit verdeutlichte die Abhängigkeit zusätzlich.
Wagner näherte sich in den ersten Playoff-Spielen seiner Topform, verhalf Orlando zu einer überraschenden 3:1-Führung. Hätten die Magic die Pistons ausgeschaltet, wären sie erst das achte NBA-Team gewesen, das in der ersten Playoff-Runde das an erster Stelle gesetzte Team bezwungen hätte.
Cunningham dreht ohne Wagner auf
Allerdings verletzte sich Wagner im dritten Viertel von Partie drei an der Wade, musste fortan pausieren. In Spiel sechs waren die Magic nah dran am entscheidenden Sieg, verspielten aber eine 24-Punkte-Führung. Und so blieb am Ende eine Bilanz von drei Niederlagen in Serie seit der erneuten Wagner-Verletzung.
Offensiv wie defensiv war sein Fehlen spürbar. Wagners Gegenspieler Cade Cunningham drehte in Abwesenheit des Berliners mit über 30 Punkten im Schnitt auf. Auch in Spiel sieben kam er auf 32 Zähler, sein Pistons-Teamkollege Tobias Harris auf 30.
Moritz Wagner mit fünf Punkten
Orlando hatte angeführt von Starspieler Paolo Banchero (38 Punkte) zunächst gut mitgehalten. Doch kurz vor der Pause setzten sich die Pistons mit einem 15:4-Lauf ab und gingen mit elf Punkten Vorsprung in die Halbzeit.
Bei Orlando kam Moritz Wagner erstmals seit Spiel zwei der Serie wieder zum Einsatz, sammelte fünf Zähler. Tristan da Silva blieb ohne Punkte.
Cunningham nutzt Wagner-Aus
Detroit trifft im Conference-Halbfinale auf die Cleveland Cavaliers um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder. Und die Orlando Magic haben unfreiwillig viel Zeit, die Saison aufzuarbeiten.
Quelle:
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