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Nach Flug um den Mond: Jubel über erfolgreiche Artemis-2-Mission

Stand: 11.04.2026 • 17:37 Uhr

Der erfolgreiche Abschluss der Mondmission hat euphorische Reaktionen ausgelöst: Oft fällt das Wort “historisch”. Von einem Aufbruch in eine neue Ära ist die Rede. Nach rund zehn Tagen im All war die Crew wohlbehalten zurückgekehrt.

Weltweit ist der Jubel über den erfolgreichen Abschluss der Artemis-2-Mission groß: “Spektakulär”, kommentierte US-Präsident Donald Trump die Rückkehr der US-kanadischen Crew. Kanadas Premierminister Mark Carney gratulierte zu einer historischen Leistung. Viele Fachleute wie der deutsche Astronaut Alexander Gerst sprachen von einem Aufbruch in eine neue Ära.

Nach rund zehn Tagen im All waren die vier Astronauten der Artemis-Mission wohlbehalten auf die Erde zurückgekehrt. Ihre Orion-Kapsel landete wie geplant im Pazifik. Die US-Raumfahrtbehörde NASA erklärte, es sei eine “Bilderbuch-Landung” gewesen.

Nach Mondmission

Die Rückkehr der Artemis 2-Crew in Bildern

Eine neue Ära der Raumfahrt-Forschung

Die US-Amerikanerin Christina Koch mit ihren beiden Landsmännern Victor Glover und Reid Wiseman sowie der Kanadier Jeremy Hansen waren die ersten Menschen, die seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes waren. NASA-Chef Jared Isaac nahm die Crew persönlich in Empfang und gratulierte zu einer historischen Errungenschaft.

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst sieht mit der erfolgreichen Mondmission eine neue Ära in der Raumfahrt-Forschung angebrochen. “Da geht es nicht mehr darum, Flaggen aufzustellen”, sagte der 49-Jährige dem Deutschlandfunk. Nun gehe es darum, permanent präsent auf der Mondoberfläche zu sein, etwa mit einer Forschungsstation.

Landung auf dem Mond für 2028 geplant

Bis zum Aufbau einer dauerhaften Mondstation wird es aber noch viele Jahre dauern. Zunächst geht es darum, den Mond nicht nur zu umrunden, sondern überhaupt wieder Menschen auf ihm landen zu lassen. Die NASA plant das für 2028.

Das wichtigste Ergebnis von Artemis 2 ist nach den Worten von Gerst, dass Raumschiff und Rakete funktionieren. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär betonte die internationale Zusammenarbeit. “Denn ohne Technik ‘Made in Germany’ wäre ‘Artemis 2’ gar nicht möglich gewesen”, sagte die CSU-Politikerin der Funke Mediengruppe.

Wichtiges Bauteil aus Bremen

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA hatte das sogenannte European Service Module (ESM) geliefert, das maßgeblich in Bremen zusammengebaut wurde. Es versorgte die Astronauten unter anderem mit Sauerstoff, Wasser und Strom und stellte zudem den Antrieb für die Kapsel, in der sie zum Mond flogen. Die ESA hat nach eigenen Angaben bereits die Module für die Artemis 3 und 4 geliefert.

Die deutschen ESA-Astronauten Gerst und Matthias Maurer hoffen darauf, bei einer der nächsten Artemis-Missionen dabei zu sein. Gerst sagte dem ZDF, in den nächsten Monaten werde geklärt, wann der nächste Europäer mitfliegen dürfe. “Matthias Maurer und ich natürlich würden uns beide sehr darüber freuen, wenn wir die Chance bekommen würden, zum Mond zu fliegen”, so der Astronaut.


Quelle:

www.tagesschau.de