Neues Quartal, neue Rekorde heißt es inzwischen auch bei AMD. Das Unternehmen verbucht 11,5 Milliarden US-Dollar Umsatz, zwei Milliarden US-Dollar Betriebsgewinn und 2,3 Milliarden US-Dollar Nettogewinn.
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Das Nettoergebnis fällt höher aus als der Betriebsgewinn, weil AMD 598 Millionen „sonstige Einträge“ verbucht. Der Großteil dürfte von Beteiligungen an anderen Unternehmen stammen; AMD nennt 483 Millionen US-Dollar Einnahmen aus langfristigen Anlagen. Solche Renditen sind momentan häufig bei Firmen zu beobachten, die im KI-Umfeld investieren, etwa bei Speicherherstellern. Der Cashflow steigt im Jahresvergleich um 62 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden US-Dollar. Die firmenweite Bruttomarge klettert langsam, aber sicher weiter hoch, auf nunmehr 54 Prozent.
Wachstum dank KI-Boom
Fast alle Zeichen stehen bei AMD derweil auf Wachstum. Die Data-Center-Sparte wächst mit 6,7 Milliarden Umsatz erneut am stärksten. Allein gegenüber dem ersten Quartal 2026 entspricht das einem Plus von gut 16 Prozent. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum sind es sogar +107 Prozent. Laut AMD verkaufen sich sowohl Epyc-Prozessoren als auch Instinct-Beschleuniger gut.
AMDs Umsatz und Betriebsgewinn aufgeschlüsselt. Der Fokus liegt auf Rechenzentren (Data Center).
(Bild: AMD)
Im Segment Client und Gaming fangen die Ryzen-Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks vor allem die schwächelnden Konsolen auf. CPUs brachten hier knapp 3,1 Milliarden US-Dollar Umsatz – immerhin 23 Prozent Plus in einem Jahr. Das dürfte auch an steigenden Prozessorpreisen gelegen haben.
Gaming schrumpft binnen eines Jahres um 31 Prozent. AMD macht dafür das Semi-Custom-Geschäft verantwortlich, also Kombiprozessoren unter anderem für die Playstation 5 (Pro) und Xbox Series S/X.
Der Umsatz mit Embedded-Produkten wie Ryzen Embedded nähert sich mit 977 Millionen US-Dollar Umsatz der Milliardenmarke. Im Jahresvergleich entspricht das fast 19 Prozent Wachstum.
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Alle Sparten machen Betriebsgewinn: Data Center 2,1 Milliarden US-Dollar, Client und Gaming 582 Millionen und Embedded 386 Millionen. Die 1,1 Milliarden US-Dollar Betriebsverlust unter „alles andere“ fassen alle anderen Geldflüsse zusammen, darunter die laufenden Kosten für die teure Xilinx-Übernahme. AMD stottert über eine halbe Milliarde US-Dollar pro Quartal ab.
Das Börsenminus überrascht immer wieder
Im angelaufenen dritten Quartal 2026 erwartet AMD einen weiteren Wachstumsschub auf 13 Milliarden US-Dollar Umsatz. Trotz der guten Zahlen rutscht AMDs Aktie um rund neun Prozent ab. Selbst die US-Nachrichtenagentur Reuters zeigt sich davon überrascht, da AMD eigentlich sogar die Analystenerwartungen geschlagen hat. Die Agentur mutmaßt daher, dass Analysten vielleicht einen noch besseren Ausblick sehen wollten.
Der Absacker nach den Geschäftsberichten hat bei AMD allerdings Tradition. In Finanzforen trägt die Firma daher den Spitznamen „Advanced Money Destroyer“ anstelle von Advanced Micro Devices.
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Quelle:
www.heise.de



