Zalando legt beim obersten Gericht der EU Berufung wegen Status der DSA-Plattform ein

Zalando legt beim obersten Gericht der EU Berufung wegen Status der DSA-Plattform ein

Wie Reuters berichtet, hat Zalando beim Gerichtshof der Europäischen Union (EU) Berufung eingelegt, um ein Urteil aufzuheben, mit dem die Anfechtung der EU-Vorschriften für Online-Inhalte abgewiesen wurde.

Der deutsche Online-Modehändler verklagte die Europäische Kommission, nachdem er nach dem Digital Services Act (DSA) als sehr große Online-Plattform (VLOP) eingestuft wurde und damit neben großen Plattformen wie Google und Meta strengeren Pflichten des Regimes unterliegt.

Im September 2025 wies das Gericht in Luxemburg den Standpunkt von Zalando zurück, dass das Unternehmen ein Hybridmodell betreibe, das sowohl eigene Produkte als auch Artikel von Partnern anbiete und sich dadurch von anderen großen Plattformen unterscheide.

„Das Urteil des Gerichts führt zu einer zu weiten und falschen Auslegung dessen, was Inhalte Dritter sind, und wirkt sich auf viele Branchen in der europäischen Wirtschaftslandschaft aus“, stellt Zalando in seiner Berufung vor dem EU-Gerichtshof fest.

Der Einzelhändler warnte, dass diese Auslegung die DSA-Konformität auf nahezu jeden Online-Dienst ausweiten könnte, von Medien über Supermärkte bis hin zum Tourismus.

Zalando macht außerdem geltend, dass die Vorinstanz die Beweislast unzulässigerweise umgedreht habe und von VLOPs den Nachweis verlangt habe, dass sie nicht als solche hätten bezeichnet werden dürfen.

Darüber hinaus wird argumentiert, dass sich das Gericht auf eine ungenaue Methode zur Berechnung der aktiven Empfänger gestützt hat – eine Schlüsselmetrik zur Bestimmung des VLOP-Status.

Zalando meldete kürzlich ein höheres Ergebnis für das dritte Quartal (Q3) 2025 und kündigte eine neue Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) an, um seine Position im Sportbekleidungssegment zu stärken.

Im dritten Quartal stieg das Bruttowarenvolumen (GMV) des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 21,6 % auf 4,2 Milliarden Euro (4,84 Milliarden US-Dollar), während der Umsatz im Jahresvergleich um 26,5 % auf 3 Milliarden Euro stieg.

Maßgeblich beeinflusst wurden die Zahlen durch die Übernahme des Hamburger Unternehmens About You, das im Juli 2025 offiziell mit Zalando verschmolzen wurde.

Im September 2025 ernannte Zalando Anna Dimitrova mit Wirkung zum 1. Januar 2026 zur neuen Finanzvorstandin.

„Zalando legt Berufung beim obersten EU-Gericht wegen DSA-Plattformstatus ein“ wurde ursprünglich von Retail Insight Network, einer Marke im Besitz von GlobalData, erstellt und veröffentlicht.

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