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SportÄgypten feiert - Salah und Co. nach Elfer-Drama gegen Australien weiter

Ägypten feiert – Salah und Co. nach Elfer-Drama gegen Australien weiter

Stand: 03.07.2026 • 22:54 Uhr

Australien versuchte es vor der Entscheidung mit einem Wechsel im Tor – und scheiterte damit komplett. Ägypten behielt im entscheidenden Moment die Nerven und steht nach dem 4:2 im Elfmeterschießen im Achtelfinale der WM 2026.

Sebastian Hochrainer

Für beide Teams war ein K.o.-Spiel bei einer WM kein gänzliches Neuland, sowohl Australien als auch Ägypten hatten in der Vergangenheit bereits Achtelfinalpartien bestritten. Dorthin zu kommen war auch diesmal das Ziel, jedoch mit dem Unterschied, dass sie dafür erstmals ein WM-Ausscheidungsspiel gewinnen mussten – denn das war beiden Nationen bisher nicht gelungen. Ins Achtelfinale kam man in früheren Zeiten schließlich schon nach überstandener Gruppenphase oder das Turner begann erst dort wie 1934.

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Das Sechzehntelfinale

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Ashour schockt starke Australier

In der Vorrunde hatte sich Australien überraschend gegen die Türkei durchgesetzt, aber nach dem Auftaktsieg nicht mehr glänzen können. Doch zu Beginn des Sechzehntelfinals war das anders, die “Socceroos” hatten einen starken Start und wären für den auch beinahe belohnt worden. Cristian Volpato bekam den Ball, drehte sich schnell und schoss direkt aus 23 Metern, der Rechtsaußen hatte aber Pech, dass sein starker Versuch auf die Latte ging (5.).

Auch danach war Australien besser, aber dann sorgte eine Standardsituation dafür, dass die Partie ein wenig auf den Kopf gestellt wurde. Emam Ashours Schuss nach einem kurz ausgeführten Freistoß wurde zunächst geblockt, doch seine Kollegen setzten nach und schließlich verwandelte wieder Ashour per Kopf eine tolle Flanke am zweiten Pfosten (13.). So war Ägypten drauf und dran, nach Neuseeland das zweite ozeanische Land aus dem Turnier zu kegeln.

Ägyptens Emam Ashour erzielt das Tor zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung

Australien fand nach dieser Aktion erstmal nicht zurück ins Spiel. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gab es wieder kleinere Gelegenheiten. Der Schuss von Aziz Behich war von Oufa Shobeir aber leicht abzuwehren (35.) und ein Schlenzer von Volpato ging deutlich vorbei (45.+2).

Dramatische Minuten für Ägyptens Hany

Deutlich enger wurde es unmittelbar nach der Pause, als Omar Marmoush nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff frei vor Australiens Torhüter Patrick Beach – er schob den Ball jedoch am Tor vorbei (46.). Auf der anderen Seite verpasste auch Connor Metcalfe eine gute Gelegenheit zum Ausgleich (48.). Dabei kam es zur Kollision mit Mohamed Hany, der kurzzeitig regungslos am Boden lag, sich nach der Behandlungspause aber berappeln und weiterspielen konnte.

Doch es wurde noch unglücklicher für den Linksverteidiger. Wie beim ägyptischen Führungstreffer gab es Freistoß für Australien und die Flanke von der linken Seite landete auf dem Kopf von Hany, dem ein Eigentor unterlief (55.). Und das war nicht nur wegen der aktuellen Situation tragisch, sondern auch, weil er bereits ein Eigentor gegen Belgien (1:1) erzielt hatte. Hany ist der erste Spieler, dem dieses “Kunststück” bei einem WM-Turnier unterlaufen ist.

Ägypten vergibt kurz vor Schluss den Sieg

Der Unglücksrabe und seine Mannschaft fingen sich danach aber und so entwickelte sich ein echtes Kampfspiel mit vielen Zweikämpfen, hohen Bällen und wenig Fußball. Besonders gelitten darunter hat der größte Künstler auf dem Platz, Mohamed Salah war über die gesamte Spieldistanz wirkungslos geblieben und hatte keine auffällige gute Aktion. Dafür war aber ein Rami Rabia kurz vor Schluss ganz nah am Siegtreffer, Beach verhinderte den aber mit einer Wahnsinnsparade und rettete sein Team so in die Verlängerung (90.+3).

Und in der hatte tatsächlich Salah seine erste Chance. Eher zufällig kam der Ball im Strafraum zum ägyptischen Superstar, allerdings auf den falschen Fuß, mit dem Rechten schoss er deutlich drüber (93.). Und obwohl die Nordafrikaner über die gesamten 30 Minuten dem Sieg deutlich näher waren, war dies die größte Gelegenheit in der Verlängerung.

Ryan-Wechsel ohne jede Wirkung

Trotzdem passierte sehr Kurioses kurz vor dem Ende, Australien-Coach Tony Popovic nahm den ganz starken Beach raus und brachte Mathew Ryan fürs Elfmeterschießen. Kurz vor dem Start des Ausschießens schauten sich die Ägypter noch schnell einige Videos von Strafstößen gegen den Torwart-Routinier an – nun musste sich entscheiden, was am meisten hilft: das Videostudium oder die Auswechslung?

Mathew Ryan (l.) wird für Patrick Beach eingewechselt

Australiens Harry Souttar verschoss sofort, dann traf Mahmoud Saber für Ägypten. Jackson Irvine blieb danach ganz cool, doch das galt auch für Rami Rabia. Awer Mabil glich für Australien aus, Salah hielt mit einem Panenka den Vorsprung jedoch bei. Dann versagten mit Lucas Herrington dem nächsten Innenverteidiger die Nerven, er traf die Latte – und danach versenkte Hossam Abdelmaguid den Matchball. Damit steht Ägypten im Achtelfinale und trifft am Dienstag (18 Uhr MESZ) auf Argentinien oder Kap Verde.

Der Turnierbaum der WM 2026


Quelle:

www.sportschau.de

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