Michael Olise und Dayot Upamecano haben mit Frankreich das Finale verpasst, auch Harry Kane mit England konnte nicht nachziehen. Damit endet eine mehr als 40 Jahre andauernde Serie von FC-Bayern-Profis in einem WM-Endspiel.
Von den ursprünglich 18 Profis, die der FC Bayern für die Weltmeisterschaft abstellte, hatte nach der Halbfinal-Pleite der Franzosen um Michael Olise und Dayot Upamecano nur noch ein Profi die Chance auf das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Und auch der, Harry Kane, erreichte das Endspiel mit England nach einer Niederlage gegen Argentinien nicht.
Damit reißt eine Serie, die bereits seit der WM 1982 besteht. Seitdem stand in jedem WM-Finale mindestens ein Profi des FC Bayern – bis zum Endspiel 2026. Logischerweise durften die Münchner nicht automatisch den Titel in die Höhe stemmen, zeigt der Blick in die Historie.
1982: Rummenigge und Breitner verlieren WM-Finale gegen Italien
1982 begann die FC-Bayern-Serie mit dem Endspiel zwischen Italien und Deutschland. In der deutschen Startelf standen die Münchner Wolfgang Dremmler, Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner. Der Mittelfeldregisseur traf in der Schlussphase noch zum 1:3-Endstand.
1986: Matthäus und Co. können nächste Endspielpleite nicht vermeiden
Auch vier Jahre später stand die deutsche Mannschaft im Endspiel. Unter Trainer Franz Beckenbauer musste sich die DFB-Elf (mit Lothar Matthäus, Andreas Brehme und Norbert Eder) mit 2:3 gegen Argentinien um Diego Maradona geschlagen geben.
1990: Augenthaler und Kohler gelingt die Final-Revanche
Die große Final-Revanche gelang vier Jahre später. Die FC-Bayern-Abwehr um Klaus Augenthaler und Jürgen Kohler blieb diesmal ohne Gegentreffer gegen Maradona und Co., der Ex-Münchner Brehme traf entscheidend per Elfmeter. Stefan Reuter wurde später noch eingewechselt.
1994: FC-Bayern-Profi Jorginho triumphiert mit Brasilien
Die WM 1994 in den USA war für den DFB – wie auch 2026 – frühzeitig beendet, nämlich schon im Viertelfinale gegen Bulgarien. Das Endspiel bestritten Brasilien und Italien, das die Brasilianer im Elfmeterschießen gewannen. Im Mittelfeld der “Selecao” lief Jorginho vom FC Bayern auf, wurde allerdings in der 21. Minute ausgewechselt.
1998: Frankreich und Lizarazu holen WM-Titel im eigenen Land
Auch 1998 hatte Deutschland nichts mit dem WM-Titel zu tun. Den machten Titelverteidiger Brasilien und Gastgeber Frankreich unter sich aus. Die Franzosen mit Bixente Lizarazu gewannen das Endspiel nach einem Doppelpack von Zinedine Zidane und einem Tor von Emmanuel Petit mit 3:0.
2002: Das Final-Drama um Oliver Kahn
2002 schaffte es Deutschland wieder ins WM-Finale. Gegen Brasilien patzte FC-Bayern-Keeper Oliver Kahn folgenschwer. Die Bilder von Kahn am Pfosten sitzend nach der 0:2-Finalpleite gingen um die Welt. Für den DFB liefen neben Pechvogel Kahn auch noch Thomas Linke und Jens Jeremies auf.
2006: Sagnol verliert nach Zidane-Kopfstoß gegen Italien
Das Sommermärchen 2006 endete für den FC Bayern ebenfalls ohne Titel. Im Finale stand der heutige Nationaltrainer Georgiens Willy Sagnol für Frankreich. Nach Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi und der damit verbundenen Roten Karte rettete sich Frankreich gegen Italien ins Elfmeterschießen, in dem sich Italien durchsetzte.
2010: Van Bommel und Robben gehen leer aus
Auch Mark van Bommel und Arjen Robben mussten sich vier Jahre später mit Rang zwei zufrieden geben. Die niederländischen Profis des FC Bayern verloren das WM-Finale gegen Spanien mit 0:1. Das entscheidende Tor erzielte Andres Iniesta in der Verlängerung.
2014: Mit dem Bayern-Block zum WM-Titel
Der deutsche Triumph 2014 hat sich erst jüngst zum zwölften Mal gejährt. In der Weltmeistermannschaft, die Argentinien ebenfalls mit 1:0 nach Verlängerung bezwang, waren sieben Münchner. Manuel Neuer, Philipp Lahm, Jerome Boateng, Toni Kroos, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und der Finaltorschütze Mario Götze bildeten einen starken FC-Bayern-Block.
2018: FCB-Profi Tolisso hält die Serie am Leben
2018 wäre die Serie beinahe gerissen, doch FCB-Profi Corentin Tolisso stand mit Frankreich im Endspiel. Mit der “Equipe Tricolore” gewann er das Finale gegen Kroatien mit 4:2. Tolisso wurde in der 73. Minute eingewechselt und verteidigte sein Team zum Titel.
2022: Messi zu stark für die französischen FC-Bayern-Stars
Vier Jahre später schaffte es Frankreich erneut ins Finale. Diesmal waren mit Dayot Upamecano, Kingsley Coman und Benjamin Pavard sogar drei FCB-Profis nominiert. Sie konnten die 2:4-Endspielpleite im Elfmeterschießen gegen Argentinien aber auch nicht verhindern.
2026: FC-Bayern-Serie reißt, Inter-Mailand-Serie hält
Neben dem FC Bayern war auch Inter Mailand seit 1982 immer mit Spielern in WM-Finals vertreten. Anders als die Serie der Münchner geht die Serie der Italiener aber auch in den USA weiter. Denn Lautaro Martinez erreichte im Duell mit Kane das Finale, er traf dabei sogar entscheidend.
Quelle: BR24Sport14.07.2026 – 22:40 Uhr
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