US-Präsident Donald Trump hat bei einer Wahlkampfveranstaltung in Syracuse verbal scharfe Kritik an der diesjährigen Friedensnobelpreisträgerin geübt. Vor Unterstützern bezeichnete er die südafrikanische Juristin Navi Pillay verächtlich und wandte sich zugleich gegen das Gremium, das die Auszeichnung vergeben hat.
Trump bezog sich ausdrücklich auf die Entscheidung des Nobelkomitee und nannte dessen Mitglieder “antidemokratische Feinde der Zivilisation”. Die Rede fand im Rahmen seiner Wahlkampfaktivitäten in den USA statt und richtete sich an das anwesende Publikum in Syracuse.
Zur Person: Navi Pillay ist Richterin aus Südafrika und wurde in diesem Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Trump erwähnte ihren Namen in abfälligem Ton, ohne in der Veranstaltung näher auf die Gründe der Preisvergabe oder auf konkrete Entscheidungen der Preisträgerin einzugehen.
Die öffentlichen Äußerungen des US-Präsidenten fügen sich in eine Reihe von Kommentaren, in denen er staatliche und internationale Institutionen kritisiert. Die erneute Attacke gegen das Nobelkomitee löste in der Debatte Aufmerksamkeit aus, weil sie die Vergabe eines international bedeutenden Preises direkt in Frage stellt. Beobachter sehen in solchen Aussagen auch Auswirkungen auf das öffentliche Klima während des laufenden Wahlkampfs.




