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Technologie„Uh-oh“ ist zurück: Fanprojekt will ICQ-Messenger wiederbeleben

„Uh-oh“ ist zurück: Fanprojekt will ICQ-Messenger wiederbeleben

ICQ prägte die Onlinekommunikation rund um die Jahrtausendwende wie kaum ein anderer Messenger. Unter dem Namen ICQ Reborn ist nun ein Windows-Client erschienen, der Oberfläche, Bedienung und Funktionen des Originals möglichst authentisch nachbilden soll. Nach Angaben der offiziellen Website wurde die Software von Grund auf neu entwickelt und nutzt einen privaten XMPP-Server als technische Grundlage.

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ICQ Reborn orientiert sich eng am historischen Vorbild, das vor zwei Jahren endgültig abgeschaltet wurde. Nutzer erhalten wieder numerische ICQ-Nummern (UINs), über die sich Kontakte suchen und hinzufügen lassen, die klassische Kontaktliste und den bekannten „Uh-oh“-Benachrichtigungston bei eingehenden Nachrichten. Darüber hinaus unterstützt der Windows-Client unter anderem Offline-Nachrichten, Tippanzeigen, Lesebestätigungen sowie den Versand von Dateien und Bildern. Neue Konten lassen sich direkt im Client anlegen.

Das kostenlose Programm liegt derzeit in Version 1.3 vor und ist ausschließlich für Windows 10 und Windows 11 verfügbar. Versionen für Android, iOS oder andere Betriebssysteme werden bislang nicht angeboten. Nach Angaben der Projektseite befindet sich die Software weiterhin in aktiver Entwicklung und wurde zuletzt mehrfach aktualisiert.

Wer hinter ICQ Reborn steht, lässt sich derzeit nicht nachvollziehen. Auf der Downloadseite bei itch.io tritt der Anbieter lediglich unter dem Namen „icqr“ auf und beschreibt die Software als Leidenschaftsprojekt eines Fans. Die offizielle Website spricht hingegen allgemein von mehreren Fans, nennt jedoch weder die Urheber noch eine verantwortliche Organisation. ICQ Reborn ist laut eigener Darstellung ein unabhängiges Projekt ohne Verbindung zu den früheren Eigentümern oder Betreibern des Messengers.

Angaben zu einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung macht das Projekt ebenfalls nicht. Da zudem unklar ist, wer die Server betreibt und die Nachrichten verarbeitet, sollten über den Dienst keine sensiblen Informationen ausgetauscht werden.

Das historische Vorbild ICQ wurde 1996 vom israelischen Unternehmen Mirabilis entwickelt. AOL übernahm den Messenger 1998 für zunächst 287 Millionen US-Dollar. Bis 2009 soll die Zahl der registrierten Accounts auf mehr als 470 Millionen gestiegen sein. 2010 verkaufte AOL ICQ an den russischen Internetkonzern Digital Sky Technologies (DST), der noch im selben Jahr in Mail.ru Group umbenannt wurde und seit 2021 als VK firmiert. Mit dem Aufstieg von Smartphones und mobilen Messengern wie WhatsApp verlor ICQ in den folgenden Jahren zunehmend an Bedeutung. Der offizielle ICQ-Dienst wurde schließlich am 26. Juni 2024 eingestellt.

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(tobe)

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Quelle:

www.heise.de