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SportFormel 1: Nico Hülkenberg - punktlos, aber völlig unbesorgt

Formel 1: Nico Hülkenberg – punktlos, aber völlig unbesorgt

Stand: 17.07.2026 • 10:29 Uhr

Nico Hülkenberg ist vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag (15 Uhr, Live-Ticker bei sportschau.de) in Spa-Francorchamps immer noch ohne WM-Punkt in der aktuellen Saison. Gerüchte über seine Ablösung bei Audi lächelt er aber weg.

Christian Hornung

622 Zähler hat Hülkenberg in seinen mittlerweile 16 Formel-1-Jahren gesammelt, dafür hat er 257 Rennen gebraucht. Einen Rekord hat er dabei sehr lange gehalten, ihn aber im Vorjahr an seinen Landsmann Adrian Sutil zurückgegeben: Der Emmericher war lange Zeit der Fahrer im Formel-1-Zirkus mit den meisten Rennen ohne einen Podiumsplatz.

Damit war aber am 6. Juli des Vorjahres endlich Schluss. Beim Großen Preis von Silverstone regnete es mal wieder, das mag Hülkenberg sehr. Im Alter von 37 Jahren fuhr er auf den dritten Platz und belegte am Saisonende mit stolzen 57 Punkten den 11. Rang in der Fahrerwertung.

Live-Ticker, Sonntag 15 Uhr

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Fahrerwertung

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Gerüchte über einen Fahrerwechsel

Danach war die Zeit des Sauber-Rennstalls, für den Hülkenberg fuhr, in der Königsklasse des Motorsports vorbei. Doch das Nachfolgeteam Audi hielt am Deutschen fest, der als absolut loyaler, zuverlässiger Teamplayer gilt und mit seiner immensen Erfahrung exakt in das Suchprofil der Ingolstädter passte. Noch hat sich das Engagement von Hülkenberg bei Audi allerdings nicht in Punkten niedergeschlagen, vielleicht auch deshalb kamen zuletzt Gerüchte über einen Fahrerwechsel für das kommende Jahr auf.

Carlos Sainz wird bei Audi gehandelt, und es scheint klar, dass es dabei nur um das Cockpit des Deutschen gehen kann. Doch als Hülkenberg in Spa-Francorchamps auf diese Idee angesprochen wurde, reagierte er ziemlich entspannt und erlaubte er sich sogar einen kleinen Seitenhieb in Richtung des 31-jährigen Spaniers, der aktuell für Williams fährt.

“Der Ersatzfahrerplatz ist noch frei”

Als “typisches Sommergetöse in der Formel 1” tat “Hulk” die Spekulationen um Sainz ab. Und schob dann ein bisschen spöttisch nach: “Ich glaube, der Ersatzfahrerplatz ist frei, aber ich bezweifle, dass er daran interessiert wäre. Es gibt keine Fragezeichen für mich.”

Rückendeckung aus dem eigenen Rennstall hat Hülkenberg zuletzt vor zwei Wochen in Silverstone bekommen, da stärkte Teamchef Mattia Binotto seinen Piloten mit diesen Worten: “Nico hat nach wie vor sehr viel Benzin in seinem Blut. Er ist fokussiert, er ist konstant und er sieht nach wie vor aus wie ein junger Fahrer. Es läuft gut bei ihm und darüber freuen wir uns sehr.”

Zwischen “schwer zu verdauen” und einem zufriedenen Team

Ob es sich bei Binottos Fazit (“läuft gut bei ihm”) um Gesundbeterei, Motivation oder auch nur um Schall und Rauch handelte, bleibt fraglich. Hülkenberg selbst ist zwiegespalten, was seine bisherige Performance angeht. Nachdem er in Silverstone bereits zum vierten Mal in neun Rennen nicht die Zielflagge sah, gab er zu: “Das ist wirklich schwer zu verdauen.”

Schwierige Phase: Nico Hülkenberg fährt in Barcelona hinter Liam Lawson her

Als milderne Umstände darf er aber natürlich auch die Tücken einer Debütsaison für sich in Anspruch nehmen und hält fest: “Ich weiß, dass das Team sehr zufrieden mit Gabi und mir ist. Wir fangen gerade erst an. Das ist unser erstes Jahr als Team, und die Verträge sind sehr klar.”

“Gabi” fuhr schon zweimal in die Punktränge

“Gabi” ist sein Teamkollege Gabriel Bortoleto, und der hat immerhin schon gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, mit diesem Auto in die Top Ten zu fahren. Beim Debüt in Australien landete der 21-jährige Brasilianer direkt auf Platz neun, zuletzt in Silverstone holte er als Achter wieder Punkte.

Entsprechend wächst vor Spa-Francorchamps dann doch auch der Druck auf Hülkenberg, ganz unabhängig davon, ob an den Gerüchten um einen Fahrerwechsel etwas dran ist. Bis einschließlich 2027 läuft das Arbeitspapier des letzten Deutschen in der Formel 1 bei Audi. Dass es bei anhaltender Erfolgslosigkeit in diesem Zirkus manchmal auch ganz schnell gehen kann, weiß in der Szene kaum einer besser als er selbst.


Quelle:

www.sportschau.de

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