Ein unter indischer Flagge fahrendes Handelsschiff ist nach einem Angriff vor Jemens Küste gesunken. Die Küstenwache habe alle Besatzungsmitglieder der “MSV Faize Noore Oliya” – 13 Inder und einen Bürger aus dem Jemen – gerettet, teilten die Behörden in der jemenitischen Hafenstadt Mokka mit. Weiter hieß es, der Frachter sei im Roten Meer südlich der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten Hafenstadt Hodeida beschossen worden.
Die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz greift seit einiger Zeit immer wieder Handelsschiffe im Roten Meer an. Damit will sie unter anderem Exporte aus Saudi-Arabien verhindern, das im Krieg zwischen den USA und Iran auf der Seite Washingtons steht.
Trump droht Iran ultimativ wegen Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat der Führung in Teheran nochmals ein Ultimatum gestellt: Entweder öffne Iran die Straße von Hormus “sehr bald” oder das Land werde “sehr hart getroffen”, sagte Trump dem Fernsehsender Fox News. Zugleich betonte er, es gebe derzeit “gute Gespräche” mit Teheran. Iran sei “sehr” an einem Abkommen interessiert, um den monatelangen Krieg zu beenden.
Zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, er halte eine baldige Einigung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus für möglich. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals “Axios” stehen die Regierung in Washington, Iran und Oman kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Meerenge am Persischen Golf. Die Übergangslösung erfülle einige der Forderungen Irans und gebe der dortigen Führung mehr Kontrolle über die Straße von Hormus, schreibt “Axios” weiter.
Mindestens 15 Todesopfer in und rund um Kyjiw
Russlands Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kyjiw und deren Umland in der Nacht erneut massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen beschossen. Nach Behördenangaben wurden mindestens 15 Menschen getötet. Außerdem seien mehr als 20 Menschen verletzt worden. In Kyjiw brachen mehrere große Brände aus. Laut Medienberichten wurden bei den Angriffen auch ein 20-stöckiges Wohnhaus und mehrere Lagerhallen getroffen.
Die ukrainische Armee konnte nach eigenen Angaben keine einzige Rakete abschießen. Nur die Drohnen seien abgefangen worden, erklärte die Luftwaffe. Die Ukraine klagt seit längerem über einen Mangel an Abwehrraketen für die Luftverteidigung.
EU zeigt sich nach Massenandrang auf Ceuta geschlossen
Nach dem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta in der vergangenen Woche hat die Europäische Union Spaniens Regierung Solidarität und finanzielle Unterstützung zugesichert. Die EU biete operative und finanzielle Nothilfe an, um den Schutz der Außengrenze in Ceuta im Norden Afrikas zu stärken, sagte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner. Zuvor hatten die EU-Innenminister in einer Videokonferenz beraten.
Kurz nach dem Ansturm der Migranten hatten viele EU-Regierungen die spanische Migrationspolitik zunächst als zu locker kritisiert. Spanien wies dies zurück.
Nach neuen Zahlen aus Madrid hatten rund 72.000 Menschen von Marokko aus die spanische Stadt erreicht. Etwa 70.000 Migranten seien inzwischen zurückgekehrt. Mehr als 70 Menschen starben bei dem Versuch, EU-Territorium zu erreichen. Brunner zufolge verhandelt die EU derzeit mit Marokko über ein umfassendes strategisches Partnerschaftsabkommen.
Ministerium arbeitet an Plänen für neuen Zivildienst
Die Regierung in Deutschland trifft Vorkehrungen für eine Neuauflage des Zivildienstes – für den Fall, dass auch die Wehrpflicht wiederkommen sollte. Das bestätigte das Bundesfamilienministerium in Berlin. Das Ministerium hat demnach 23 große Verbände und Organisationen befragt, welche Kapazitäten sie im Falle der Wiedereinführung zur Verfügung stellen könnten. Nach Informationen der “Bild”-Zeitung sollen die Pläne nach der Sommerpause offiziell vorgestellt werden.
Bis zum Aussetzen der allgemeinen Wehrpflicht 2011 gab es für Männer, die den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigerten, den Zivildienst. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht entfiel auch der Zivildienst. An seine Stelle trat zum 1. Juli 2011 der Bundesfreiwilligendienst, der Menschen jeden Alters und Geschlechts offensteht und freiwillig geleistet wird.
KI ersetzt deutlich mehr Arbeitskräfte in reicheren Ländern
Beschäftigte in reicheren Staaten wie Deutschland und den USA müssen wegen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz deutlich stärker um ihren Arbeitsplatz bangen als jene in ärmeren Ländern. Das Risiko einer Automatisierung ihrer Arbeit sei mehr als drei Mal so hoch wie in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen, heißt es weiter in einem Bericht der Weltbank. Insgesamt seien mehr als 14 Prozent der Arbeitsplätze in reicheren Ländern durch KI-Einsatz gefährdet. In Staaten mit geringem und mittlerem Einkommen seien dagegen nur 4,5 Prozent der Jobs bedroht.
Zugleich betont die multinationale Entwicklungsbank in Washington, dass die Produktivität bei mehr als 16 Prozent der Jobs in Entwicklungsländern durch KI-Nutzung gesteigert werden könnte. Bereits kleine und kostengünstige KI-Werkzeuge könnten Millionen von Menschen eine bessere medizinische Versorgung, Bildung und Landwirtschaft ermöglichen.
Beschäftigte fühlen sich immer stärker unter Druck
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland stehen nach einer Studie des Ifo-Instituts immer stärker unter Druck. Sowohl ihre Arbeitsauslastung als auch ihre mentale Belastung sind deutlich gestiegen, wie das Münchner Institut berichtet. Basis der Erhebung sind die Einschätzungen von rund 1000 Personalverantwortlichen. Sie wurden in einer Umfrage der Münchner Wirtschaftswissenschaftler zusammen mit einem Personaldienstleister erhoben.
Als Ursachen nennen die Personalverantwortlichen vor allem die wirtschaftliche Unsicherheit, Veränderungsprozesse in Unternehmen, hohe Arbeitsmengen und Zeitdruck sowie Personalengpässe.
se/gri (dpa, afp, ap, rtr, kna, epd)
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Quelle:
www.dw.com



