Die Hamburger Profigolferin und Olympiazweite Esther Henseleit hat bei den British Open als Zweite ihren ersten Major-Triumpf am Sonntag nur hauchdünn verfehlt. Henseleit unterlag der Siegerin Shiho Kuwaki aus Japan dramatisch im Stechen.
Die Nummer 43 der Weltrangliste verpatzte am zweiten Extraloch ihren Abschlag, der Ball traf einen Zuschauer und prallte von diesem in einen Busch. Damit war sie in der Defensive – die Japanerin bewahrte die Nerven und brachte den hauchdünnen Vorsprung von einem Schlag ins Ziel.
Für Henseleit ist der zweite Platz dennoch auf dem Par-71-Kurs in Lancashire das mit Abstand beste Ergebnis bei einem der fünf großen Turniere im Frauen-Golf.
Gleichstand nach vier Runden
Beide Spielerinnen benötigten für die vier regulären Runden je 279 Schläge und überflügelten damit noch die US-Amerikanerin Yealimi Noh, die mit drei Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde gegangen war und Dritte (280) wurde.
Die in Varel geborene Henseleit kann sich mit 994.669 US-Dollar Preisgeld und einem gewaltigen Sprung in der Weltrangliste trösten. Bei einem Major war sie erst zweimal in den Top Ten gelandet, jeweils als Siebte. Erst am am vergangenen Wochenende hatte sie mit Rang vier bei den Scottish Open ihr bestes Saisonergebnis erzielt.
Damit bleibt Sophia Popov, die 2020 sensationell die British Open gewonnen hatte (damals in Troon), bis auf Weiteres die einzige deutsche Major-Gewinnerin. Henseleit hatte sich im Vorfeld bereits ihr Ticket für den Solheim Cup gesichert. Der Kontinentalvergleich zwischen den USA und Europa findet Mitte September in den Niederlanden statt.
Quelle:
www.sportschau.de




