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GesundheitVermittler sind wieder aktiv: Neue Waffenruhe im Iran-Krieg?

Vermittler sind wieder aktiv: Neue Waffenruhe im Iran-Krieg?

Während die Militärschläge der USA im Iran seit inzwischen zehn Nächten andauern, bemühen sich Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Länder hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, meldet das US-Nachrichtenportal “Axios”. Auch die Zeitung “Wall Street Journal” berichtet über den Vorschlag. 

Trump droht: Iran wird hohen Preis zahlen

Vorerst aber geht die Gewalt weiter. “Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!”, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Zuvor hatte das US-Militär wieder Ziele in Iran angegriffen. Unter anderem seien Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen bombardiert worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando CENTCOM mit. 

Iran Teheran 2022 | Parlamentspräsident Ghalibaf trifft irakischen Parlamentssprecher al-Halbousi
Scharfe Töne auch von ihm: Irans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf (Archiv)Bild: Icana/ZUMA/picture alliance

Iranische Medien berichteten über Explosionen unter anderem im Raum Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman, der Stadt Schiras im zentralen Süden, bei der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas. Laut US-Medien verlegten die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region. Der iranische Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb dazu auf der Online-Plattform X, dies zeige, dass es den USA nicht ernst damit sei, den Krieg beenden zu wollen.

Wieder Attacke auf Tanker 

Das US-Militär will mit den Angriffen Irans Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus stoppen. Dennoch wurde in der Meerenge erneut ein Tanker unter Beschuss genommen. Er sei vor der Küste Omans von einem “unbekannten Geschoss” getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Die Crew befinde ‌sich ​in einem Rettungsboot. Erst am Vortag war dort ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten.

Die Straße von Hormus ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Washington und Teheran. Der Iran hält die für die weltweite Schifffahrt und die Entwicklung der Ölpreise wichtige Meeresenge inzwischen wieder de facto geschlossen. Die USA haben im Gegenzug eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

Unter iranischen Beschuss geriet nicht nur die Straße von Hormus, sondern auch der Golfstaat Kuwait. Die Armee des Landes meldete in der Nacht die Abwehr “feindlicher Raketen- und Drohnenattacken”. Kuwait ist wie auch andere Länder der Region, die US-Militärbasen beherbergen, immer wieder Ziel iranischer Gegenschläge. 

Die USA und der Iran hatten Mitte Juni ein Rahmenabkommen vereinbart, das den Weg zur Beendigung des Krieges ebnen soll. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die US-Präsident Trump kürzlich aber für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich seit Samstag nicht mehr an die Absichtserklärung gebunden. 

haz/se (dpa, rtr, afp) 


Quelle:

www.dw.com

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