Das Londoner Start-up Nothing stellt designgetriebene Smartphones, Earbuds und Over-Ear-Kopfhörer her und im kommenden Jahr könnten die ersten Smart Glasses folgen. Laut Bloomberg ist ein KI-gestütztes Wearable dieser Art für die erste Jahreshälfte 2027 geplant. Die Brille soll mit Kameras, Mikrofonen und Lautsprechern ausgestattet sein und für KI-Funktionen auf Smartphones und die Cloud zurückgreifen. Das Gerät soll Aufgaben automatisieren und ein persönlicheres Nutzererlebnis bieten.
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Bei seinen Smartphones und Earbuds fällt Nothing durch transparente Gehäuse und LED-Elemente auf. Die gleiche markante Designsprache wolle das Start-up auf seine Smart Glasses übertragen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Gründer und CEO Carl Pei habe der Entwicklung einer smarten Brille zunächst skeptisch gegenübergestanden, habe jedoch kürzlich gegenüber Mitarbeitern erklärt, dass er nun eine „Multigeräte-Strategie“ verfolge. Neben den Smart Glasses seien auch neue Earbuds mit KI-Funktionen geplant, die im Laufe dieses Jahres erscheinen sollen.
Nothing wettet auf Künstliche Intelligenz
Die letzten beiden Smartphone-Produkte waren das Einsteigermodell Phone (4a) und das Mittelklassegerät Phone (4a) Pro, die beide diesen Monat in den Verkauf gingen. Das aktuelle Topmodell Phone (3) solle in diesem Jahr nicht durch ein neues Modell ersetzt werden, erklärte Pei Anfang des Jahres.
Nothing positioniert KI als Kern seiner künftigen Plattformstrategie. Mit dem im Betatest befindlichen Vibe-Coding-Werkzeug Playground können Nutzer des Phone (3) bereits heute per natürlicher Sprache eigene Widgets und Apps erstellen, teilen und herunterladen. Das Tool gilt als erster Grundpfeiler für das geplante KI-native Essential OS. Für dessen Entwicklung sammelte Nothing im vergangenen Jahr 200 Millionen US-Dollar ein.
Vor diesem Hintergrund sind KI-getriebene Smart Glasses eine logische Produkterweiterung: Sie sehen und hören das Gleiche wie ihre Träger und können sie so kontextsensitiv im Alltag unterstützen. Mark Zuckerberg sieht in der Kategorie deshalb das ultimative Hardware-Vehikel für KI. Ein Vorteil für Nothing wäre, dass das Unternehmen bereits ein eigenes Smartphone im Portfolio hat, das sich mit der KI-Brille verzahnen ließe. Bis 2027 dürften sich jedoch weitere Mitbewerber positionieren, die über denselben Vorteil verfügen. So soll Google noch in diesem Jahr KI-Brillen auf Basis von Android XR auf den Markt bringen und Apple angeblich im nächsten Jahr.
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(tobe)
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Quelle:
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