Der designierte rumänische Ministerpräsident Adrian Vestea hat bei einer Vertrauensabstimmung im Parlament in Bukarest nicht die nötige Mehrheit erzielt. Er erhielt am späten Montagabend lediglich 189 der erforderlichen 233 Stimmen, nachdem ihm die äußerst rechte Oppositionspartei AUR die Unterstützung verweigert hatte.
Damit verlängert sich die politische Krise in dem EU-Land, was den Zugang zu europäischen Fördermitteln und die Kreditwürdigkeit gefährdet. Rumäniens gemäßigter Präsident Nicusor Dan muss nun einen neuen Kandidaten nominieren. Dieser hat anschließend zehn Tage Zeit, ein Kabinett zu bilden und sich einem erneuten Votum der Abgeordneten zu stellen. Die vorherige pro-europäische Regierungskoalition unter Ministerpräsident Ilie Bolojan war Anfang Mai zerbrochen.
Starmer-Nachfolge: Burnham macht weiteren Schritt
Andy Burnham, ein möglicher Nachfolger von Großbritanniens scheidendem Regierungschef Keir Starmer, ist als Abgeordneter ins Unterhaus in London eingezogen. Der beliebte Labour-Politiker wurde am Montag im Parlament als Abgeordneter für den nordenglischen Wahlkreis Makerfield vereidigt. Der bisherige Bürgermeister von Greater Manchester hatte kurz zuvor seine Kandidatur als Vorsitzender der sozialdemokratischen Labour-Partei verkündet. Damit verknüpft ist automatisch auch das Amt des Premierministers.
Burnham hatte sich den Sitz im Unterhaus mit einem klaren Sieg bei der Nachwahl im nordwestenglischen Wahlkreis Makerfield gesichert. Das war die Voraussetzung für seine Kandidatur für die Nachfolge Starmers. Dieser hatte am Montag angesichts des fehlenden Rückhalts auch in der eigenen Partei seinen Rücktritt angekündigt.
Zehnter Jahrestag des Brexit-Referendums in Großbritannien
An diesem Dienstag ist es zehn Jahre her, dass bei einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit der Briten für den Ausstieg ihres Landes aus der Europäischen Union gestimmt hat. Vollzogen wurde der sogenannte Brexit dann Ende Januar 2020. Anfang 2021 verließ Großbritannien nach einer Übergangsphase die Zollunion und den EU-Binnenmarkt.
Die Befürworter hatten unter anderem argumentiert, der EU-Austritt sei nötig, um in Großbritannien über Migration und Außenhandel ohne Einmischung aus Brüssel entscheiden zu können. Dennoch stieg dann das britische Handelsdefizit bei Waren, auch die Zahl der Migranten aus Nicht-EU-Ländern nahm deutlich zu. Mittlerweile wird sogar über eine mögliche Rückkehr Großbritanniens in die Europäische Union spekuliert, konkrete Pläne dafür gibt es jedoch nicht.
Isländer eröffnen Walfangsaison
Nach zwei Jahren Pause haben isländische Walfänger wieder Wale getötet. Wie der Sender RUV berichtet, handelt es sich bei den zwei Finnwalen um die ersten in Island getöteten Wale seit 2023. Daniel Jonsson vom Walfangunternehmen Hvalur sagte dem Sender, die Meeressäuger seien am Sonntagabend “erfolgreich” erlegt worden und würden nun an Land gebracht.
Neben Island erlauben nur noch Norwegen und Japan den Walfang zu kommerziellen Zwecken, was von Tierschützern heftig kritisiert wird. In Island war die Fangsaison, die zwischen Mitte Juni und Mitte September stattfindet, in den vergangenen zwei Jahren aufgrund wirtschaftlicher Probleme und sinkender Rentabilität abgesagt worden.
Tödlicher Unfall in katarischer LNG-Anlage
Bei einer Explosion und einem anschließenden Brand an der Gasanlage Ras Laffan in Katar sind nach Angaben der Regierung 13 Arbeiter ums Leben gekommen. Außerdem seien 66 Menschen verletzt worden, teilte Energiestaatsminister Saad al-Kaabi mit. Bei den Todesopfern handle es sich um Staatsangehörige aus Indien und Pakistan. Unter den Verletzten befinden sich demnach auch Katarer.
Al-Kaabi betonte, bei dem Vorfall habe es sich um einen Unfall gehandelt. Hinweise auf Sabotage oder eine feindliche Handlung gebe es nicht. Die betroffene Anlage zur Herstellung von Flüssiggas, kurz LNG, stand seit Dezember 2025 wegen notwendiger Reparaturarbeiten still und war erst vor zwei Tagen wieder in Betrieb genommen worden.
WM-Aus für deutschen Verteidiger Schlotterbeck
Die deutsche Nationalmannschaft der Männer muss für den Rest der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika auf Innenverteidiger Nico Schlotterbeck verzichten. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Grund ist eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk, die sich Schlotterbeck im Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag zugezogen hatte.
Der 26-Jährige wird laut DFB “mehrere Monate ausfallen”, aber “vorerst bei der Mannschaft in den USA bleiben”. Voraussichtlich wird Schlotterbeck im deutschen WM-Team durch Antonio Rüdiger ersetzt.
AR/pg (dpa, afp, rtr, sid)
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Quelle:
www.dw.com




