Nur wenige Eltern lassen Kinder mit Vorerkrankungen gegen Influenza impfen: Von etwa 1,2 Millionen in Deutschland besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen erhalten nur rund 100.000 jährlich eine Grippeschutzimpfung. Damit liegt die Impfquote in dieser Gruppe bei knapp 8 Prozent. Die STIKO hat vor diesem deutlichen Schutzdefizit gewarnt.
Die betroffene Kohorte umfasst Minderjährige mit chronischen Grundkrankheiten, für die eine Influenzainfektion ein höheres Risiko schwerer Verläufe bedeuten kann. Trotz der relativ kleinen absoluten Zahl geimpfter Kinder bleibt die große Mehrheit derer, die als besonders anfällig gelten, ungeschützt. Die Diskrepanz zwischen der Gesamtzahl der Risikopersonen und den jährlich registrierten Impfungen ist angesichts der gesundheitlichen Vulnerabilität dieser Gruppe auffällig.
Rechenbeispiel: Von 1,2 Millionen gefährdeten Kindern und Jugendlichen erhalten demnach rund 1,1 Millionen keine jährliche Influenza-Impfung. Diese Lücke hat praktische Auswirkungen für die Versorgung vulnerabler Patienten und kann die gesundheitliche Belastung einzelner Familien erhöhen. Gesundheitsexperten beobachten solche Deckungslücken, weil sie Hinweise darauf liefern, welche Gruppen bei Impfkampagnen stärker erreicht werden müssen.
Konkrete Empfehlungen und aktualisierte Hinweise zu Zielgruppen und Impfmodalitäten stellt die STIKO bereit; weiterführende Informationen zur Impfung gegen die Influenza finden sich ebenfalls in den offiziellen Publikationen. Eltern, deren Kinder zu den Risikogruppen zählen, können sich an die behandelnden Kinderärztinnen und -ärzte wenden, um den individuellen Schutzbedarf zu klären und über mögliche Impfangebote informiert zu werden.




