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WeltweitUS-Präsident Trump kündigt neue Seeblockade gegen Iran an

US-Präsident Trump kündigt neue Seeblockade gegen Iran an

Stand: 13.07.2026 • 20:56 Uhr

Nach erneuten gegenseitigen Angriffen kündigt US-Präsident Trump eine neue Seeblockade gegen Iran an. Zudem wollen die USA in der Straße von Hormus offenbar selbst mitverdienen. Die tatsächliche Lage vor Ort bleibt jedoch unklar.

US-Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme einer Seeblockade gegen Iran angekündigt. Das US-Militär werde “die Schiffe Irans oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen”. Allen anderen Ländern solle ein “fairer und offener” Zugang zur Meerenge möglich sein, erklärte er auf seiner Plattform Truth Social.

Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (CENTCOM) erklärte später, dass es die Blockade ab 22 Uhr deutscher Zeit wieder aufnehmen wolle. Nach Angaben des von der US-Marine geführten Joint Maritime Information Center (JMIC) gilt die Maßnahme für jeglichen Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge und umfasst die gesamte iranische Küste einschließlich aller Häfen und Ölterminals.

Die Durchfahrt neutraler Schiffe durch die Straße von Hormus zu Zielen außerhalb Irans werde nicht behindert. Humanitäre Hilfslieferungen seien nach vorheriger Inspektion weiterhin zulässig.

Trump: Erheben Abgaben um Kosten zu kompensieren

Trump kündigte zudem an, dass die USA künftig für die Durchfahrt der Meerenge aus “Fairnessgründen” Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Dies solle die Kosten, die für die Sicherstellung der Passage anfallen würden, kompensieren. Die Umsetzung würde umgehend beginnen, schrieb er. Weitere Details nannte er nicht.

Trump hatte bereits im Juni mit einer Art Maut für die Straße von Hormus gedroht, sollten die Verhandlungen mit Iran scheitern. Auch Iran hatte bereits teilweise Abgaben für die Hormus-Durchfahrt erhoben.

Ein Sprecher des iranischen Militärkommandos sagte in einer Videobotschaft, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der strategisch wichtigen Meerenge “unter keinen Umständen zulassen”.

Angriffe in Straße von Hormus

Iran hatte die für die Weltwirtschaft wichtige Meerenge Anfang März durch Drohungen und Angriffe weitestgehend unpassierbar gemacht. Die USA reagierten mit einer eigenen Seeblockade von Schiffen, die iranische Häfen anliefen oder verlassen sollten. Mit dem Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern hoben sie die Blockade Mitte Juni jedoch auf.

In der Vereinbarung sagte Iran auch eine sichere und für 60 Tage gebührenfreie Passage durch die Meerenge zu. Allerdings kam es zuletzt wieder zu mehreren Attacken auf Schiffe in der Meerenge. Darauf reagierten die USA in den vergangenen Tagen mit neuen Angriffen auf Iran, woraufhin Iran neue Angriffe in der Golfregion begann. Zuvor hatte Trump bereits die vereinbarte Feuerpause für beendet erklärt.

Trump: “Mit oder ohne Iran”

Die Iranische Revolutionsgarde teilte am Wochenende mit, dass die Meerenge bis auf weiteres geschlossen bleibe. Trump widersprach dem. Die Straße von Hormus sei “offen und wird offen bleiben, mit oder ohne Iran”, schrieb er.

In der Folge der jüngsten Angriffe war die Schifffahrt durch die Straße von Hormus in den vergangenen Tagen erneut drastisch zurückgegangen.


Quelle:

www.tagesschau.de