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TechnologieTop 10: Die beste Android-Box fürs Auto-Display

Top 10: Die beste Android-Box fürs Auto-Display

Streaming im Auto? Eine Android-Box bringt Youtube, Netflix & Co. über den Carplay-Anschluss aufs Infotainment-Display.

Was nach Zukunftsmusik klingt, lässt sich einfach nachrüsten: Streaming und Fernsehen direkt auf dem Infotainment-Display. Möglich machen das Android-Boxen, auch Carplay-AI-Boxen genannt. Sie werden per USB mit dem Carplay-Anschluss verbunden und stellen auf dem Fahrzeug-Display eine eigene Android-Oberfläche dar – etwa mit Apps wie Youtube, Netflix, Disney+, Prime Video oder Magenta TV.

Als Alternative gibt es zudem HDMI-Adapter, an die sich Streaming-Sticks oder andere Zuspieler anschließen lassen. Beide Lösungen setzen kabelgebundenes Carplay im Infotainment-System voraus. Die Kompatibilität kann je nach Fahrzeug und verwendeter Software variieren. Die Internetverbindung läuft je nach Modell über den Hotspot des Smartphones oder einen integrierten SIM-Karten-Slot.

Ob Mittagspause, Campingurlaub oder lange Wartezeit – wer kein Tablet dabei hat, kann das Infotainment-System als Streaming-Display nutzen, etwa zur Unterhaltung von Kindern. Wir stellen die besten Android-Boxen vor, um Streaming-Dienste komfortabel im stehenden Auto zu nutzen.

Rechtlicher Hinweis

Während der Fahrt darf der Fahrer weder fernsehen noch Videos streamen. Das lenkt gefährlich ab und kann gegen § 23 Abs. 1a StVO verstoßen. Streaming-Inhalte sollten daher ausschließlich genutzt werden, wenn das Fahrzeug steht und der Motor vollständig ausgeschaltet ist. Eine Start-Stopp-Automatik oder das Ruhen des elektrischen Antriebs reichen ausdrücklich nicht aus.

Welche Android-Box ist die beste fürs Streaming im Auto?

Testsieger ist die Ottocast Ottoaibox E2. Die smarte Box überzeugt im Test mit zuverlässigem Betrieb, SIM-Karten-Slot, Play Store und einem fairen Preis von 112 Euro (Code: TS20).

Technologiesieger ist die Carlinkit Tbox Ultra für 225 Euro. Das Gerät bietet Android 15, den schnellsten Prozessor im Testfeld sowie viel Speicher und RAM.

Preis-Leistungs-Sieger ist die neue Lamtto RC26 ab 98 Euro (Code: heise20). Die Android-Box ist kompakt, zuverlässig und preiswert. Ein SIM-Karten-Slot fehlt zwar, dafür gibt es aber den Play Store.

Für BMW-Besitzer ist die Ottocast Aibox i3 für 152 Euro (Code: TS20) die einzige kompatible Möglichkeit in dieser Bestenliste.

Hier folgt das komplette Ranking:

Hinweis: Käufe bei chinesischen Händlern sind oft günstiger, doch Service und Durchsetzung von Verbraucherrechten wie Rückgabe oder Gewährleistung können eingeschränkt sein. Wir verlinken Händler, mit denen wir meist gute Erfahrungen gemacht haben.

Die Preise sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und können jederzeit abweichen.

KURZÜBERSICHT

Die Ottocast Ottoaibox E2 überzeugt als einfache Aufrüstlösung fürs Auto. Einrichtung und Internetzugang per WLAN-Hotspot oder SIM-Karte funktionieren problemlos. Über den Play Store stehen zahlreiche Android-Apps bereit. Zudem dient die Box als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay. Der Preis von 112 Euro (Code: TS20) ist fair.

VORTEILE

vollwertiges Android-System samt Play Storeeinfache EinrichtungNutzung von SIM-Karte möglichrelativ preiswert

NACHTEILE

nur LTE (4G)wenig RAMSystem basiert noch auf Android 13

Carlinkit Tbox Ultra im Test: Android 15 fürs Auto mit Youtube & Co.

Die Carlinkit Tbox Ultra zählt zu den besten Lösungen ihrer Klasse. Die smarte Box setzt bereits auf Android 15, kombiniert mit einem vergleichsweise flotten Prozessor. Auch 5G‑Unterstützung inklusive SIM‑Schacht ist an Bord. Damit lässt sich das Infotainmentsystem um vollwertiges Android erweitern. Bei Proshop kostet die Tbox Ultra rund 225 Euro.

VORTEILE

flottes InterfaceAndroid 15unterstützt gängige Android-AppsSIM-Schacht & 5GOption für Carplay und Android Auto

NACHTEILE

Probleme mit SIM-Kartekein HDMI-Ausgangrelativ großnicht für BMW geeignet

Lamtto RC26 im Test: Wireless-Adapter rüstet Android und Play Store im Auto nach

Die Lamtto RC26 ist eine kompakte und zuverlässige Lösung für alle, die Android samt Google Play Store auf das Infotainmentsystem im Fahrzeug nachrüsten möchten – ein Smartphone-Hotspot ist dabei allerdings Pflicht. Direkt beim Hersteller kostet die Box mit dem Code heise20 nur 98 Euro.

VORTEILE

vollständiger Google Play Storekabelloses Carplay und Android Autoschnelle EinrichtungOTA-Updates

NACHTEILE

ohne MobilfunkmodulGehäuse aus Kunststoffnur 1 Jahr Garantie

Ratgeber

Was ist eine Android-Box für das Auto?

Eine Android-Box fürs Auto – oft auch Carplay AI Box genannt – ist ein kompakter Adapter, der über die Carplay-Schnittstelle mit dem Infotainment-System verbunden wird. Voraussetzung ist daher in der Regel, dass das Fahrzeug Apple Carplay unterstützt. Die Box nutzt diesen Zugang, um auf dem Fahrzeug-Display eine eigene Android-Oberfläche darzustellen.

Im Unterschied zu klassischem Apple Carplay oder Android Auto beschränken sich viele dieser Geräte nicht nur auf Navigation, Musik und Telefonie. Je nach Modell bringen sie ein weitgehend offenes Android-System mit – teils sogar inklusive Google Play Store. Dadurch lassen sich auch Apps wie Youtube, Netflix, Disney+, Prime Video oder Magenta TV auf dem Autobildschirm nutzen, die über Carplay und Android Auto normalerweise nicht verfügbar sind.

Carlinkit Tbox Max

In dieser Bestenliste liegt der Fokus primär auf Android-Boxen. Sie sind die vielseitigste Lösung und kommen ohne zusätzliche Hardware aus – lediglich ein Smartphone als WLAN-Hotspot kann nötig sein. Dabei gibt es zwei Geräteklassen: geschlossene Systeme mit nur wenigen vorinstallierten Streaming-Apps und vollwertige Android-Boxen, auf denen sich weitere Apps direkt installieren lassen. Viele Modelle dienen zugleich als Wireless-Adapter für Carplay und Android Auto. Einige bringen zusätzlich einen SIM-Karten-Slot für eine eigene Mobilfunkverbindung mit.

Wichtig ist allerdings, dass die Kompatibilität nicht bei jedem Fahrzeug garantiert ist. Zwar funktionieren viele Android-Boxen in Autos mit Carplay-Unterstützung, doch je nach Hersteller, Softwarestand und Infotainment-System kann es Einschränkungen geben.

Darf man Netflix oder Youtube im Auto schauen?

Während der Fahrt darf der Fahrer keine Videos oder TV-Inhalte auf dem Infotainment-Display anschauen. Nach § 23 Abs. 1a StVO dürfen elektronische Geräte während der Fahrt nur unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden. Das Betrachten eines Videos erfordert jedoch eine längere Blickzuwendung und ist deshalb für den Fahrer nicht zulässig.

Streaming und Fernsehen sind daher nur im stehenden Fahrzeug erlaubt. Bei Kraftfahrzeugen muss der Motor vollständig ausgeschaltet sein. Eine Start-Stopp-Automatik oder das bloße Ruhen des elektrischen Antriebs genügen nicht. Warten an einer roten Ampel oder im Stau ist deshalb keine Ausnahme.

Ottocast P3 Carplay AI Box

Bei einem Verstoß drohen folgende Regelsätze:

100 Euro Bußgeld und 1 Punkt für die unzulässige Nutzung eines elektronischen Geräts150 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bei Gefährdung200 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bei Sachbeschädigung

Auch Mitfahrer sollten Videos nur dann schauen, wenn der Fahrer dadurch weder abgelenkt noch in seiner Sicht beeinträchtigt wird. Wir empfehlen, Streaming-Angebote ausschließlich im stehenden Fahrzeug und bei vollständig ausgeschaltetem Motor zu nutzen.

Braucht eine Android-Box kabelgebundenes Carplay?

Ja, in der Regel schon. Die meisten Android-Boxen nutzen den kabelgebundenen Carplay-Anschluss, um Bild und Ton auf das Infotainment-Display zu übertragen. Das Smartphone wird dafür nicht direkt mit der Box verbunden.

Bei Fahrzeugen, die ausschließlich kabelloses Carplay unterstützen, funktionieren viele Modelle daher nicht. Vor dem Kauf sollte man prüfen, welche Carplay-Variante das eigene Fahrzeug bietet und ob der Hersteller das konkrete Modell als kompatibel aufführt. Auch bei vorhandener kabelgebundener Verbindung kann es je nach Fahrzeug, Infotainment-System und Softwarestand zu Einschränkungen kommen.

Funktioniert eine Android-Box in jedem Auto mit Carplay?

Android-Boxen funktionieren in der Regel nur mit Fahrzeugen, die kabelgebundenes Carplay unterstützen. Zudem kann die Kompatibilität je nach Fahrzeugmodell, Infotainment-System und Softwarestand variieren. Vor dem Kauf empfiehlt es sich, auf der Website des Herstellers zu prüfen, ob das eigene Fahrzeugmodell als kompatibel gelistet ist. Bei Autos mit ausschließlich kabellosem Carplay kann es ebenfalls zu Einschränkungen kommen.

Eine besondere Herausforderung sind BMW-Fahrzeuge: Bei vielen Modellen ist Carplay ab Werk nur kabellos verfügbar. Klassische Android-Boxen, die einen kabelgebundenen Carplay-Anschluss voraussetzen, funktionieren dort deshalb oft nicht. Für bestimmte BMW-Modelle gibt es spezielle Boxen wie die Ottocast Aibox i3 für 175 Euro (Code: TS20), die auf die jeweiligen iDrive-Versionen abgestimmt sind. Vor dem Kauf sollte man daher unbedingt die Kompatibilitätsliste des Herstellers prüfen.

Braucht die Android-Box eine SIM-Karte?

Nicht zwingend – das kommt auf das Modell an. Grundsätzlich lässt sich mit jedem Smartphone ein mobiler Hotspot einrichten, mit dem sich die Android-Box dann per WLAN verbindet. Das reicht für die meisten Anwendungsfälle aus.

Wer ein Modell mit SIM-Karten-Slot wählt, ist dagegen unabhängig vom Smartphone. In diesem Fall funktionieren Streaming-Apps wie Youtube oder Netflix im Auto auch ohne Handy in der Nähe.

Kann man mit einer Android-Box auch Android Auto nutzen?

Ja, die meisten Modelle dieser Bestenliste bieten einen eigenen Modus, um zwischen dem Android-System der Box und Carplay oder Android Auto umzuschalten. In diesem Modus agiert die Box als Adapter und gibt die jeweilige Schnittstelle mit allen gewohnten Funktionen – aber auch deren Einschränkungen – auf dem Display aus. Per Tipp auf ein Icon gelangt man in der Regel jederzeit zurück auf den Homescreen des Android-Systems der AI-Box.

Was ist der Unterschied zwischen Android-Box, HDMI-Adapter und Wireless-Adapter?

Wie eingangs erwähnt, verfügt eine Android-Box über ein eigenständiges Android-Betriebssystem. Sie nutzt lediglich die Carplay-Schnittstelle des Fahrzeugs, um Bild und Ton auf das Infotainment-Display zu übertragen. Je nach Modell lassen sich darauf Apps wie Youtube, Netflix oder Prime Video installieren. Einige Geräte unterstützen zusätzlich Android Auto und können als Wireless-Adapter dienen.

HDMI-Adapter besitzen dagegen keinen eigenen App-Store. An ihren HDMI-Eingang lassen sich externe Zuspieler wie Streaming-Sticks oder TV-Boxen anschließen. Dazu gehören etwa der Ottocast Car TV Mate Pro Max und der Carlinkit Firedrive Link. Letzterer ist laut Hersteller vor allem für einen Amazon Fire TV-Stick ausgelegt, funktioniert aber teilweise auch mit anderen Zuspielern.

Ottocast Car TV Mate Pro Max

Daneben gibt es Wireless-Adapter für Carplay und Android Auto. Sie dienen in erster Linie dazu, das Smartphone kabellos mit dem Infotainment-System zu verbinden – auch wenn dieses von Haus aus nur eine kabelgebundene Verbindung unterstützt. Der Adapter wird per USB mit dem Infotainment-System verbunden und koppelt sich anschließend drahtlos mit dem Smartphone. Einige Modelle bieten zusätzlich einen HDMI-Eingang oder unterstützen Airplay und Mirrorlink, um Inhalte vom Smartphone auf das Display zu spiegeln.

Wie haben wir getestet?

Genutzt haben wir einen privaten Opel Astra (Baujahr 2017), der sowohl Carplay als auch Android Auto unterstützt, aber noch keine kabellose Verbindung bietet. Als Smartphones kamen ein iPhone 12 Pro Max sowie ein Honor Magic V3 zum Einsatz.

Im Test haben wir geprüft, wie einfach die Einrichtung ist, eine externe SIM-Karte verwendet und das Installieren von Apps sowie das Abspielen von Netflix und Youtube ausprobiert.

In die Bewertung geflossen sind neben Geschwindigkeit und Stabilität des Systems auch, ob das Gerät eine eigene Mobilfunkanbindung mitbringt, wie kompatibel es im Allgemeinen ist und ob der Preis im Verhältnis zur Leistung steht.

Fazit

Streaming im Auto lässt sich mit den richtigen Adaptern überraschend einfach nachrüsten – vorausgesetzt, das Fahrzeug unterstützt Apple Carplay. Ob mit einer Android-basierten Box oder einem HDMI-Adapter für TV-Sticks: Die Auswahl an Lösungen ist groß und bietet für verschiedene Bedürfnisse passende Optionen.

Besonders flexibel zeigt sich der Testsieger Ottocast Ottoaibox E2, sehr fortschrittlich ist zudem die Carlinkit Tbox Ultra als Technologiesieger. Eine günstige Alternative ist die Lamtto RC26 sowie auch die Carlinkit Tbox Plus oder Ottocast Play2Video Ultra – letzterer aber ohne Play Store. BMW-Fahrer benötigen die Aibox i3 von Ottocast.

Wichtig ist jedoch: Streaming ist ausschließlich im stehenden Fahrzeug erlaubt – während der Fahrt ist es verboten und gefährlich. Wer die Technik verantwortungsvoll nutzt, kann sich unterwegs komfortabel unterhalten lassen, etwa beim Camping im Urlaub oder in der Mittagspause.

BESTENLISTE

Ottocast Ottoaibox E2 im Test: Youtube & Android-Apps im Auto nutzen

Die Ottoaibox bringt nicht nur drahtloses Android Auto und Carplay – sie rüstet das Infotainment mit vollwertigem Android und Play Store nach.

VORTEILE

vollwertiges Android-System samt Play Storeeinfache EinrichtungNutzung von SIM-Karte möglichrelativ preiswert

NACHTEILE

nur LTE (4G)wenig RAMSystem basiert noch auf Android 13

Die Ottoaibox bringt nicht nur drahtloses Android Auto und Carplay – sie rüstet das Infotainment mit vollwertigem Android und Play Store nach.

Fahrzeugschnittstellen wie Apple Carplay oder Android Auto ermöglichen es, Musik vom Smartphone über das Autoradio zu streamen oder mit Google Maps zu navigieren. Aus Sicherheitsgründen ist der Zugriff jedoch auf ausgewählte Apps beschränkt – Streaming-Dienste wie Netflix oder Youtube sind ausgeschlossen.

Wer sein Infotainment-System um ein vollwertiges Android erweitern möchte, um auf die gesamte App-Vielfalt zuzugreifen, findet mit der Ottocast Ottoaibox E2 eine interessante Lösung. Wie sich die smarte Box in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Hinweis: Das Abspielen von Videoinhalten während der Fahrt ist gefährlich und daher zu Recht verboten. Die Nutzung sollte ausschließlich im Stand und bei ausgeschaltetem Motor erfolgen.

Design & Lieferumfang

Die Ottocast-Aibox ist quadratisch gestaltet und verfügt über abgerundete Ecken. Das Kunststoffgehäuse wirkt trotz des Materials hochwertig: Dazu trägt die silberne Lackierung an den Rändern bei, die einen edlen Eindruck hinterlässt. Spaltmaße sind nicht erkennbar. Die Abmessungen betragen 76 × 76 × 15 mm. Damit ist die Box zwar größer als Wireless-Adapter für Carplay oder Android Auto, aber auch nicht zu groß, um im Cockpit störend aufzufallen.

An einer Seite befindet sich ein USB-C-Anschluss, auf der gegenüberliegenden ein SIM-Karten-Slot sowie ein microSD-Karten-Slot. Eine LED unterhalb des Ottocast-Schriftzugs signalisiert Stromversorgung und Datenübertragung. Zum Lieferumfang gehören ein USB-C-auf-USB-A-Kabel, ein USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie ein USB-A-Verlängerungskabel.

Einrichtung

Die Einrichtung ist unkompliziert: Die Box wird per Kabel an einen USB-A- oder USB-C-Port im Fahrzeug angeschlossen, der normalerweise für das Smartphone zum Betrieb von Android Auto oder Carplay vorgesehen ist. Anschließend erscheint im Infotainment-System ein Carplay-Icon. Das ist kein Grund zur Irritation – die Box nutzt lediglich die Schnittstelle, um ihr eigenes Bildsignal auf dem Fahrzeugdisplay auszugeben. Nach dem Antippen des Icons startet das System der Box.

Zunächst blendet das Gerät einen Warnhinweis ein, der vom Abspielen von Videos während der Fahrt abrät. Danach erscheint der Startbildschirm mit der aufgeräumten, eigenständigen Oberfläche. Ein Hinweis auf die optionale Nutzung einer kostenpflichtigen eSIM kann man überspringen. Vorinstalliert sind unter anderem Youtube, Google Chrome, Google Maps sowie der Play Store.

Für die Internetverbindung stehen zwei Optionen zur Verfügung: Entweder verbindet sich die Box über einen WLAN-Hotspot des Smartphones oder über eine handelsübliche SIM-Karte. Beim Systemstart fragt die Oberfläche nach der PIN, was reibungslos funktioniert. Alternativ bietet Ottocast ein kostenpflichtiges eSIM-Datenpaket an.

Zusätzlich fungiert die Ottoaibox als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay. Dafür wird das Smartphone per Bluetooth gekoppelt; anschließend bauen die Geräte eine lokale WLAN-Verbindung auf. Android Auto oder Carplay lassen sich dann über die App „Multiplay“ starten. Zu beachten ist allerdings, dass das Smartphone in diesem Wireless-Betrieb nicht gleichzeitig als WLAN-Hotspot genutzt werden kann.

Die Ottoaibox E2 ist grundsätzlich mit allen Fahrzeugen kompatibel, die kabelgebundenes Carplay unterstützen – mit Ausnahme von BMW. Lediglich die Ottocast Aibox i3 ist für Fahrzeuge der Bayerischen Motorenwerke geeignet.

Funktionen

Das Betriebssystem ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und basiert auf Android 13. Die Oberfläche Ottodrive 2.5 ist jedoch übersichtlich gestaltet. Bei bestehender Internetverbindung lassen sich Firmware-Updates drahtlos („Over-the-Air“) installieren. Der Hersteller stellt regelmäßig Aktualisierungen bereit, nennt jedoch keinen festen Update-Rhythmus.

Als Prozessor kommt ein Snapdragon 665 zum Einsatz. Der inzwischen deutlich in die Jahre gekommene Chip reicht für einen flüssigen Betrieb aus, früher wurde er häufig in günstigen Mittelklasse-Smartphones verbaut. Mit 4 GB Arbeitsspeicher fällt die Ausstattung knapp aus, für den vorgesehenen Einsatzzweck genügt sie jedoch. Der interne Speicher umfasst 64 GB. Konkurrenzmodelle von Carlinkit setzen teils auf leistungsstärkere Chips und mehr RAM.

Für die Datenübertragung nutzt die Box Wi-Fi 5. Für die mobile Nutzung ist ein integriertes LTE-Modem (4G) vorhanden. Angesichts aktueller Standards wäre 5G wünschenswert gewesen – ist aber mangels ausreichender Netzabdeckung auf dem Land zu verschmerzen. Die maximale Ausgabeauflösung beträgt Full-HD und ist für gängige Infotainment-Displays mehr als ausreichend. GPS ist ebenfalls an Bord.

Ottocast Ottoaibox E2

Preis

Regulär kostet die Ottoaibox E2 beim Hersteller 187 Euro. Aktuell ist sie bereits auf 120 Euro reduziert – mit dem Code TS20 gibt es zusätzlich 20 Prozent Rabatt. So kostet die Smart Box nur noch 112 Euro. Der Versand ist kostenlos.

Da der Hersteller seinen Sitz in der Volksrepublik China hat, finden die EU-Verbraucherschutzbestimmungen keine Anwendung. Allerdings gewährt Ottocast freiwillig eine zweijährige Garantie sowie ein 30-tägiges Umtauschrecht. Beim Rückversand können jedoch Versandkosten anfallen, die vom Käufer zu tragen sind.

Fazit

Die Ottocast Ottoaibox E2 hat uns als Aufrüstlösung fürs Auto überzeugt. Die Einrichtung gelingt unkompliziert. Sowohl per WLAN-Hotspot als auch mit SIM-Karte ließ sich problemlos eine Internetverbindung herstellen, über den Play Store stehen zahlreiche relevante Android-Apps zur Verfügung.

Zusätzlich fungiert die Box als Wireless-Adapter für Android Auto und Carplay, sodass sich das Smartphone während der Fahrt komfortabel einbinden lässt. Insgesamt entwickelt sich die Aibox damit zur vielseitigen Entertainment-Station.

Technisch liegt das Gerät hinter einigen Mitbewerbern zurück: 4 GB RAM, ein älterer Prozessor und Android 13 wirken nicht mehr zeitgemäß. In der Praxis zeigt sich die Ottoaibox E2 jedoch zuverlässig, zudem ist der Preis fair. Daher können wir das Gerät empfehlen.

Carlinkit Tbox Ultra im Test: Android 15 fürs Auto mit Youtube & Co.

Mehr Leistung und aktuelle Software: Die Carlinkit Tbox Ultra rüstet Fahrzeuge mit Android 15 und Apps nach. Wireless Carplay und Android Auto gibt es ebenfalls.

VORTEILE

flottes InterfaceAndroid 15unterstützt gängige Android-AppsSIM-Schacht & 5GOption für Carplay und Android Auto

NACHTEILE

Probleme mit SIM-Kartekein HDMI-Ausgangrelativ großnicht für BMW geeignet

Mehr Leistung und aktuelle Software: Die Carlinkit Tbox Ultra rüstet Fahrzeuge mit Android 15 und Apps nach. Wireless Carplay und Android Auto gibt es ebenfalls.

Aus Sicherheitsgründen bleiben Entertainment-Apps im Auto gesperrt: Youtube oder Netflix lassen sich somit nicht per Carplay oder Android Auto nutzen. Das ist während der Fahrt absolut sinnvoll – im Stand, etwa während einer Pause oder im Urlaub, wirkt diese Einschränkung jedoch streng.

Genau an dieser Stelle setzt die Carlinkit Tbox Ultra an. Der Nachfolger der Carlinkit Tbox UHD bietet eine schnellere CPU und bringt zudem ein vollwertiges Android 15 ins Auto. Das ermöglicht den Zugriff auf den Google Play Store und nahezu alle gängigen Apps.

Getestet haben wir die Carlinkit Tbox Ultra in einem Opel Astra K (Baujahr 2017). Als Smartphones kamen ein Honor Magic V3 sowie ein iPhone 12 Pro Max zum Einsatz. Achtung: Bei BMW-Fahrzeugen funktioniert diese Lösung nicht.

Hinweis: Das Streamen oder Ansehen von Videos während der Fahrt ist unzulässig, gefährlich und verstößt gegen das Handy- und Ablenkungsverbot gemäß § 23 Abs. 1a StVO. Im Stand darf die Nutzung nur bei ausgeschaltetem Motor erfolgen.

Design

Optisch erinnert die Tbox Ultra mit ihrem konsolenähnlichen Design stark an den Vorgänger. Statt in Weiß ist das Gehäuse aus ABS nun in Blau gehalten. Die Box fällt erneut recht wuchtig aus und wirkt dadurch im Cockpit vergleichsweise präsent. An den Abmessungen hat sich kaum etwas geändert: Mit 90 × 84,9 × 17,1 mm entspricht sie weitgehend dem Vorgängermodell.

Seitlich befindet sich ein USB-C-Anschluss, über den die Box mit dem Fahrzeug verbunden wird. Ebenfalls an der Seite sitzen zwei Steckplätze – jeweils für eine SIM-Karte und eine microSD-Karte. Zum Lieferumfang gehören passende Kabel von USB-C auf USB-A sowie von USB-C auf USB-C, zusätzlich liegt ein Verlängerungskabel mit USB-A-Anschluss bei.

Einrichtung

Die Tbox Ultra wird per Kabel mit dem Fahrzeug verbunden – an dem USB-Anschluss, an dem normalerweise das Smartphone für Carplay oder Android Auto steckt. Auf dem Infotainment-Display erscheint anschließend ein Carplay-Icon. Das ist zunächst etwas irreführend: Wird es ausgewählt, startet nicht Carplay, sondern das integrierte System auf Basis von Android 15. Direkt zum Start blendet die Box einen Warnhinweis ein, der darauf hinweist, dass das System nicht während der Fahrt genutzt werden soll.

Für die Internetverbindung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder richtet man über das Smartphone einen WLAN-Hotspot ein und verbindet die Box damit, oder man nutzt eine SIM-Karte direkt im Gerät. Letztere Option ermöglicht einen autarken Betrieb, unabhängig vom Smartphone. Um Apps aus dem Google Play Store zu installieren, ist eine Anmeldung mit dem eigenen Google-Konto erforderlich – eine aktive Internetverbindung vorausgesetzt. Die Einrichtung gelingt in wenigen Minuten.

Carlinkit Tbox Ultra

Soll Carplay oder Android Auto genutzt werden, wird die Tbox zunächst per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Anschließend baut die Box automatisch eine WLAN-Verbindung auf. Einmal tippen auf das „Autokit“-Icon im Startbildschirm genügt, um den jeweiligen Modus zu starten. Danach erscheint – abhängig vom verbundenen Smartphone – die gewohnte Oberfläche von Android Auto oder Carplay. Nutzt man das Smartphone als WLAN-Hotspot, wird diese Verbindung beim Wechsel in den Carplay- oder Android-Auto-Modus getrennt.

Trotz einer Leistungsaufnahme von nur 5 W war die Autobatterie bei unserem Opel Astra nach rund 15 Minuten leer. Primäre Ursache war vermutlich das eingeschaltete Licht – die Automatik aktiviert es automatisch und verlangt mindestens Standlicht, ein Ausschalten ist nicht möglich bei aktiver Zündung. Zudem war die Autobatterie bereits geschwächt. Wer das Gerät länger bei ausgeschaltetem Motor betreiben möchte, sollte daher auf eine gut geladene, intakte Autobatterie achten und alle zusätzlichen Verbraucher konsequent abschalten.

Features

Als Betriebssystem kommt eine herstellereigene Bedienoberfläche auf Basis von Android 15 zum Einsatz, die übersichtlich gestaltet ist. Vorinstalliert sind unter anderem Youtube, Chrome, Netflix und Google Maps. Zusätzlich steht der Google Play Store zur Verfügung, wodurch eine große Auswahl weiterer Apps installiert werden kann.

Als Prozessor arbeitet ein Qualcomm SM6350, unterstützt von 8 GB RAM. Damit reagiert die Tbox Ultra deutlich flüssiger als der Vorgänger Tbox UHD, der im Alltag teils träge wirkte. Der interne Speicher beträgt 128 GB; eine Variante mit 256 GB ist derzeit nicht verfügbar. Per microSD-Karte lässt sich der Speicher um bis zu 512 GB erweitern. Zur Positionsbestimmung stehen GPS, Glonass und Beidou bereit. Ein HDMI-Ausgang ist nicht vorhanden.

Für lokale Netzwerkverbindungen unterstützt die Tbox Ultra WLAN nach Wi-Fi-5-Standard. Mobil ist das Gerät erstmals auch per 5G über eine SIM-Karte nutzbar – der Vorgänger beschränkte sich auf LTE. Allerdings hatten wir im Test Probleme, unsere SIM-Karte zu nutzen. Wie es aussieht, muss man die PIN der SIM-Karte deaktivieren – was aber ein Sicherheitsrisiko wäre.

Laut Hersteller Carlinkit sollen bis zu 98 Prozent aller Fahrzeuge mit Carplay-Unterstützung kompatibel sein. Eine Ausnahme sind Fahrzeuge von BMW, die nicht mit diesem Modell zusammenarbeiten.

Preis

Mit dem Rabattcode TechStage kostet die Tbox Ultra direkt beim Hersteller 230 Euro – ist aber vergriffen. Andere Händler wie Proshop verlangen nur 225 Euro.

Hinweis: Da der Hersteller seinen Sitz in China hat, gelten die EU-Verbraucherschutzbestimmungen nicht. Der Anbieter gewährt jedoch eine Garantie von einem Jahr sowie ein 30-tägiges Umtauschrecht. Beim Rückversand ist allerdings mit Versandkosten zu rechnen.

Fazit

Die Carlinkit Tbox Ultra ist eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers. Mit 5G-Unterstützung per SIM-Karte und Android 15 erweitert die smarte Box ihren Funktionsumfang deutlich. Das System arbeitet schnell und flüssig und bietet vollen Zugriff auf den Google Play Store. Wer sein Fahrzeug um ein vollwertiges Android-System erweitern möchte, erhält hier eine überzeugende Lösung. Nur für BMW-Besitzer eignet sich die Box nicht.

Per Hotspot funktionierte die Box tadellos. Das größte Ärgernis waren jedoch unsere Probleme, die SIM-Karte zum Laufen zu bringen. Wir stehen in Kontakt mit dem Hersteller und werden nach einer Lösung suchen. Sobald wir mehr wissen, aktualisieren wir diesen Testbericht.

Die Box fällt relativ groß aus und kann im Cockpit sichtbar Platz einnehmen, was im Test jedoch nicht störte. Wichtig ist der verantwortungsvolle Einsatz: Streaming-Apps dürfen während der Fahrt nicht genutzt werden. Bei Verwendung im Stand sollte der Motor ausgeschaltet sein. Dann ist aber darauf zu achten, Licht und andere Verbraucher abzuschalten – wir raten dazu, die Box nur mit einer ausreichend geladenen Autobatterie zu nutzen.

Lamtto RC26 im Test: Wireless-Adapter rüstet Android und Play Store im Auto nach

Youtube und Netflix im Auto? Der Lamto RC26 bringt Android aufs Infotainmentsystem und bietet auch kabelloses Carplay und Android Auto.

VORTEILE

vollständiger Google Play Storekabelloses Carplay und Android Autoschnelle EinrichtungOTA-Updates

NACHTEILE

ohne MobilfunkmodulGehäuse aus Kunststoffnur 1 Jahr Garantie

Youtube und Netflix im Auto? Der Lamto RC26 bringt Android aufs Infotainmentsystem und bietet auch kabelloses Carplay und Android Auto.

Streaming-Apps für Videos sind bei Apple Carplay und Android Auto aus Sicherheitsgründen bewusst gesperrt. Wer jedoch in der Pause auf dem Parkplatz über das Infotainmentsystem Inhalte streamen möchte, kann dafür eine smarte AI-Box mit Android nutzen.

Die Lamtto RC26 rüstet ein vollständiges Android-System nach – inklusive Zugang zum umfangreichen Google Play Store. Zusätzlich fungiert das Gerät als Wireless-Adapter für Carplay und Android Auto, um das Handy kabellos mit dem Fahrzeug zu verbinden. Wie sich die kleine Box in der Praxis schlägt, zeigt dieser Testbericht. Der Hersteller hat uns das Testmuster unentgeltlich leihweise zur Verfügung gestellt.

Design & Lieferumfang

Der Lamtto RC26 präsentiert sich in einem achteckigen und quaderförmigen Formfaktor. Mit Abmessungen von rund 8,2 × 5,2 × 1,6 cm und einem Gewicht von etwa 150 g bleibt die Box angenehm kompakt – in etwa so groß wie eine Kreditkarte und so dick wie ein Daumen. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, ist aber sauber verarbeitet.

An den Seiten befinden sich Kühlschlitze; vorne und hinten je ein USB-C-Ausgang sowie optional USB-A und Mini-HDMI als Eingänge. Zum Lieferumfang gehören zwei Kabel: ein USB-C-auf-USB-C- sowie ein USB-C-auf-USB-A-Kabel.

Einrichtung & Funktionen

Die Inbetriebnahme ist unkompliziert: Die RC26 wird per USB-A oder USB-C in den entsprechenden Anschluss des Fahrzeugs gesteckt. Eine ins Gehäuse integrierte LED leuchtet im Betrieb in verschiedenen Farben auf und zeigt so an, ob das Gerät mit dem Auto oder mit dem Smartphone verbunden ist.

Im Infotainmentsystem des Fahrzeugs erscheint anschließend das Icon für Carplay oder Android Auto – die Verbindung zur Box steht. Ein Tipp auf das Icon öffnet in knapp 15 Sekunden den Android-Homescreen, auf dem bereits einige Apps vorinstalliert sind – darunter Netflix, Youtube und der Google Play Store. Das ist keineswegs selbstverständlich: Viele günstige Android-Boxen dieser Art beschränken sich auf wenige vorinstallierte Apps oder bieten lediglich einen chinesischen App-Store. Zusätzlich stehen Icons für Android Auto und Carplay bereit.

Für das Streaming von Inhalten benötigt die RC26 allerdings einen WLAN-Hotspot vom Smartphone – eine SIM-Karte oder ein eigenes Mobilfunkmodul besitzt die Box nicht. Der Arbeitsspeicher beträgt 4 GByte RAM; im Betrieb läuft das System spürbar flüssig. Laut Hersteller werden regelmäßige OTA-Updates ausgeliefert – nach der Ersteinrichtung stand tatsächlich direkt eines bereit. Zudem lässt sich Gemini als KI-Assistent nutzen.

Wer stattdessen klassisches Carplay oder Android Auto nutzen möchte, wählt das jeweilige Icon auf dem Homescreen. Dazu muss das Smartphone zunächst per Bluetooth mit der Box gekoppelt werden – anschließend baut die RC26 eine lokale WLAN-Verbindung zum Gerät auf.

Welches der beiden Systeme standardmäßig genutzt wird, lässt sich über einen versteckten Schalter am Gehäuse umstellen, der mit einer beiliegenden Nadel betätigt wird. Details dazu erklärt die Bedienungsanleitung.

Lamtto RC26

Über den USB-A-Anschluss lassen sich zudem Medien von einem USB-Stick abspielen. Der HDMI-Ausgang wiederum ermöglicht den Anschluss eines externen Monitors – praktisch etwa für einen kompakten Bildschirm für die Passagiere auf der Rückbank.

Wichtiger Hinweis: Die Nutzung von Streaming-Apps und Spielen ist ausschließlich im Stand bei ausgeschaltetem Motor erlaubt. Während der Fahrt ist sie verboten und kann Bußgelder sowie den Verlust des Führerscheins nach sich ziehen. Auch der Beifahrer darf nicht schauen, solange nicht sichergestellt ist, dass der Fahrer dadurch nicht abgelenkt wird.

Preis

Direkt beim Hersteller kostet die Lamtto RC26 etwa rund 122 Euro. Mit dem Code heise20 sinkt der Preis um 20 Prozent auf 98 Euro. Für den versicherten Versand kommen 3 Euro hinzu. Der Hersteller gewährt eine Garantie von einem Jahr.

Wer beim chinesischen Hersteller direkt kauft, sollte wissen, dass europäische Verbraucherschutzrechte dort nur bedingt durchsetzbar sind – im Garantiefall können lange Rücksendewege und Wartezeiten die Folge sein.

Fazit

Die Lamtto RC26 löst ihr Versprechen ein: Die kleine Box rüstet ein vollständiges Android-System ins Fahrzeug nach und macht dabei eine solide Figur. Einrichtung und Bedienung gehen flott von der Hand, das System läuft spürbar flüssig – und dank des Google Play Store steht ein großes App-Angebot bereit. Wer auf dem Parkplatz Netflix oder Youtube über das Infotainmentsystem genießen möchte, bekommt dafür eine praktische und kompakte Lösung.

Abstriche gibt es bei der Abhängigkeit vom Smartphone-Hotspot: Ohne ihn funktionieren weder Streaming noch Updates. Wer auf europäischen Käuferschutz Wert legt, sollte beim Direktkauf beim Hersteller bedenken, dass im Servicefall längere Wartezeiten anfallen können.

Carlinkit Tbox Plus im Test: Carplay & Android Auto Wireless mit Streaming-Apps

Mehr als kabellos: Die Carlinkit Tbox Plus löst Carplay und Android Auto vom Smartphone und bringt Streaming, Apps und Navigation direkt ins Auto.

VORTEILE

eigenes Android-System mit App Store und Streaming-DienstenWireless Carplay und Android Autobenutzerfreundliche Oberfläche mit einfacher Navigationerweiterbar mit microSD-Karte

NACHTEILE

Internetverbindung über Hotspot oder SIM-Karte notwendigkein HDMI

Mehr als kabellos: Die Carlinkit Tbox Plus löst Carplay und Android Auto vom Smartphone und bringt Streaming, Apps und Navigation direkt ins Auto.

Die Carlinkit Tbox Plus will mehr sein als nur ein Adapter für kabelloses Carplay und Android Auto. Sie bringt ein vollwertiges Android-Betriebssystem ins Auto – mit eigener Oberfläche, App-Store und Streaming-Diensten wie Netflix, Youtube oder Prime Video. So wird das Infotainmentsystem zum eigenständigen Entertainment-Hub, der auch ohne Smartphone auskommt.

Der Ansatz ähnelt Smartboxen von Atoto oder Lamtto, doch Carlinkit setzt auf leistungsstärkere Hardware, breite Kompatibilität und ein besonders aufgeräumtes Interface. Ob das System im Alltag überzeugt, klärt unser Test.

Design

Die Carlinkit Tbox Plus präsentiert sich als flache, quadratische Box mit abgerundeten Ecken und texturierter Oberfläche. Mit ihren kompakten Abmessungen von rund 8 × 8 × 1,2 cm passt sie problemlos in jedes Ablagefach. Zwei Status-LEDs auf der Oberseite zeigen an, ob die Box verbunden ist oder sich im Pairing-Modus befindet. Alle Anschlüsse befinden sich auf einer Seite: ein USB‑C‑Port für die Verbindung zum Fahrzeug, ein MicroSD‑Steckplatz sowie ein SIM‑Karten‑Slot.

Das Gehäuse ist solide verarbeitet und setzt auf ein schlichtes, funktionales Design. Zum Lieferumfang gehören zwei Kabel (USB-A-auf-C und USB-C-auf-C) sowie eine kurze Anleitung. Vier gummierte Punkte auf der Unterseite sorgen für sicheren Halt auf glatten Flächen.

Einrichtung

Die Einrichtung der Carlinkit Tbox Plus gelingt schnell und weitgehend intuitiv. Nach dem Anschluss über den USB‑Port erkennt das Infotainmentsystem die Box automatisch und zeigt daraufhin ein Symbol für Android Auto oder Carplay an. Nach wenigen Sekunden startet das integrierte Android-System. Bereits beim ersten Start können Smartphone und Adapter gekoppelt werden – zunächst per Bluetooth, anschließend wird eine lokale WLAN-Verbindung hergestellt. Die auf Android basierende Oberfläche ist übersichtlich gestaltet und lässt sich sowohl über die Fahrzeugtasten als auch per Touchscreen bedienen.

Für Streaming-Apps oder den Webbrowser ist eine aktive Internetverbindung nötig – entweder über den Hotspot des Smartphones oder über eine eingelegte SIM-Karte. Die Apps für kabelloses Carplay und Android Auto waren bereits vorinstalliert und arbeiteten im Test zuverlässig. Positiv: Nach dem Einschalten stellt die Box automatisch die letzte Verbindung wieder her, sodass kein erneutes Pairing erforderlich ist. Nur beim ersten Start benötigt das System rund 20 Sekunden zum Hochfahren; danach geht es deutlich schneller.

Funktionen

Das Android-System der Carlinkit Tbox Plus läuft flüssig und reagiert ohne merkliche Verzögerungen. Die Bedienoberfläche erinnert an ein klassisches Android-Tablet und wirkt dadurch sofort vertraut. Besonders praktisch: Der Google Play Store ist zugänglich, sodass sich neben den vorinstallierten Apps wie YouTube, Netflix, Spotify, Google Maps, Waze oder Chrome problemlos weitere Anwendungen installieren lassen. Ein integrierter Mediaplayer ermöglicht zudem das Abspielen lokaler Dateien – ideal für Musik und Videos von der MicroSD-Karte.

Für die integrierte Karten-App wird kein Smartphone benötigt. Die GPS-Daten bezieht die Box direkt über das integrierte GPS-Modul. Auch Musik lässt sich über Bluetooth vom Smartphone streamen.

Selbstverständlich unterstützt die Carlinkit Tbox Plus auch Apple Carplay und Android Auto – beide lassen sich nach einer einmaligen Kopplung automatisch und drahtlos starten. Damit wird jedes kompatible Fahrzeug ohne großen Aufwand um kabelloses Carplay oder Android Auto erweitert.

Carlinkit Tbox Plus

Rechtlicher Hinweis:

Das Abspielen von Videos oder Streams während der Fahrt ist verboten und stellt eine erhebliche Ablenkung dar (§ 23 Abs. 1a StVO). Verstöße werden mit mindestens 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet; bei Gefährdung drohen 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Videos dürfen ausschließlich im geparkten Fahrzeug bei ausgeschaltetem Motor angesehen werden.

Preis

Direkt beim Hersteller kostet die Carlinkit Tbox Plus mit 8/128 GB regulär 145 Euro, ist aktuell jedoch günstiger erhältlich. Mit dem Rabatt-Code TechStage kostet die Box dauerhaft reduziert 143 Euro. Das Modell mit 4/64 GB bekommt man mit dem Code schon für 122 Euro. Der Versand erfolgt kostenlos aus deutschen Lagerbeständen.

Da der Hersteller in China ansässig ist, greift der EU-Käuferschutz dennoch nicht. Käufer müssen daher mit eingeschränkten Garantie- und Serviceleistungen rechnen und im Garantiefall das Rücksende­risiko nach China tragen. Immerhin gewährt Carlinkit eine 30-tägige Zufriedenheitsgarantie mit Geld-zurück-Option.

Fazit

Die Carlinkit Tbox Plus zählt zu den vielseitigsten Lösungen für kabelloses Carplay und Android Auto. Sie macht das Infotainmentsystem zum vollwertigen Android-Display mit Streaming, Navigation und App-Store. Besonders überzeugen die flüssige Bedienung, der stabile Betrieb und die einfache Einrichtung.

Dank SIM-Slot und microSD-Erweiterung bleibt das System flexibel – auch ohne Smartphone. Zwar fehlen HDMI-Ausgang und integrierter Sprachassistent, doch das fällt im Alltag kaum ins Gewicht. Wer sein Fahrzeug um ein schnelles, modernes und vielseitiges Smart-System erweitern möchte, findet in der Carlinkit Tbox Plus eine empfehlenswerte Lösung.

Carlinkit Tbox UHD im Test: Smarte Box bringt Youtube, Netflix & Co. ins Auto

Youtube und Netflix im Auto? Carplay und Android Auto blockieren das – die Carlinkit Tbox UHD macht Streaming trotzdem möglich.

VORTEILE

4G-Modem mit SIM-KartenslotKabel für USB-C und USB-AmicroSD-KartenslotAndroid Auto und Carplay kabellos nutzen

NACHTEILE

System wirkt etwas trägekein HDMI-Eingang – nur AusgangSoftware nicht mehr aktuell

Youtube und Netflix im Auto? Carplay und Android Auto blockieren das – die Carlinkit Tbox UHD macht Streaming trotzdem möglich.

Carplay und Android Auto blockieren Apps wie Youtube oder Netflix – und das ist aus Sicherheitsgründen vollkommen nachvollziehbar. Schließlich sollte niemand während der Fahrt Filme schauen. Trotzdem ist es schade, dass damit auch im Stand – etwa in der Pause oder im Urlaub – die Entertainment-Funktionen des Infotainment-Systems brachliegen.

Genau hier setzt die Carlinkit Tbox UHD an. Die kleine Box bringt ein vollwertiges Android 13 ins Auto – inklusive Zugriff auf den Google Play Store und damit auf nahezu alle Apps. Sie wird per Kabel über die Carplay-Schnittstelle verbunden und nutzt diese, um Bild und Ton ins Infotainment-System zu schicken. Nebenbei dient die Box als Adapter für kabelloses Carplay und Android Auto.

Wie gut das Streaming im Auto klappt, wie flott die Box reagiert und was sie sonst noch bietet, klären wir in unserem Praxistest. Getestet haben wir das mit einem Opel Astra K von 2017 und einem Hyundai Ioniq 6 von 2023. Als Smartphones kamen ein Honor Magic V3 und ein iPhone 16 Pro Max zum Einsatz.

Achtung: Bei BMW-Fahrzeugen funktioniert diese Lösung in der Regel nicht. Laut Hersteller Carlinkit werden jedoch bis zu 98 Prozent aller Fahrzeuge mit Carplay-Unterstützung kompatibel sein.

Design

Die Tbox UHD erinnert entfernt an eine Mini-Playstation und unterscheidet sich im Design deutlich von anderen Boxen dieser Art – ebenso wie von den Wireless-Adaptern für Carplay und Android Auto, die wir bereits getestet haben. Das beginnt schon bei der Farbe: Carlinkit setzt auf Weiß, was im Autozubehör eher ungewöhnlich ist – dort dominiert sonst Schwarz.

Mit Abmessungen von 90 × 84,9 × 17,1 mm ist die Tbox UHD deutlich größer als vergleichbare Produkte – etwa so groß wie eine kleine Powerbank oder externe SSD. Bei einem Kleinwagen hat man möglicherweise keinen idealen Platz dafür im Cockpit.

Diverse Anschlüsse und Steckplätze sind links und rechts an den Seiten untergebracht – dazu später mehr. An der Front sitzt eine blaue LED, die aufleuchtet, sobald das Gerät mit dem Internet verbunden ist und das Signal an die Anzeige überträgt.

Einrichtung

Die Tbox UHD wird per Kabel an den USB-Anschluss des Fahrzeugs gesteckt – genau dort, wo man sonst das Smartphone für Android Auto oder CarPlay anschließen würde. An der Box selbst sitzt ein USB-C-Ausgang; im Lieferumfang liegen Kabel für USB-C auf USB-A sowie USB-C auf USB-C bei.

Nach dem Einstecken erscheint im Infotainment-System das CarPlay-Symbol – keine Verwirrung: Das wird hier nur als Schnittstelle genutzt, um Bild- und Audiosignal aus der Box ins System zu leiten. Wählt man das Symbol, startet das eigene Benutzerinterface der Box auf Basis von Android 13.

Nun hat man zwei Optionen für den Internetzugang: Entweder man erstellt einen Hotspot mit dem Smartphone, oder man steckt eine SIM-Karte direkt in die Tbox. Sobald die Verbindung steht, kann man sich mit seinem Google-Konto im Play Store anmelden und Apps installieren.

Features

Als Antrieb dient Qualcomms Snapdragon 660, ein Achtkern-SoC mit vier Kryo-Gold-Kernen (2,2 GHz) und vier Kryo-Silver-Kernen (1,8 GHz). Der Chip stammt allerdings schon aus dem Jahr 2017. Entsprechend sollte man keine Wunderdinge erwarten: Das System reagiert teils etwas verzögert und träge – ähnlich wie ein älteres, günstiges Tablet. Für grafisch aufwendige Spiele ist das weniger geeignet, zum Streaming reicht die Leistung aber aus, sofern man etwas Geduld mitbringt.

Der interne Speicher beträgt 128 GB, dazu kommen 8 GB RAM. Ein microSD-Kartenslot unterstützt Karten mit bis zu 512 GB. Außerdem bietet die Box Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.0 – nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, aber für den Einsatz im Auto, etwa via Smartphone-Hotspot, vollkommen ausreichend. Ein 4G-Modem ist integriert und unterstützt gängige Nano-SIM-Karten – auch wenn das Einlegen etwas fummelig ist, da die Karten leicht wieder herausspringen. Zur Positionsbestimmung stehen GPS, Glonass und Beidou bereit.

Bei den Anschlüssen bietet die Box USB-C sowie einen SIM-Kartenslot. Hinzu kommt ein USB-A-Eingang für externe Geräte wie Maus oder Gamepad. Zusätzlich gibt es einen Micro-HDMI-Ausgang (Typ D) samt Adapter auf HDMI Typ A – damit lässt sich die Box theoretisch auch mit einem Fernseher oder anderen Displays verbinden. Als Eingang für HDMI-Zuspieler dient der Steckplatz jedoch nicht.

Carlinkit Tbox UHD

Dank des vollwertigen Android-Systems steht auch der Google Play Store zur Verfügung und erlaubt die Installation nahezu jeder Android-App. Wir haben Youtube, Netflix, Disney+ und Magenta TV ausprobiert – das funktionierte problemlos, solange eine Internetverbindung bestand. Das System wirkte im Test aber insgesamt träge. Zudem ist Android 13 nicht mehr aktuell. Mit Software-Updates ist nicht zu rechnen.

Wer während der Fahrt lieber klassisch auf Android Auto oder Apple Carplay setzen möchte – und zwar kabellos –, kann das ebenfalls tun. Dazu genügt im Startbildschirm ein Tipp auf das „Autokit“-Icon. Anschließend erscheint die gewohnte Oberfläche von Android Auto oder Carplay, je nach verbundenem Smartphone.

Preis

Regulär kostet die Tbox UHD 176 Euro. Mit dem Code TechStage gibt es dauerhaft einen Rabatt von 20 Prozent, was zu einem Preis führt von 159 Euro. Für den versicherten Versand kommen rund 5 Euro hinzu.

Da der Hersteller in China sitzt, gilt der EU-Käuferschutz nicht – auch wenn die Ware aus einem EU-Lager kommt. Garantie und Service sind daher eingeschränkt, im Garantiefall muss das Gerät möglicherweise nach China zurückgeschickt werden. Immerhin gibt es eine 30-tägige Rückgabemöglichkeit sowie ein Jahr Garantie.

Fazit

Wer im Auto auf dem Infotainment-Display Netflix, Youtube oder andere Android-Apps nutzen möchte, bekommt mit der Carlinkit Tbox UHD eine einfache Lösung. Dank eines SIM-Slots funktioniert sie sogar autark, alternativ lässt sich ein Hotspot über das Smartphone einrichten.

Die Box ist zwar recht groß und im weißen Gehäuse optisch auffällig, bietet aber ein ansprechendes Design. Mit Android 13 und Zugriff auf den Google Play Store steht eine breite App-Auswahl bereit. Einen HDMI-Eingang für externe Zuspieler gibt es nicht – nur einen Ausgang für Monitor oder Fernseher.

Die Leistung reicht fürs Streaming, wirkt aber durch den älteren Prozessor etwas träge. Auch Updates sind keine zu erwarten. Wer das System vorwiegend im Stand, etwa in Pausen oder im Urlaub, zur Unterhaltung nutzen will, findet hier dennoch ein praktisches Gerät. Obendrein dient es auch als kabelloser Adapter für Carplay und Android Auto.

Während der Fahrt zu streamen oder fernzusehen ist verboten – und gefährlich. Es verstößt gegen das Handy- und Ablenkungsverbot (§ 23 Abs. 1a StVO).

Ottocast P3 Carplay AI Box im Test: Android mit Apps im Auto nachrüsten

Apps wie Netflix und Youtube auch im Auto nutzen? Die Ottocast P3 Carplay rüstet ein Infotainment-System über Carplay mit Android nach. Wie das gelingt, zeigt der Test.

VORTEILE

ermöglicht nahezu alle Android-Apps auf dem Infotainment-SystemYoutube, Netflix oder Disney+ möglichSlot für SIM-Karte für unabhängigen Betrieb

NACHTEILE

benötigt Schnittstelle für Apple Carplayrelativ teuerläuft nicht immer stabil

Apps wie Netflix und Youtube auch im Auto nutzen? Die Ottocast P3 Carplay rüstet ein Infotainment-System über Carplay mit Android nach. Wie das gelingt, zeigt der Test.

Wer sein Auto smart machen möchte, ohne zwingend das Smartphone dafür nutzen zu müssen, sollte einen Blick auf die Ottocast P3 AI Box werfen. Der Adapter bietet ein autarkes Betriebssystem mit Android 12 samt Apps und einem Slot für eine SIM-Karte. Damit stehen dann Android-Apps zur Verfügung, die man auf dem Bildschirm des Infotainment-Systems abspielt.

Grundvoraussetzung ist jedoch, dass das Fahrzeug über eine Schnittstelle für Apple Carplay verfügt. Zusätzlich dient das Gerät auch als Adapter für eine kabellose Verbindung über Carplay oder Android Auto, sollte das Fahrzeug das nicht von selbst anbieten.

Wie sich die P3 Carplay AI Box für 175 Euro (Code: TS20) in der Praxis schlägt, zeigen wir in diesem Test.

WICHTIG: Unter keinen Umständen sollte man während der Fahrt Videos konsumieren! Das sollte nur beim Parken geschehen, mit abgestelltem Motor.

Design & Lieferumfang

Die Ottocast P3 AI Box ist kreisrund und wirkt wie ein etwas überdimensionierter Adapter für Wireless Carplay oder Android Auto. Mit einem Durchmesser von fast 8 cm ist es etwas wuchtig und deutlich größer als einfache Adapter für die kabellose Anbindung des Smartphones an das Auto. Dafür handelt es sich im Prinzip um einen autarken Computer mit Android. Die glänzende Oberseite ist dem Stil einer analogen Uhr nachempfunden, in der Mitte steht das Ottocast-Logo. LEDs darunter sorgen für Leuchteffekte, wenn das Gerät im Auto eingestöpselt ist.

Als Anschluss steht USB-C zur Verfügung, dazu kommt noch ein Ausgang für Mini-HDMI (Typ C). Zum Verbinden mit dem Fahrzeug steht je ein Kabel mit USB-C auf USB-A sowie USB-C auf USB-C zur Verfügung. Zusätzlich gibt es ein Bypass-Stromkabel mit USB-A-Anschlüssen, das man in einen Adapter für den 12-Volt-Stecker einstöpseln kann, sollte die Stromverbindung über die vorhandenen USB-Anschlüsse nicht ausreichen.

Ausstattung & Funktionen

Die Ottocast AI Box ist im Prinzip ein richtiger Computer mit einem Qualcomm Snapdragon 665 als Prozessor. Dazu kommen 128 GB interner Speicher und 8 GB RAM. Als Software läuft ein angepasstes Android 12 mit der Bezeichnung Ottodrive OS 2.0. Das Gerät unterstützt Wi-Fi 5 und Dual-Bluetooth zur Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig.

Das Gerät stöpselt man per Kabel ins Auto und startet die Zündung. Je nach Fahrzeug startet die Verbindung mit dem Gerät automatisch, in unserem Fall mussten wir bei einem VW T-Roc über „Phone“ die AI Box per Carplay auswählen. Anschließend startet das Betriebssystem mit einem Ottocast-Logo und offenbart einen Homescreen mit Widgets und Apps.

Zur Navigation durch das System befinden sich auf der linken Seite Icons, um in den App-Drawer zu gelangen oder die Einstellungen aufzurufen. Dort kann man auch einige personalisierte Einstellungen für den Homescreen vornehmen. Zur Verbindung mit dem Internet kann die AI Box von Ottocast eine SIM-Karte nutzen, womit das Gerät autark war. Wer keine zur Hand hat, kann einen WLAN-Hotspot mit dem Smartphone erzeugen und sich mit der Box darin einwählen.

Wie bei einem Tablet steht nun der Google Play Store zur Verfügung. Es ist lediglich erforderlich, sich mit einem Google-Account einzuloggen. Zusätzlich steht auch der sowie App-Store APK Pure zur Verfügung. Einige Apps wie Youtube, Spotify, Google Maps oder Disney+ und Netflix sind bereits vorinstalliert.

Einige Anwendungen sind auch per Split-Screen-Modus anzeigbar. Wie sinnvoll das insgesamt ist, sei dahingestellt. Viele Infotainment-Systeme haben eine niedrige Auflösung, wodurch Videos pixelig darauf wirken. Das Android-System ist nicht sonderlich aktuell, die User-Experience erinnert eher an ein preiswertes Tablet von vor fünf Jahren. Gelegentlich hängen sich Apps auch im Betrieb auf. Aber im Prinzip bekommt man hier eine Möglichkeit, um in der Pause auf dem Autobildschirm Videos, Filme oder Serien anzuschauen.

Gewissermaßen als Nebenfunktion bietet das Gerät auch die kabellose Anbindung an Apple Carplay oder Android Auto. Über diese Schnittstellen werden bestimmte Inhalte und Apps in für die Fahrt gerechter Form auf das Infotainment-System des Autos gespiegelt, etwa Maps oder Spotify. Die Option ruft man über die App Multiplay auf. Man kann schnell und einfach von der Carplay- und Android-Auto-Ansicht zurück zum Android der Box wechseln, im Hintergrund läuft Carplay oder Android Auto weiter.

Preis

Der Ottocast P3 kostet aktuell beim Hersteller 240 Euro. Mit dem Code TS20 sinkt der Preis auf 175 Euro.

Achtung: Auch wenn der Hersteller aus europäischen Lagerbeständen verschickt, hat das Unternehmen seinen Sitz in China. Bestimmungen zum EU-Käuferschutz gelten daher möglicherweise nicht. Wir raten, die AGB vor dem Kauf sorgfältig zu prüfen.

Fazit

Die Ottocast P3 Carplay AI Box ist eine spannende Lösung für alle, die richtiges Android auf ihr Infotainment-System bringen wollen. Das erlaubt etwa das Streamen per App am Fahrzeugbildschirm. Dank SIM-Karten-Slot kann das System auch unabhängig vom Smartphone genutzt werden und erlaubt anders als bei Carplay und Android Auto das Abspielen nahezu aller Android-Apps im Auto. So kann man etwa in der Mittagspause Youtube oder Netflix auf dem Auto-Display schauen. Der Fahrer sollte von solchen Späßen – vor allem während der Fahrt – aber unbedingt die Finger lassen.

Sehr ungewöhnlich: Carplay ist als Schnittstelle Pflicht im Auto – um damit das Gerät mit Android darzustellen. Unterstützt das Fahrzeug von Haus aus kein Carplay, kann man die AI Box auch nicht nutzen. Obendrein gibt es die Möglichkeit, sowohl Apple Carplay als auch Android Auto kabellos zu nutzen.

Carlinkit Tbox Max im Test

Mit der Carlinkit Tbox Max holt man mehr als nur einen Adapter für kabelloses Android Auto oder Apple Carplay ins Fahrzeug. Die smarte Multimedia-Box funktioniert autark mit Android 13 sowie SIM-Karte.

VORTEILE

autarker Modus mit eigenem App-Store und Android 13Slot für SIM-KarteSupport für Android Auto Wireless und Apple Carplay

NACHTEILE

teuergroßumständliche Einrichtung

Mit der Carlinkit Tbox Max holt man mehr als nur einen Adapter für kabelloses Android Auto oder Apple Carplay ins Fahrzeug. Die smarte Multimedia-Box funktioniert autark mit Android 13 sowie SIM-Karte.

Eine sehr umfassende Lösung ist die Carlinkit Tbox Max. Bei der Box handelt es sich um mehr als nur einen Adapter. Darin stecken ein komplettes System mit Android 13 sowie ein Slot für eine microSD-Karte und eine SIM-Karte. Damit kann man das Gerät auch unabhängig vom Smartphone nutzen und weitere Apps aus dem Play Store installieren, etwa Youtube, sobald eine Internetverbindung über die SIM-Karte erfolgt. Das sollte man bitte aber nie während der Fahrt machen! Für eine Pause ist das aber eine gute Option.

Design

Die rechteckige Box mit abgerundeten Ecken erinnert zunächst an einen typischen Adapter für Android Auto oder Apple Carplay Wireless. Das Gerät ist allerdings mit einer Kantenlänge von rund 80 mm deutlich größer als die meisten Geräte seiner Art. Als Anschluss steht USB-C parat, dazu kommen je ein Slot für eine microSD- sowie SIM-Karte.

Funktion

Das Gerät funktioniert als kabellose Lösung für Android Auto sowie Carplay. Hierzu muss man nach dem Einstecken an das Fahrzeug einen Pin mit einer Stecknadel für rund drei Sekunden eindrücken, damit das Gerät von Carplay auf Android Auto umstellt. Anschließend erscheint zunächst ein eigenes Interface mit Android. Dort wählen Nutzer dann das Icon AutoKit aus, um in den Modus für Android Auto zu starten. Das funktioniert dann aber nur, wenn das Fahrzeug auch die beiden Schnittstellen unterstützt.

Der Carlinkit Tbox Max läuft mit Android 13 und einem Achtkern-Qualcomm-Chip mit 8 GB RAM sowie 128 GB Speicherplatz. Das Gerät unterstützt Bluetooth und WLAN und kann, wenn eine SIM-Karte eingelegt wird, auch über 4G/LTE eine eigene Verbindung aufbauen. Zusätzlich lässt sich die Internetverbindung über das Smartphone oder einen Hotspot herstellen.

Der Carlinkit AI Box Max lässt sich damit als autonomes Infotainment-System mit Android nutzen, das mehr Funktionen bietet als herkömmliches Android Auto. Damit kann man etwa weitere Android-Apps wie Youtube und Netflix oder Disney+ direkt auf dem Autobildschirm ausführen. Die Einrichtung ist etwas umständlich. Zudem dauert der Ladevorgang knapp eine Minute, da Android zusätzlich geladen werden muss.

Per USB-Slot angeschlossen, bietet der Adapter zudem auch kabelloses Android Auto oder Apple Carplay.

Preis

Mit dem Rabatt-Code TechStage zahlen unsere Leser nur 122 Euro statt 150 Euro für die Box.

Hinweis: Der Hersteller hat seinen Sitz in China. Beim Kauf gelten möglicherweise nicht die in der Europäischen Union üblichen Verbraucherschutzrechte für Gewährleistung, Widerrufsrecht oder Käuferschutz. Die Verkaufsbedingungen des Anbieters sind deshalb zu beachten.

Fazit

Die Carlinkit Tbox Max ist ein interessantes Gerät für Power-User, die weit mehr als nur Android Auto nutzen möchten oder das fest installierte Infotainment-System ihres Fahrzeugs erweitern wollen. Wer jedoch nur eine kabellose Android-Auto-Lösung sucht, wird hier eventuell nicht das passende Produkt finden. Wer aber eine zusätzliche autarke Lösung möchte, um auch im Auto zu streamen, findet hier eine spannende Möglichkeit.

Allerdings setzt das Gerät die Kompatibilität des Infotainment-Systems mit Android Auto oder Apple Carplay voraus. Bei einem Fahrzeug ohne diese Schnittstelle funktioniert die Box deshalb nicht. Der Hersteller garantiert die Kompatibilität für rund 98 Prozent aller Fahrzeuge mit Android Auto und Apple Carplay. Allerdings gilt das nicht für BMW. Die Android-Version auf dem Gerät ist zudem veraltet und läuft auch etwas ruckelig.

Ottocast Play2Video Ultra im Test: Carplay & Android Auto Wireless sowie Youtube

Der Ottocast Play2Video Ultra bringt Netflix, Prime Video und Youtube direkt auf den Fahrzeugbildschirm – drahtlos und in wenigen Schritten startbereit.

VORTEILE

eigenes Android-System mit Apps wie Netflix, Prime Video & YoutubeUSB-A-Anschlüsse mit Typ-C-Adapter für flexible Nutzungkompakte Bauform, schnelle Einrichtunggute Performance und kurze LadezeitenCarplay & Android Auto Wireless

NACHTEILE

kein HDMIHotspot notwendig für integrierte Appskein Google Play Storeinkompatibel mit BMW

Der Ottocast Play2Video Ultra bringt Netflix, Prime Video und Youtube direkt auf den Fahrzeugbildschirm – drahtlos und in wenigen Schritten startbereit.

Der Ottocast Play2Video Ultra vereint kabelloses Carplay und Android Auto mit einem eigenständigen Android-System für Streaming und Apps. So lassen sich Netflix, Prime Video oder Youtube direkt über das Infotainmentdisplay nutzen – ganz ohne Smartphone-Spiegelung.

Das kompakte Gerät richtet sich an alle, die ihr Auto um Entertainment-Funktionen erweitern möchten, ohne gleich das Navi-System zu ersetzen. Dank USB-A-Anschluss und USB-C-Adapter ist der Dongle flexibel einsetzbar und in wenigen Minuten eingerichtet. Doch wie zuverlässig läuft das System im Alltag – und rechtfertigt sich der Aufpreis gegenüber günstigeren Alternativen?

Design

Der Ottocast Play2Video Ultra zeigt sich als kompakter Adapter im Taschenformat. Das mattschwarze Kunststoffgehäuse misst rund 8 × 4 cm und wirkt durch die glänzende Oberseite überraschend hochwertig. Eine kleine LED an der Front zeigt den Betriebszustand an – rot bei Stromzufuhr, blau bei aktiver Verbindung.

An einer Seite sitzt ein fest integrierter USB-A-Stecker mit rund 10 cm langem Kabel, wodurch sich der Adapter in nahezu jedem Fahrzeug einsetzen lässt. Die gummierte Unterseite verhindert ein Verrutschen auf glatten Flächen. Zum Lieferumfang gehören ein USB-Split-Kabel, ein USB-C-Adapter und eine mehrsprachige Anleitung. Trotz des kompakten Formats hinterlässt die Box einen soliden Eindruck – einzig die Hochglanzoberfläche erweist sich als Fingerabdruckfalle.

Einrichtung

Die Einrichtung des Ottocast Play2Video Ultra verläuft erfreulich unkompliziert. Nach dem Anschluss an den USB-Port erkennt das Fahrzeug die Box automatisch und zeigt den Startbildschirm des Systems. Auf Wunsch lässt sich die Verbindung auch per Bluetooth herstellen – nach erfolgreicher Kopplung baut der Adapter ein eigenes WLAN auf, über das Carplay oder Android Auto drahtlos laufen.

Das Gerät nutzt ein eigenständiges Android-System, das sich in wenigen Schritten konfigurieren lässt. Sprache, WLAN und Autostart-Optionen sind schnell eingestellt. Für Streaming-Dienste wie Netflix, Youtube oder Prime Video ist eine aktive Internetverbindung erforderlich, die über einen Hotspot per Smartphone hergestellt werden muss, da das Gerät keine eigene SIM-Karte unterstützt.

Der Wechsel zwischen dem integrierten System und der Smartphone-Spiegelung erfolgt direkt über den Touchscreen des Fahrzeugs. Im Test funktionierte die Verbindung sowohl mit einem iPhone 17 Pro als auch mit einem Google Pixel 9a ohne nennenswerte Aussetzer.

Positiv fallen die kurze Startzeit von rund zehn Sekunden und die flüssige Bedienung auf. Die Reaktionszeiten sind angenehm direkt, Apps starten ohne spürbare Verzögerung. Lediglich bei einigen Fahrzeugdisplays tritt eine suboptimale Skalierung auf, wodurch schmale Ränder rund um das Bild entstehen können. Insgesamt überzeugt der Adapter mit stabiler Verbindung, einfacher Handhabung und schneller Reaktivierung beim Fahrzeugstart.

Im Testfahrzeug – einem Mercedes-Benz Vito – zeigte sich vereinzelt ein Display-Freeze, bei dem der Bildschirm kurzzeitig einfror, im Hintergrund aber weiterhin Eingaben annahm. Ein Wechsel ins Fahrzeugmenü und zurück löste das Problem. Da der Fehler ausschließlich mit dem Ottocast Play2Video Ultra auftrat, ist von einem Kompatibilitätsproblem auszugehen.

Wichtiger Hinweis: Der Ottocast Play2Video Ultra ist inkompatibel mit Fahrzeugen von BMW.

Ottocast Play2Video Ultra

Funktionen

Trotz der kompakten Bauweise bietet der Ottocast Play2Video Ultra ein erstaunlich breites Funktionsspektrum. Mit 4 GB RAM und 32 GB internem Speicher ist die Ausstattung solide, der Speicher lässt sich bei Bedarf per USB-Stick erweitern – etwa, um eigene Videos über den integrierten Mediaplayer abzuspielen.

Ab Werk sind Streaming-Apps wie Netflix, Prime Video, Youtube, Spotify und IPTV bereits installiert. Über den integrierten App-Hub können zusätzliche Anwendungen nachgeladen werden. Sowohl diese als auch die Streaming-Dienste erfordern eine aktive Internetverbindung, die sich über den Hotspot des Smartphones herstellen lässt. Eine eigene SIM-Karte kann nicht eingesetzt werden. Auf den Google Play Store und eine Karten-App muss man verzichten.

Neben dem eigenen Android-System unterstützt der Adapter auch kabelloses Apple Carplay und Android Auto – praktisch für Fahrzeuge, die sonst nur eine kabelgebundene Verbindung ermöglichen.

Rechtlicher Hinweis:

Das Ansehen von Videos oder Streams während der Fahrt ist nach § 23 Abs. 1a StVO verboten und stellt eine erhebliche Ablenkung dar. Verstöße werden mit mindestens 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet, bei Gefährdung drohen 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Erlaubt ist Videowiedergabe ausschließlich im geparkten Fahrzeug bei ausgeschaltetem Motor.

Preis

Direkt beim Hersteller kostet der Ottocast Play2Video Ultra regulär 199 Euro, ist derzeit aber schon für 89 Euro zu haben. Mit dem exklusiven Rabatt-Code TS20 sinkt der Preis auf 72 Euro. Der Versand ist kostenlos und erfolgt aus deutschen Lagerbeständen.

Hinweis: Da der Hersteller in China sitzt, greift der EU-Käuferschutz auch dann nicht, wenn Lagerbestände innerhalb der EU verfügbar sind. Käufer tragen im Garantiefall das Rücksende-Risiko nach China. Der Hersteller bietet immerhin eine 30-tägige Zufriedenheitsgarantie mit Geld-zurück-Option sowie eine Garantie für ein Jahr.

Fazit

Der Ottocast Play2Video Ultra zeigt, wie vielseitig moderne Carplay-Adapter inzwischen geworden sind. Er kombiniert kabelloses Carplay, Android Auto und ein eigenständiges Android-System mit gängigen Streaming-Apps in einem kompakten Gehäuse. Die Einrichtung ist unkompliziert, die Box überzeugt im Alltag mit kurzen Ladezeiten und stabiler Verbindung.

Mit Netflix, Prime Video und YouTube wird das Fahrzeug schnell zum kleinen Entertainment-Hub – zumindest im Stand. Kleinere Schwächen wie der fehlende Play-Store, der nicht vorhandene HDMI-Ausgang und die notwendige Hotspot-Verbindung fallen kaum ins Gewicht. Wer eine einfache, flexible und dabei noch preisgünstige Lösung für kabelloses Infotainment sucht, trifft mit dem Play2Video Ultra eine gute Wahl.

Lamtto RC23 im Test: Carplay und Android Auto kabellos – sogar mit Netflix

Kompakt, schnell und vielseitig: Die Lamtto RC23 macht Carplay und Android Auto kabellos – und bringt zusätzlich Streaming-Apps sowie einen HDMI-Ausgang mit.

VORTEILE

eigenes Betriebssystem mit Apps wie Netflix, Disney+ und Youtubesehr kompaktHDMI-Anschlussunkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

Mini-HDMI-Port (Typ C) als AusgangHotspot notwendig für Appskein integrierter Sprachassistentkein App Store

Kompakt, schnell und vielseitig: Die Lamtto RC23 macht Carplay und Android Auto kabellos – und bringt zusätzlich Streaming-Apps sowie einen HDMI-Ausgang mit.

Alles wird immer smarter – nur das eigene Auto nicht? Die Lamtto Smart AI Box RC23 will das ändern und bietet gleich mehrere Lösungen: drahtloses Apple Carplay, drahtloses Android Auto und ein eigenes Betriebssystem, mit dem sich unabhängig vom Smartphone Android-Apps ausführen und Inhalte per HDMI streamen lassen. Egal, welches Feature man nutzen will – die kleine Box macht es möglich. Doch wie zuverlässig funktioniert das und wie intuitiv ist die Bedienung? Wir haben es ausprobiert.

Design

Bereits die Verpackung lässt erahnen: Der Hersteller konzentriert sich auf das Wesentliche. Im Karton liegen neben der Box eine ausführliche englischsprachige Anleitung, ein USB-A-auf-USB-C-Kabel und ein USB-C-auf-USB-C-Kabel. Beide Varianten sind jeweils etwa 20 cm lang, sodass der Kabelweg im Fahrzeug möglichst kurz gehalten werden sollte.

Die Lamtto RC23 3-in-1 Magic Video Carplay Box ist rechteckig mit abgeschrägten Ecken und misst nur rund fünf mal acht Zentimeter bei einer Höhe von 1,5 cm. Das ist ein wunderbar kompaktes Maß, das in Ablagen oder Ähnlichem nur wenig stört. Insgesamt ist die Box in Schwarz-Grau gehalten und hat ein großes Kreismuster auf der Oberseite, das abhängig von der genutzten Funktion anders leuchtet. Die LED lässt sich über eine integrierte App allerdings anpassen, sodass man das Licht nach eigenen Vorstellungen gestalten kann.

Während sich seitlich großzügige Luftauslässe befinden, sind an den beiden kurzen Seiten die Anschlüsse verbaut. Für den Betrieb setzt man dabei auf einen USB-C-Anschluss. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Mini-HDMI-Port (Typ C) integriert, um ein externes Display anzuschließen. Daneben befindet sich ein USB-A-PortX für USB-Sticks.

Einrichtung

Einfacher geht es kaum: Eine SIM-Karte oder besondere Vorbereitung sind nicht nötig. Kabel in die Box stecken, das andere Ende mit dem passenden Anschluss im Auto verbinden – und nach wenigen Sekunden startet das System. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich und lässt sich intuitiv bedienen.

In den Einstellungen kann man die Sprache anpassen und eine Verbindung zu einem Hotspot herstellen, um integrierte Apps wie Youtube zu nutzen. Wer die Box ausschließlich für Android Auto oder Apple Carplay verwenden möchte, kann festlegen, dass die entsprechende App beim Systemstart automatisch geöffnet wird. Insgesamt gelingt die Einrichtung problemlos – lediglich eine deutsche Anleitung wäre wünschenswert.

Funktionen

Aus kabelgebundenem Carplay und Android Auto macht der RC23 eine zuverlässig arbeitende drahtlose Lösung. Die Verbindung erfolgt über die integrierte Speedplay-App, nach dem einfachen Koppeln des Smartphones per Bluetooth.

Ansonsten bietet Lamtto zahlreiche Zusatzfunktionen. Das auf Android basierende Betriebssystem ist übersichtlich gestaltet und bringt Apps wie Youtube, Prime Video, Tiktok, Netflix und Disney Plus bereits mit. Einen eigenen App-Store oder Zugriff auf den Google Play Store gibt es aber nicht.

Über den HDMI-Ausgang lässt sich ein externes Display anschließen, um etwa Mitfahrende auf der Rückbank mit Inhalten zu versorgen. Weitere Videodateien können über einen USB-Stick und den integrierten Player wiedergegeben werden.

Auch ohne Carplay oder Android Auto kann die Box als Freisprecheinrichtung oder Musikplayer genutzt werden. Zudem unterstützt sie Apple Airplay und Google Cast, um Smartphone-Inhalte direkt auf das Infotainment-System zu spiegeln. Auf einen eigenen Sprachassistenten verzichtet Lamtto allerdings.

Rechtlicher Hinweis:

Das Ansehen von Videos oder Streams während der Fahrt ist streng verboten und stellt eine erhebliche Ablenkung dar (§ 23 Abs. 1a StVO). Verstöße werden mit mindestens 100 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet, bei Gefährdung drohen 150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Videos dürfen nur im geparkten Fahrzeug bei ausgeschaltetem Motor angesehen werden.

Preis

Direkt beim Hersteller kostet der Adapter Lamtto RC23 mit dem Code heise20 nur rund 63 Euro direkt beim Hersteller. Der Versand erfolgt kostenlos aus deutschen Lagerbeständen. Lamtto gewährt 24 Monate Garantie sowie ein Rückgaberecht von 30 Tagen. Es ist keine gesetzliche Gewährleistung nach EU-Recht, sondern eine Herstellergarantie. Beim Umtausch können allerdings zusätzliche Versandgebühren anfallen.

Fazit

Die Lamtto Smart AI Box RC23 überzeugt mit einer gelungenen Kombination aus einfacher Bedienung, hoher Kompatibilität und umfangreichen Funktionen. Besonders das übersichtliche Android-System mit vorinstallierten Streaming-Apps sowie der HDMI-Ausgang heben sie von vielen Konkurrenzprodukten ab. Dank schneller Verbindung und stabiler Performance laufen kabelloses Carplay und Android Auto zuverlässig.

Kleinere Schwächen wie der Mini-HDMI-Port, der fehlende App-Store und die nicht vorhandene Sprachsteuerung sind kaum ein Nachteil. Wer eine kompakte, günstige und vielseitige Lösung sucht, um sein Infotainment-System aufzurüsten, findet in der RC23 eine der interessantesten Smart-Boxen fürs Auto.

Ottocast Aibox i3 im Test: Netflix, Youtube, Disney+ & Co. auf dem BMW-Display

Netflix, Disney+ und andere Android-Apps im BMW-iDrive-Bildschirm? Das geht mit Ottocast Aibox i3, verspricht der Hersteller. Wir haben ausprobiert, ob das wirklich funktioniert.

VORTEILE

einfache Einrichtunggroßer Funktionsumfangruckelfreie Video-Wiedergabe

NACHTEILE

fummelige TelefonieDrittanbieter-App-Storeinsgesamt eher eine „Bastel-Lösung“ (aber eine gute)

Netflix, Disney+ und andere Android-Apps im BMW-iDrive-Bildschirm? Das geht mit Ottocast Aibox i3, verspricht der Hersteller. Wir haben ausprobiert, ob das wirklich funktioniert.

Wer einen BMW mit Carplay hat, ist bestimmt schon über die Werbung für die Aibox i3 gestolpert. Für alle BMWs mit Carplay: Apps direkt laufen lassen, Video-Streaming aller großen Anbieter – Netflix, Disney+, Youtube und so weiter. Splitscreen mit Video rechts und Navi links auf dem zentralen Bordmonitor. Telefonieren, spielen, arbeiten.

Was man in den Werbevideos sieht, macht Lust auf mehr. Doch so ganz wollen wir nicht glauben, dass das problemlos funktioniert. China-Hardware, zusammengebastelte Open-Source-Software und die Anbindung an das Auto … klingt nicht ohne. Und so ganz legal ist es vermutlich auch nicht, sich das Finale von Squid Game bei 180 Sachen auf der Autobahn hereinzuziehen. Aber dazu später mehr.

Design & Lieferumfang

Im Karton des Ottocast findet sich das eigentliche Gerät, die Aibox i3. Der Name Aibox passt unserer Ansicht nach nicht so ganz. Die Hardware ist flach und rund, sie erinnert an einen etwas zu groß geratenen Blitzerwarner von Ooono (Bestenliste). Auf der Oberseite findet sich das Ottocast-Logo mit Hintergrundbeleuchtung. Auf den ersten Blick könnte man denken, dass hier ein Display eingebaut ist – was es aber nicht ist. Am Gerät selbst findet sich ein USB-C-Port, außerdem Slots für microSD-Speicherkarte und SIM-Karte.

Das eigentliche Gerät muss zur Stromversorgung mit USB verbunden werden, die Verbindung zum iDrive-System von BMW erfolgt kabellos über WLAN. Damit kann man die Aibox gut in der Mittelkonsole oder im Handyfach verstecken. An die Hardware muss man nicht ran. Mit einer kleinen Ausnahme, aber dazu später mehr.

Hinter der Klappe der Aibox i3 befinden sich Slots für Sim- und Speicherkarte.

Funktionsweise & Ausstattung

Sobald das Gerät per USB-Kabel mit dem Auto verbunden ist, leuchtet es dezent auf und fährt sein Android-13-Betriebssystem hoch. Nach einer knappen Minute kann man sich über das Mobile-Geräte-Menü des Autos wie mit seinem Smartphone mit dem Ottocast verbinden. Als Verbindungsart wählt man dabei WLAN / Apple Carplay, auch wenn die Aibox eigentlich mit Android läuft. Man bestätigt wie bei einem Smartphone die angezeigten Codes, dann erscheint der Inhalt auf dem Bildschirm.

Zu unserer großen Überraschung tauchte sofort ein Android-Homescreen mit vielen App-Icons auf dem Navigationsbildschirm auf. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und über den iDrive-Controller, beides hat sofort und fast ruckelfrei funktioniert. Man kann durch die Homescreens wischen, als hätte man ein Android-Tablet vor sich. Erster Schritt ist die Einrichtung der Internetverbindung. Wer es sich einfach machen möchte, besorgt sich eine SIM- oder Multi-SIM-Karte für die Aibox. Wer das Geld sparen möchte, gibt auf seinem Smartphone einen WLAN-Hotspot frei und verbindet sich über das Einstellungen-Menü der Android-Oberfläche mit dem Smartphone.

Im Inneren des Puck-ähnlichen Gehäuses werkelt ein Snapdragon 6125 mit 4 GB RAM und 64 GB ROM. Der microSD-Kartenslot nimmt Speicherkarten mit einer maximalen Kapazität von 256 GB auf.

Apps

Mangels offizieller Google-Play-Unterstützung muss man Apps aus einem alternativen App-Store herunterladen. Netflix, Disney+ & Co. waren allesamt enthalten; die Installation klappte per Fingertipp. Dann ins Konto einloggen – und tatsächlich: Bereits wenige Minuten nach dem Öffnen der Ottocast-Verpackung liefen Simpsons und Walking Dead auf dem iDrive-Monitor. Auch abseits von Video-Streaming sieht es gut aus. Wer mag, kann sich auch seine Telefonkonferenz ins Auto holen, seinen Kalender bearbeiten oder eine Tabelle anschauen.

Eine Splitscreen-Ansicht erlaubt es, zwei Apps gleichzeitig zu zeigen – Video rechts, Navi links. Zu beachten ist dabei allerdings, dass beide Apps auf dem Ottocast laufen müssen, man kann also nicht gleichzeitig die BMW-Navigation und ein Youtube-Video laufen lassen. Aus unserer Sicht ist der Splitscreen-Modus daher „nett“, aber auch nicht mehr, denn auf die BMW-Navigation wollen wir nicht verzichten.

Ebenfalls etwas trickreich ist die Telefonie. Es gibt zwei Möglichkeiten: Man verbindet die Aibox per Bluetooth mit dem Handy und nutzt die Telefon-Oberfläche der Aibox auf dem Touchscreen. Ruft man jemanden an, baut die Aibox die Verbindung über Bluetooth zum Handy auf und startet dort den Anruf.

Die Alternative (und aus unserer Sicht der bessere Weg) ist es, das Smartphone direkt mit dem Auto zu verbinden und die Telefonie nicht über Ottocast laufen zu lassen. Da Ottocast aber die WLAN- und Carplay-Schnittstellen des Autos belegt, muss man das Handy dann per Bluetooth im iDrive-Modus mit dem Auto verwenden. Beides funktioniert, aber wer es gewohnt ist, über Carplay zu telefonieren, fühlt sich um mindestens ein halbes Jahrzehnt in der Zeit zurückversetzt.

Praxis

Ja, man kann während der Fahrt Videos schauen. In der Praxis haben wir das nicht ausprobiert. Ohnehin darf man während der Fahrt keine Videos schauen – das ist lediglich in der Pause möglich, aber nur mit abgestelltem Motor. Auf dem Parkplatz oder bei einem sowie zur Überbrückung von Wartezeiten hat uns die Aibox aber hervorragende Dienste geleistet.

Dadurch, dass wir das Gerät nicht während der Fahrt verwendet haben, sparen wir uns auch die etwas holprige Handy-Anbindung: Wenn Ottocast mit USB verbunden ist, stellt das Auto die Verbindung zu Ottocast her. Ziehen wir den USB-Stecker, verbindet sich das Infotainment-System wieder per Carplay mit dem Smartphone. So funktioniert das für uns richtig gut und erheblich besser als gedacht.

Die Box wird mit USB-A- auf USB-C-Kabel verbunden (die C-Seite befindet sich an der Aibox) und ist kompatibel zu BMW iDrive in den Versionen 6, 7, 8 und 9. Das folgende Video zeigt die Unterschiede zwischen den Systemen und wie man sie erkennt.

Preis

Die Ottocast Aibox i3 für BMW kostet regulär 230 Euro. Mit dem Code TS20 sinkt der Preis auf 175 Euro. Das klingt nach einer Menge Geld, allerdings gibt es aktuell nicht so viele Lösungen, die das Streaming auf dem Infotainment-Display bei einem BMW ermöglichen.

Weil der Hersteller seinen Sitz in China hat, gelten beim Kauf häufig nicht die Verbraucherschutzrechte der EU, etwa in Bezug auf Gewährleistung, Widerrufsrecht oder Käuferschutz. Rückgabe, Reparatur oder Erstattung können daher deutlich schwieriger oder in einigen Fällen gar nicht möglich sein.

Fazit

Die Werbeversprechen wurden tatsächlich eingehalten. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Anbindung des Android-Computers über die Carplay-Schnittstelle so gut und ruckelfrei funktioniert. Videos im Auto ansehen? Kein Problem. Wer das verantwortungsvoll einsetzt, bekommt hier eine exzellente Ergänzung für den Funktionsumfang seines Fahrzeugs für überschaubares Geld. Wir sind sehr angetan – die Aibox liegt weiterhin im Fach der Mittelkonsole und wird bei Bedarf kurz angeschlossen.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Lamtto RC25

Ottocast Car TV Mate Pro

Carlinkit Firedrive Link

Atoto Carwave CB6B Wireless Car Smart Box

Ottocast Nano Ai

Ottocast Play2Video Pro

Diese Bestenlisten zeigen weiteres Zubehör für das Auto:


Quelle:

www.heise.de