Benjamin Otto und Janina Lin Otto haben der Stadt Hamburg einen neuen Campus für generationsübergreifendes Leben und Lernen gestiftet. Das Projekt, das unter dem Namen Life Hamburg firmiert, wurde nach Angaben der Beteiligten mit Millionenbeträgen aus privater Hand finanziert. Janina Lin Otto und Benjamin Otto positionieren das Vorhaben als Verbindung von sozialem Engagement und unternehmerischem Anspruch.
Die Wurzeln des Engagements liegen in der Tradition des Versandhandels, der die Basis des Familienimperiums bildete. Als strategische Instanz hinter der Gruppe gilt Otto Group, während Benjamin Otto in jüngerer Zeit verstärkt als treibende Kraft für philanthropische Projekte in Hamburg in Erscheinung tritt. Das neue Angebot soll diese Geschichte mit aktuellen sozialen Bedürfnissen verknüpfen.
Das Konzept von Life Hamburg kombiniert Wohnraum für verschiedene Altersgruppen mit Angeboten zum lebenslangen Lernen: Veranstaltungsräume, Bildungsformate und gemeinschaftliche Flächen stehen nach Angaben der Initiatoren im Mittelpunkt. Sowohl Infrastruktur als auch Programmatik sind so angelegt, dass sich Menschen unterschiedlichen Alters begegnen und gegenseitig unterstützen können. Die Trägerschaft bleibt in der Hand privater Förderer, die das Projekt als Schenkung an die Stadt beschrieben haben.
Für die Stadt Hamburg bringt die Schenkung zusätzlichen Raum für Bildung und gemeinschaftliches Wohnen, ohne jedoch bestehende kommunale Zuständigkeiten zu ersetzen. Das Modell von privat finanzierten, sozial ausgerichteten Einrichtungen wirft Fragen zur Rolle von Großspendern in der städtischen Daseinsvorsorge auf, bleibt aber konkret in seinem unmittelbaren Effekt: Janina Lin Otto und Benjamin Otto haben mit ihrer Zuwendung einen öffentlich zugänglichen Ort geschaffen, der Bewohnern unterschiedlicher Generationen neue Möglichkeiten für Austausch und Weiterbildung bieten soll.




