Die Eisbären Berlin sind mit einem souveränen Heimsieg in die Halbfinal-Serie der DEL-Playoffs gegen die Kölner Haie gestartet. Dabei überzeugte der Meister mit Effizienz und sorgte bereits im zweiten Drittel für die Vorentscheidung.
Auftakt nach Maß: Die Eisbären Berlin haben das erste Halbfinal-Duell gegen die Kölner Haie am Mittwochabend mit 6:3 (2:1, 3:1, 1:1) gewonnen. Der Deutsche Meister fügte dem Hauptrunden-Ersten somit die erste Niederlage in den laufenden Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu.
Vor heimischer Kulisse in der Arena am Ostbahnhof gelang den Eisbären schon früh die Führung: Frederik Tiffels legte für Adam Smith auf, der mit seinem halbhohen Schuss aus spitzem Winkel den sonst so souveränen Haie-Goalie Janne Juvonen überraschte und das 1:0 erzielte (5. Minute).
Tor-Debütant Kretzschmar erhöht früh auf 2:0
Die Kölner hatten kurz darauf die Chance zum Ausgleich – Juhani Tyrväinen tauchte frei vor Eisbären-Torwart Jonas Stettmer auf, traf die Scheibe aber nicht richtig (6.). Stattdessen erhöhten die Berliner auf der anderen Seite mit ihrem nächsten Abschluss: Moritz Kretzschmar traf mit seinem ersten DEL-Tor überhaupt zum 2:0 (7.).
Gewohnt große Kulisse: Die Arena am Ostbahnhof am Mittwochabend.
Nur zwei Minuten später zappelte der Puck schon wieder in den Maschen – diesmal jedoch im Tor der Berliner: Valtteri Kemiläinen zog aus der Distanz ab, Tanner Kero verdeckte Stettmers Sicht und die Haie verkürzten auf 1:2 (9.). In der Folge ließen beide Teams je eine hochkarätige Chance ungenutzt (13., 20.) und so blieb es nach einem kurzweiligen ersten Drittel beim Stand von 2:1 für den amtierenden Meister.
Doppelschlag durch Noebels und Müller – Russell kontert
Im Mitteldrittel erhöhten die Kölner zunächst den Druck – doch es waren die Eisbären, die mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse sorgten. Erst netzte Marcel Noebels mit einem artistischen Nachschuss zum 3:1 (24.), dann erzielte Jonas Müller – einmal mehr nach Vorarbeit von Tiffels – das 4:1 (25.).
Im Powerplay hatte Louis-Marc Aubry eine gute Möglichkeit, die Haie zurück ins Spiel zu holen – der Kanadier traf aber nur den rechten Pfosten (27.). Und auch sein Teamkollege Oliwer Kaski scheiterte am Gebälk: Der Schuss des Finnen klatschte gegen die Latte (32.). Doch die Rheinländer steckten nicht auf, konterten – und belohnten sich. Tyrväinen legte mustergültig für Patrick Russell vor, der auf 2:4 stellte (34.).
Es blieb eine spektakuläre und torreiche Angelegenheit, in der Kretzschmar mit seinem zweiten Treffer auf 5:2 für die Eisbären erhöhte (36.).
Eisbären bringen Sieg ungefährdet ins Ziel
Im dritten Abschnitt blieb das ganz große Kölner Aufbäumen aus. Zwar gingen die Haie in der Schlussphase “All in”, aber es war der Eisbär Lester Lancaster, der auf der Gegenseite zum 6:2 ins leere Netz schoss (58.). Gregor MacLeods Tor zum 3:6 kam zu spät (59.) – die Berliner brachten den Heimsieg letztlich ungefährdet über die Zeit.
Spiel zwei dieser Best-of-Seven-Serie wird am Freitagabend (19:30 Uhr) in der Kölner Arena ausgetragen.
Sendung: rbb|24, 08.04.2026, 21:21 Uhr
Audio: rbb|24, 08.04.2026, Karsten Steinmetz
Quelle:
www.sportschau.de




